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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 37092
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag Fr. ,Haus mit 2 Mietparteien (einer davon

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag Fr. Wilson,Haus mit 2 Mietparteien (einer davon Vermieter), getrennte Wohnungen, Mieter
Fachassistent(in): Gibt es eine Kopie des Vertrages?
Fragesteller(in): Es gibt keinen Mietvertrag, Mieterin ist Tochter und soll ausziehen. Welche Kündigungsmöglichkeiten gibt es?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Mieterin (Tochter) beschädigt/ entfernt Teile der Wohnung (Einbauküche) welche Eigentum des Vermieters sind. Wurde in der Vergangenheit bereits handgreiflich gegenüber dem Vermieter. Mietzahlungen erfolgten sporadisch, stets in bar, es gibt keinerlei Verträge.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie können einmal den MIetvertrag fristlos kündigen, wenn die Mieterin das Inventar beschädigt und dem Vermieter gegenüber handgreiflich wird.

EIne fristlose Kündigung ist auch dann möglich, wenn die Miete unpünktlich gezahlt wird oder aber ein Rückstand von 2 oder mehr Monatsmieten besteht. Bei einer fristlosen Kündigung wegen einer unpünktlichen Zahlung ist aber eine erfolglose Abmahnung erforderlich.

Schlussendlich können Sie auch den MIetvertrag ohne Begründung dafür mit einer um 3 Monate verlängerten Kündigungsfrist auch nach § 573a BGB ordentlich kündigen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für die schnelle Antwort Herr Schiessl,gelten die ersten beiden Aussagen von Ihnen auch mit dem gegebenen Sachverhalt, dass KEIN Mietvertrag (in jeglicher Form) besteht?Wenn ja, könnten Sie den dazugehörigen Paragraphen nennen, damit dieser im Kündigungsschreiben aufgeführt werden kann?Besteht hier für den Mieter in irgendeiner Form Anspruch auf Gewohnheitsrecht oder ähnliches, da das "Mietverhältnis" bereits über 10 Jahre andauert.Mit freundlichen Grüßen
Michelle Zuischko

Sehr geehrter Ratsuchender,

natürlich. Ein Mietvertrag kann auch mündlich oder sogar durch schlüssiges Verhalten zustande kommen.

Die einschlägige Norm für eine Kündigung aus wichtigem Grund ist § 543 BGB.

Ein Gewohnheitsrecht steht einer Kündigung aus wichtigem Grund nicht entgegen. Sie können auch dann aus wichtigem Grund kündigen wenn der Mietvertrag schon 10 Jahre besteht.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank.
Dann noch eine Frage zu dem Kündigungsschreiben nach §543 BGB:
1) Muss die Kündigung direkt der Mieterin gegeben werden? Wenn ja, sollten Zeugen anwesend sein? Kann die Kündigung per Einschreiben geschickt werden? Ist per Einschreiben von Vorteil (dann hat man ja bereits den Nachweis des Eingangs der Kündigung)?
2) Sollte die Mieterin der Kündigungsfrist dann nicht nachkommen so kann eine einfache Anzeige/ Räumungsklage oder ähnliches folgen, richtig?

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Kündigung muss nachweisbar der Mieterin übergeben werden. Das bedeutet entweder muss ein Zeuge anwesend sein oder aber Sie schicken die Kündigung als Einwurfeinschreiben.

Wenn die Mieterin der Kündigung nicht nachkommen will, dann wäre der nächste Schritt die Räumungsklage.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.