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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3052
Erfahrung:  Juristischer Mitarbeiter at ProfDrPannenRAe
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Hallo, es geht um ein Angebot einer Umzugsfirma, ich habe

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, es geht um ein Angebot einer Umzugsfirma, ich habe unterschrieben habe aber keine Auftragsbestätigung, danach kam heraus, dass lauter Fehler (falsche Mehrwertsteuer, fehlende Posten, falsch berechnete Menge) darin waren und ein neues viel teureres Angebot kam. Auf Rückfrage hieß es (zurecht laut Agb) ein Rücktritt koste 30% der Auftragssumme (Dez. 2020). Ich schrieb einen ordentlichen Rücktritt per Einschreiben. Heute kam die Rechnung mit 7 Tage Frist. Aber ist ohne Auftragsbestätigung und bei "Täuschung" überhaupt ein rechtskräftigen Vertrag zustande gekommen? Vielen Dank ***** ***** Grüße
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Baden-Württemberg
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Das die Firmeninhaber mich nach meinem Einschreiben am Telefon beleidigt hat, kann ich ja aber nicht beweisen. Danke.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Bitte teilen Sie mir ergänzend mit: Wer hat die Fehler verschuldet? Beruhen diese auf einer Fehlkalkulation des Umzugsunternehmers? Oder haben Sie den Auftragsumfang im Nachhinein verändert?

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Die Fehler lagen bei der Firma. Die Mehrwertsteuer wurde nach Tarif 2020 berechnet, obwohl klar war, dass der Umzug Januar 2021 stattfindet. Es fehlten von mir klar verlangte Leistungen, wie die Parkverborszone, die Transportkosten für den Sperrmüll fehlten, obwohl die Menge dessen aufgelistet war, diese allerdings auch zu hoch berechnet war.
Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Bekomme ich noch Antworten auch wenn ich nicht noch Geld für das Telefonat ausgeben kann? Sorry...

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

In diesem Fall müssen Sie den neu berechneten Betrag selbstverständlich nicht zahlen. Sie sind nur an das gebunden, was Sie mit dem Umzugsunternehmen vertraglich vereinbart haben. Das Umzugsunternehmen hat nicht nur kein Recht, den Vertragspreis einseitig abzuändern, sondern ist gar an den ursprünglich vereinbarten Preis gebunden. Sie können also wahlweise von dem Umzugsunternehmen verlangen, dass dieses den Umzug zu dem ursprünglich vereinbarten Preis durchführt, oder Sie lösen sich von dem Vertrag. Eine Rücktrittsgebühr von 30% darf das Umzugsunternehmen Ihnen in diesem Fall nicht berechnen. Schließlich haben nicht Sie, sondern das Umzugsunternehmen sich nicht an die vertragliche Vereinbarung gehalten.

Ich empfehle Ihnen danach, dem Umuzugsunternehmen schriftlich (per Einschreiben) mitzuteilen, dass Sie die Durchführung des Umzuges zum vertraglich vereinbarten Preis verlangen und mit der Preiserhöhung nicht einverstanden sind. Für den Fall, dass das Umzugsunternehmen nicht zur Durchführung des Umzugs zum vereinbarten Preis bereit ist, fordern Sie dieses vorsorglich zur Erstattung des Geldbetrages auf. Sollte das Umzugsunternehmen nicht reagieren, so beauftragen Sie ienen Anwalt damit, Ihre Ansprüche durchzusetzen.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
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Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Nun, der Fall stammt doch von Januar und ich bin von dem ersten Angebot ja fristgerecht zurückgetreten, weil mir dieses geschilderte Geschäftsgebahren suspekt vorkam, nun verlangen die 7 Monate nachdem ich schon mit jemand anders umgezogen bin diese 30% des ersten Angebots. Punkt ist, ich hätte das erste samt AGB ja unterschrieben, bin aber der Meinung, dass zu einem Vertragsabschluss doch die Unterschrift beider Seiten nötig sind, oder nicht? Die Firma hat ja die Annahme meines Auftrags nicht bestätigt.

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Natürlich gehört zu einem Vertragsabschluss eine beiderseitige Unterschrit. Sie sind an Ihre Unterschrift nur in Bezug auf das Preisangebot gebunden, welches Ihnen zuvor unterbreitet wurde. Einer Preisänderung hiernach müssen Sie nicht zustimmen und Ihre Unterschrift gilt für diese auch nicht.

In diesem Fall können Sie sich auf § 150 Abs. 2 BGB berufen. Dieser sieht vor:

"Eine Annahme unter Erweiterungen, Einschränkungen oder sonstigen Änderungen gilt als Ablehnung verbunden mit einem neuen Antrag."

Wenn das Umzugsunternehmen Ihrem Angebot mit einer Preiserhöhung begegnet ist, so handelt es sich dabei um eine Ablehnung Ihres Antrages. Ein Vertrag ist damit nicht zustande gekommen und Sie können dem Umzugsunternehmen ohne Weiteres absagen.

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Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Gilt das was Sie schreiben auch, wenn die Frau dann zugab den Umzug für die zuerst angegebenen Kosten zu machen? Trotzdem gibt es von der Firma keine schriftliche Zusage auf meine Unterschrift auf dem ersten Angebot

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Dasselbe gilt, wenn nach der Preiserhöhung ein Zugeständnis gemacht wurde. Denn eine Preiserhöhung bleibt eine Ablehnung des Antrages, die nicht rückgängig gemacht werden kann.

Damit besteht seitens des Kunden keine Bindung mehr an das Angebot.

Bitte abschließend noch bewerten. Vielen Dank.

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Vielen Dank, ***** *****

Gern geschehen.

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Kianusch Ayazi und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Jaha...