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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 38342
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): BW; mir liegt Post von einem Inkassodienstleister vor.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Es geht darum, dass hier ein Betrag von einer Firma Primus GmbhFragesteller(in): Chat is completed

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Worum geht es konkret? Aus welchem Grund wird der Betrag geltend gemacht?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Sehr geehrter Herr Hüttemann,
meine Mutter hat die erste Mahnung am 17.12.20 bekommen zu einer Re vom 30.09.2020 (meine Mutter lebt aber seit November 2019 im Heim und ist dement. Sie kann also keine Bestellung aufgegeben haben.
Es sei denn, es wäre irgendeine wiederkehrende Verpflichtung, aber mein schrifliches Nachfragen zur Klärung der Lage blieb von der Firma Primus unbeantwortet. Per Telefon nicht zu Erreichen (nur für Bestellungen nimmt jemand ab!).
Nun schreibt die Inkassofirma paigo.
Was kann ich tun?
Freundliche Grüße
Viola Keller

Vielen Dank.

Ich werde Ihnen in einigen Minuten hier eine Antwort einstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Sie sind unter den mitgeteilten Umständen zu keinen Zahlungen verpflichtet, denn ein Vertrag ist offensichtlich überhaupt nicht begründet worden!

Weisen Sie daher die gegen Ihre Mutter geltend gemachte Forderung zurück, und lassen Sie sich durch mögliche Folgeschreiben nicht unter Zahlungsdruck setzen und einschüchtern.

Behauptet die Gegenseite einen angeblichen Vertragsschluss, der Sie zur Zahlung verpflichten soll, so ist der Anbieter hierfür voll beweispflichtig.

Das bedeutet, dass man Ihnen den Abschluss des angeblichen Vertrages ganz konkret nachweisen muss.

Es ist also nicht so, dass Sie beweisen müssten, dass Ihre Mutter keinen Vertrag abgeschlossen haben, sondern es verhält sich gerade umgekehrt: Die Gegenseite hat Ihnen nach den Regeln der Darlegungs- und Beweislast den Vertrag unter Beweis zu stellen.

Die schlichte Übersendung einer Rechnung oder Mahnung - wie hier - stellt keinen Vertragsnachweis dar!

Bestreiten Sie daher ausdrücklich einen Vertragsschluss, und fordern Sie die Gegenseite auf, Ihnen das Gegenteil zu beweisen, indem man Ihnen einen Vertragsnachweis übersendet.

Formulieren Sie Ihr Zurückweisungsschreiben wie folgt:

"Unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom... teile ich Ihnen mit, dass ich keinerlei Zahlungen leisten werde.

Den von Ihnen behaupteten Vertragsschluss bestreite ich hiermit ausdrücklich.

Sofern Sie gegenteiliger Ansicht sein sollten, obliegt allein Ihnen die volle Beweislast für einen vermeintlichen Vertragsschluss.

Sofern Sie mich weiterhin mich gänzlich unberechtigten Zahlungsaufforderungen überziehen sollten, behalte ich mir vor, Strafanzeige wegen versuchten Betruges zu erstatten."

Klicken Sie bitte die Sterne (3-5 Sterne) an, wenn Sie keine Nachfrage haben, denn nur dann erhalte ich von Justanswer die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.