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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 38336
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Ich brauche rechtliche Beratung bzgl. eines Vorkommnisses

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich brauche rechtliche Beratung bzgl. eines Vorkommnisses auf der Arbeit. Ich arbeite mit Kindern. Mir wird von einem Kollegen vorgeworfen, etwas gesagt zu haben, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob es mir im Affekt raus gerutscht ist oder nicht. Jetzt ist daraus ein richtig großer "Ball" geworden. ...
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Berlin
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ich könnte die Situation schildern.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

schildern Sie den Sachverhalt bitte etwas näher!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 2 Tag.
Mitte März gab es einen Vorfall. Ich arbeite mit kleinen Kindern. Als ich ein Kind zum Wickeln hoch nahm (Brust zu Brust) beugte es sich sehr schnell über den Rücken nach hinten. Ich wollte das Kind nicht fallen lassen und stützte es mit meinen Händen so ab, dass es näher an mich heran kam und ich das Kind sicher auf dem Arm hatte. Das Kind griff mir in den Nacken und kratze mich stark am Hals. Ich war darüber so erschrocken, dass ich das Kind absetzen wollte. Dabei warf sich das Kind zu Boden und schrie. In diesem Moment habe ich wohl im Affekt etwas gesagt, dass ich wohl besser nicht gesagt haben sollte. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich dass gesagt habe oder nicht. (Ich denke, dass ich gesagt habe: Dann verstinke noch in deiner Windel. -Bedeutet ich wickele dich halt später, verteile den Duft... Ein Kollege, der etwa 2 m abseits stand, verstand etwas anderes und macht mir nun große Vorwürfe. Er sprach mich nach einer Weile auf die Situation an und konfrontierte mich mit seinem Gehörten: Dann ersticke doch in deiner Windel. Darüber war ich sehr erschrocken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das gesagt habe. Oder vielleicht doch im Affekt? Ich weiß es einfach nicht! Am nächsten Tag schilderte ich den betreffendem Vater die Situation aus meiner Sicht und stellte auch beide Sätze dar. Ich sagte: Wenn es mir rausgerutscht worden sein sollte, dann entschuldige ich mich dafür vielmals, dann tut mir das unendlich leid. Der Vater fand gut, dass ich damit so offen umgehe. Damit war für ihn und auch für mich die Sache eigentlich erledigt. Es erfolgte aber auch noch eine Meldung an die Kitaaufsicht, in der auch beide Aussagesätze als gegensätzliche Aussagen enthalten sind. Der Kollege war einen Tag später für längere Zeit erkrankt. Somit konnte zunächst kein erneuter Austausch darüber stattfinden. Nun ist nach Wochen am Mittwoch ein Gespräch mit der Kitaleitung, dem Kollegen und mir eskaliert. Er will nun andere Schritte einleiten, was immer das bedeuten mag. Er möchte, dass ich ganz klar sage: Ja, ich habe das gesagt. Das kann ich aber nicht, da ich mir nicht sicher bin. Ich habe mehrfach gesagt: Wenn mir das rausgerutscht ist, dann tut mir das Leid. Das reicht ihm jedoch nicht aus.
Was sollte ich tun? Meine Chefin sagt, dass ich noch einmal das Gespräch mit dem Kollegen suchen sollte. Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist. Er hat mich mehrfach angebrüllt. Das möchte ich nicht noch einmal erleben.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Arbeitsrechtliche Sanktionsmaßnahmen drohen Ihnen unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsangaben nicht.

Es steht nämlich überhaupt nicht fest, ob der Satz - so wie der Kollege ihn verstanden hat - gefallen ist.

Dann aber kann dieses Vorkommnis nicht Anknüpfungspunkt für eine Sanktion seitens des AG sein, denn eine solche Sanktionsmaßnahme (etwa eine Abmahnung) darf nicht auf Verdachtsbasis erfolgen, sondern der zugrunde liegende Sachvarhalt muss objektiv feststehen, und das ist hier zweifelsfrei nicht der Fall!

Um in Ihrem Verhältnis zu dem Kollegen zu einer Deeskalation zu kommen, ist es aber in der Tat angeraten, dass Sie noch einmal das klärende Gespräch mit diesem suchen.

Zeigt dieser sodann noch immer kein Einlenken, so hat Ihr AG aufgrund seiner Ihnen geschuldeten Schutz- und Fürsorgepflicht weitere Angriffe des Kollegen zu unterbinden.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Tag.
Vielen Dank für das nette Gespräch. Kann ich ein Gespräch mit dem Kollegen auch ablehnen?

Natürlich! Rechtlich verpflichtet sind Sie hierzu nicht, es steht Ihnen gänzlich frei, ob Sie mit ihm reden möchten oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt