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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 37107
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Sehr geehrte Anwälte für Baurecht. Ein Sanitärbetrieb aus

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Anwälte für Baurecht.Ein Sanitärbetrieb aus Seelze hat mein Badezimmer „saniert“.
Die Fliesenarbeit wurde nicht sachgerecht ausgeführt und ist einfach grottenschlecht. Nachbesserung nicht möglich, da Fliesen im beinahe Gesamtbereich (Boden und Wände) abgerissen werden müssen, was die ganze Sanitärinstallation zunichte macht. Die Arbeit wurde bereits zu 50% vergütet.
Kurz vor Arbeitsbeginn hatte der Firmenchef die Idee, die Fliesenarbeit aus dem Vertrag herausnehmen; ich solle sie bar bezahlen, so könnte man sparen. Mitten in Arbeit wurde ich vom Chef regelrecht zur Zahlung gedrängt, wir fuhren zur Sparkasse und Herr Munzert bekam vom mir 2000,00 € in bar. Was davon der Fliesenleger erhalten hat, ist mir nicht bekannt.Vor dem Vertragsabschluss hat er mir zugesichert, dass die Firma die komplette Gewährleistung für die Fliesenarbeiten, trotz der Tatsache, dass sie nicht im Vertrag aufgelistet werden, übernimmt.Jetzt möchte der Chef nichts mehr davon wissen und fordert die komplette Zahlung für die Sanitärinstallation, die sei ja in Ordnung und damit ist die Sache für ihn abgeschlossen. Mir bleib die Bauruine..Den Rest solle ich mit dem Fliesenleger persönlich klären. (Den kenne ich nichtmal)
Falls ich klagen werde, dann müsse ich die Schwarzarbeit anzeigen, die ich und der Fliesenleger begangen haben. Und das Gerichtsverfahren solle min. zwei Jahren dauern. Sogar wenn ich recht bekomme, bringt es nichts.. Die Firma ist eine UG, hier ist nicht viel zu holen.Wie sehen Sie meine rechtliche Lage?Vielen lieben Dank im Voraus.Aida F.
Fachassistent(in): Über welche Art von Klage sprechen wir genau?
Fragesteller(in): Welche Arten gibt es denn?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): ich habe eine Rechtschutzversicherung, komme aber telefonisch nicht durch.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Ansatzpunkt kann in Ihrem Falle der Geldfluss sein.

Wenn die Fliesen aus dem Auftrag herausgenommen wurden dann kann der Unternehmer die 2000 EUR nur im Rahmen der Geschäftsbesorgung also zur Weiterleitung entgegengenommen haben. Der Sanitärbetrieb ist Ihnen gegenüber beweispflichtig, dass er die Gelder an die Fliesenleger weiter geleitet hat.

Hat er dies nicht, beziehungsweise kann er dies nicht beweisen dann haben Sie gegen den Sanitärbetrieb einen Anspruch auf Rückzahlung der 2000 EUR. Hat der Sanitärbetrieb die 2000 EUR weiter geleitet, dann ist Ansprechpartner leider der Fliesenleger selbst. Diesen müssten Sie dann auf Mängelbeseitigung beziehungsweise Schadensersatz in Anspruch nehmen. Wenn die Firma tatsächlich eine UG ist, dann besteht hier in der Tat die Gefahr, dass Sie auf den Kosten sitzen bleiben.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Ich habe aber weitere Fragen:
Falls es zu einer Gerichtsverhandlung kommen wird: kann sein, dass man mich für die Schwarzarbeit verantwortlich macht? Wer wird in solchen Fällen bestraft?
Wie hoch kann die Strafe ausfallen?
Mach Sinn eine Selbstanzeige?
Da H. Munzert ein Teil von 2000, 00 € behalten hat (wie viel, weiss ich nicht..) ist er trotzdem aus der Sache raus?Ich fühle mich betrogen und bin absolut ratlos..
Was soll ich denn an besten tun?
Herrn Munzert bezahlen und einen neuen Handwerker suchen, der mindestens ein Teil nachbessern konnte?
Oder der Rest der Zahlung (6000,00) verweigern? Welche Konsequenzen kann es für mich haben?

Sehr geeehrter Ratsuchender,

Eine Strafbarkeit setzt hier natürlich voraus, dass Sie von der Schwarzarbeit gewusst haben. Dies müsste Ihnen durch das Ordnungsamt nachgewiesen werden Grundsätzlich werden bei Kenntnis von der Schwarzarbeit Auftragnehmer und Auftraggeber bestraft. Da die Beauftragung hier wohl über den Sanitärbetrieb erfolgt ist, sehe ich hier Schwierigkeiten Ihnen eine Kenntnis in Nachweis zu bringen. Sollte es zu einem Bußgeldbescheid kommen so dürfen Sie mit einer Strafe im unteren 3-stelligen Bewei rechnen. Durch eine Selbstanzeige verschaffen Sie sich hier keine besonderen Vorteile.

Wenn der Sanitärbetrieb seine Arbeit ordnungsgemäß geleistet hat, dann müssen Sie diesen leider auch bezahlen. Der erste Schritt sollte aber trotzdem sein, dass Sie den Fliesenleger zur Nachbesserung (unter Fristsetzung) auffordern. Sollte dieser sich trotz Fristsetzung nicht melden, dann sollte ein neuer Handwerker beauftragt werden. Rechtlich können Sie dann vom Fliesenleger Schadensersatz fordern.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank ***** *****! Einiges ist mir klarer geworden.

Gerne!

RASchiessl und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.