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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 38465
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Leider muss ich mich noch einmal melden. Die betreffende

Diese Antwort wurde bewertet:

Leider muss ich mich noch einmal melden. Die betreffende Familie stellt jetzt wieder Pflichtteilsansprüche an das Erbe meiner Mutter, was ihnen rein gesetzlich ja auch zusteht. Weil ich aber das Schriftstück meines verstorbenen Bruders gefunden habe, wollte ich es gegen rechnen. Mein hiesiger Anwalt meint, es sei juristisch nicht leicht einzuordnen. Deshalb einmal der Wortlaut: Ich, Jürgen Hennig, erkläre hiermit, dass ich meinen Anteil am Grundstück Lichtetalstrasse 81 von meinen Eltern ausbezahlt bekommen habe und keinerlei Rechte mehr an diesem Grundstück habe.(Datum 26.7.1986, Unterschrift)
Als was ist dieses Schriftstück vor Gericht zu gebrauchen? Ein Grundbuchaustrag erfolgte nicht, wahrscheinlich weil man keine schlafenden Hunde in der DDR hinsichtlich des Ausreiseantrages wecken wollte. Vielen Dank ***** ***** Grüße- B. Schütz

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Die abgegebene privatschriftliche Erklärung stellt eine Urkunde dar.

Als solche kommt der Erklärung vor Gericht die Beweiskraft des § 416 ZPO zu:

https://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__416.html

Ist nun diese Erklärung noch zu Zeiten der früheren DDR abgegeben worden - und so verstehe ich Ihre Sachverhaltsangaben -, so schmälert dies in keiner Weise den Beweiswert der Urkunde.

Die Erklärung stellt auch keinen formellen Erbverzicht dar, der der notariellen Beurkundung bedurft hätte (§ 2348 BGB), denn Ihr verstorbener Bruder erklärt, dass er von seinen Eltern ausbezahlt wurde und keine Rechte mehr an dem Grundstück inne hat.

Exakt über diesen Umstand kann die Urkunde im Fallle eines Rechtsstreites vor Gericht auch Beweis erbringen!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Und wie schätzen sie die Erfolgsaussichten ein?

Ich schätze die Erfolgsaussichten als durchaus gut für Sie ein: Das Gericht wird auf der Grundlage seiner freien Beweiswürdigung gemäß § 286 ZPO:

https://dejure.org/gesetze/ZPO/286.html

die beigebrachte Urkunde beweisrechtlich würdigen, und es wird auch die sonstigen Umstände des Sachverhalts bei seiner richterlichen Überzeugungsbildung heranziehen und berücksichtigen.

Maßgeblich ist hier, dass der Erklärung der unmissverständlich artikulierte Wille Ihres Bruders entnommen werden kann, keine Ansprüch auf das Grundstück mehr zu erheben, da er bereist ausbezahlt wurde.

Zu dieser rechtlichen Wertung dürfte das Gericht ebenfalls gelangen.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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