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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 11289
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Ich lebe mit meinen Söhnen ( 7 und 11 Jahre) > alleine, für

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich lebe mit meinen Söhnen ( 7 und 11 Jahre)
> alleine, für den Kleinen habe ich das alleinige Sorgerecht, bei dem
> Großen das gemeinsame Sorgerecht. Die Kinder sind von verschiedenen
> Vätern. Zum Problem: Seit Jahren ist die Situation zwischen meinem
> großen Sohn und mir schwierig, es gibt öfter Konflikte und
> Schwierigkeiten. Ich habe seit mehr als 2,5 Jahren versuche ich Hilfe
> und Unterstützung zu bekommen vom Jugendamt, bei Psychologen,
> Erziehungsberatungsstelle. Leider passierte bis März 2021 nicht viel, da
> der Vater meines Sohnes das Problem nicht sehen wollte bzw die
> Kooperation/Unterschriften verweigerte. Bis März gab es auch nur sehr
> sporadisch Umgang, dessen Absprache immer sehr schwierig war. Ein
> richtiges Interesse des Vaters an seinem Sohn ließ sich nur schwer
> erkennen. Im März wurde beim Jugendamt endlich wieder eine bindende
> Umgangsregelung festgehalten (alle drei Wochen von Freitag- bis
> Sonntagabend), keine Ferien beim Vater mit der Begründung öfter ginge
> nicht und Urlaub in den Ferien hätte er nur im Sommer (Urlaub mit
> Freundin und deren Sohn; unser Sohn könne nicht mit). Weiterhin hat er
> zu diesem Zeitpunkt dem Antrag auf Erziehungshilfe beim Jugendamt
> zugestimmt und uns wurde eine sozialpädagogische Familienhilfe
> bewilligt. Diese kommt auch regelmäßig zu uns und hat festgestellt, dass
> die Situation sehr angespannt ist und ich an den Grenzen der
> Überforderung stehe. Man hat mir zu einer räumlichen Trennung geraten.
> Im ersten Ansatz war die Rede von Tagesgrupoen evtl. stationäre
> Unterbringung in der Kinder- und Jugendpsychatrie, umfassende Diagnostik
> durch die Kinder- und Jugendpsychatrie. Mittlerweile ist die Situation
> eskaliert und mein Sohn ist mir gegenüber handgreiflich geworden, ebenso
> gegenüber seinem kleinen Bruder. Nun ist durch die SPFH geklärt worden,
> dass der Vater unseren Sohn aufnehmen würde, aber einer einer
> Unterbringung in einer teil- bzw. stationären Einrichtung nicht zustimmt
> (Gründe unbekannt). Nun steht ein Hilfeplangespräch an, bei dem
> entschieden werden soll, dass unser Sohn zu seinem Vater ziehen soll und
> der Lebensmittelpunkt dorthin verlagert werden soll. Auch die Schule
> soll noch 1-1,5 Monate vor Schuljahresende gewechselt werden. Mir sagte man, auch
> wenn ich Bedenken gegen diese Lösung mit dem Umzug zum Vater hätte, wäre
> es die einzige tragbare Lösung und ich sollte sie als Entlastung und
> Chance sehen. Ich persönlich sehe diese Lösung sehr kritisch, da Vater
> und Sohn noch nie länger als 5-6 Tage zusammen waren, das Interesse des
> Vaters wenig erkennbar war, bislang jeder von mir gesuchte Weg seit zwei
> Jahren der heutigen Situation vorzubeugen boykottiert wurde. Die
> Kommunikation zwischen uns Eltern total gestört ist und auch mit unserem
> Sohn außerhalb des Umgangs wenig Kontakt herrscht. Außerdem war der
> Scheidungsgrund häusliche Gewalt, die vom Kind gesehen wurde, aber sich
> nicht gegen das Kind richtete. Was kann ich momentan noch tun? Ich
> möchte dem Umzug nicht zustimmen, aber die SPFH rät mir dazu, da es
> andernfalls auf ein Gerichtsverfahren hinauslaufen würde und man meinte,
> dabei würde ich Teile des Sorgerechts verlieren. Habe ich eine Chance
> diesen Umzug zu verhindern? Könnte unser Sohn in eine andere
> Unterbringung ziehen, um die Situation zu entspannen? Mit welchen
> Konsequenzen muss ich rechnen, wenn ich nicht kooperiere? Mir geht es
> mit dieser Situation emotional sehr schlecht. Ich möchte meinen Sohn
> nicht verlieren.

Sehr geehrter Fragesteller,

was ist denn aus Ihrer Sicht die bessere Alternative? Bzw. was spricht objektiv gegen einen "Versuch mit dem Vater" ?

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass,objektiv betrachtet spricht nicht viel dagegen. Außer dass unser Sohn aus seiner vertrauten Umgebung genommen wird und er voll berufstätig ist, so dass unser Sohn viel bei den Großeltern wäre, zu denen er kaum Kontakt hatte.
Alle Versuche der jetzt eingetretenen Situation vorzubeugen ( Diakonie, Psychologe, KJPP) wurden von dem Vater boykottiert.Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben und für den Nachtrag.

Der Grundsatz ist, dass ein Kind vorrangig bei einem Elternteil unterzubringen ist, als in einer fremden Einrichtung. Voraussetzung hierfür ist, dass der Elternteil zur Aufnahme bereit ist und das Kindeswohl dadurch nicht gefährdet ist.

Ich befürchte, dass die Argumente, vor allem die häusliche Gewalt, nicht ausreichend sein werden, um eine Kindeswohlgefährdung zu begründen, zumal sich die Gewalt damals, wie von Ihnen selbst vorgetragen, nicht gegen das Kind gerichtet hat.

Sie könnten allenfalls darlegen und beweisen, z.B. durch ein Gutachten, dass die Unterbringung des Kindes in einer "neutralen" Einrichtung für das Kindeswohl besser ist. Sollte dies nicht möglich sein und Sie sich sträuben, dem Umzug zuzustimmen, wird man (JA mit Hilfe des Gerichts) das sog. Aufenthaltsbestimmungsrecht entziehen und das Kind dann, wie beabsichtigt, beim Vater unterbringen.

Gern stehe ich Ihnen für eventuelle Rückfragen zur Verfügung. Wenn keine Fragen mehr bestehen, sind Sie bitte so freundlich und geben eine Bewertung (3-5 Sterne) ab. Vielen lieben Dank !

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie zu der ausführlichen Antwort noch Nachfragen ?

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass,vielen Dank für Ihre Antwort.
Die SPFH hat anfangs mir gegenüber eine Unterbringung in einer Tagesgruppe bzw. der KJPP empfohlen, nach einem Gespräch mit dem Vater war diese Option nicht mehr relevant, da der Vater eine teil-/ vollstationäre Unterbringung ablehnt.
Bei einer Vorstellung bereits vor zwei Jahren hatte man mir in der KJPP bereits den Behandlungsbedarf aufgezeigt, nur lag vom Vater keine Eiinwilligung vor, so dass eine abschließende Diagnostik und somit belastbare Ausgangslage nicht geschaffen werden konnte.Wenn ich die Lage jetzt richtig einschätze, werden all meine Bemühungen Hilfe und Unterstützung zubekommen, um die jetzt eingetretene Situation im Vorwege zu verhindern, nicht in die Beurteilung einbezogen. Das JA war bereits vor 2,5 Jahren involviert und sich nicht wirklich gekümmert.Mit anderen Worten ist der Kindsvater, der bis vor wenigen Wochen nicht bereit war, etwas für sein Kind zu tun bzw. überhaupt Schwierigkeiten zu sehen, nun derjenige, der als geeignete Person die Betreuung übernehmen soll. Emotional ist das ein Affron.Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn das Kindeswohl bei einer "Unterbringung" beim Vater nicht gefährdet ist, wäre diese Option zu favorisieren.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

kann ich Ihnen noch weiter behilflich sein ?

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

wenn es keine weiteren Fragen mehr gibt, teilen Sie doch bitte mit, was dennoch eine Bewertung entgegensteht. Sind Sie zumindest so freundlich und geben uns eine Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass,unser Sohn möchte nicht dauerhaft zu seinem Vater, zumindest äußert er sich zur Zeit so.
Ist diese Lösung endgültig oder könnte unser Sohn auch wieder in meinen Haushalt zurückkehren? Kann ich auf eine psychologische Diagnostik bestehen, auch wenn der Vater diese ablehnt?Mit freundlichem Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

ob es endgültig ist kommt auf die Vereinbarungen an. Es besteht aber natürlich jederzueit die Möglichkeit, wenn der Sohn zu Ihnen zurück möchte, einene entsprechenden Antrag beim Gericht zu stellen.

Ein Gutachten wird man nur einholen, wenn es für einen "Bedarf" Anhaltspunkte gibt.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 16 Tagen.
Sehr geehrte Frau Grass,Was darf ich unter „Bedarf“ verstehen?Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Fragesteller,

z.B. wenn der Sohn nachweisbar psychische Probleme hat, die für die Beantwortung, wo er zukünftig wohnt, von Relevanz sind oder der Sohn dringend einer Therapie zugeführt werden müsste.

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

teilen Sie doch nun, nachdem ich alle Ihre Fragen gerne beantwortet habe, mit, was der Abgabe einer Bewertung durch Sie entgegensteht !

Mit freundlichen Grüßen
RA Grass

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