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RABergmann
RABergmann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 368
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Guten Tag, kurze Zusammenfassung der Situation: * Besitzer

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,kurze Zusammenfassung der Situation:
* Besitzer der Blaue Karte, die im April abgelaufen ist.
* Im November 2020 halben Jahr habe NLE mit sämtlichen Unterlagen beantragt, wofür auch Bestätigungsemail bekommen habe.
* Im Februar 2021 habe Ausländerbehörde kontaktiert, da immer noch keine Rückmeldung gab.
* Im Mai habe endlich eine Antwort von Ausländerbehörde bekommen, wo gesagt wird, dass sie meinen Antrag nie gesehen haben. Dabei wurde mir eine Frist gestellt: bis Ende der Woche müssen alle Unterlagen erneut vorbereitet und hochladen werden. Außerdem wurde mir erzählt, dass meinen Antrag abgelehnt wird und ich die Gebühren dafür zahlen muss.Ich bin mit der ganzen Konstellation sehr unzufrieden, weil ich meinerseits alles richtig gemacht habe und verstehe nicht, warum sich die Ausländerbehörde so verhalten, als ob ich daran schuldig bin (dass ich damals die Unterlagen eingereicht habe, kann ich mit einer Bestätigungsemail von Ausländerbehörde nachweisen).Deshalb hätte ich ein paar Fragen:
1. Mir gefällt nicht, dass meine Unterlagen irgendwie verloren wurden. Wer haftet dafür? Meine Unterlagen beinhalten persönliche Daten und ich finde es unakzeptabel, dass mir einfach gesagt wird "uns liegt keine E-Mail oder Unterlagen von Ihnen vor". Was soll ich machen, damit zuständige dafür die Verantwortung haben?
2. Der Anwalt auf justanswer.de hat mir gesagt, dass ich trotzdem die Anforderung der Ausländerbehörde nachgehen muss, bzw. Unterlagen erneut schicken. Aber was passiert, wenn ich es nicht rechtzeitig (bis Ende der Woche) schaffe? [Das dauert ja, alle Unterschriften von Arbeitsgeber, Vermitere zu sammeln... Das ist nicht meine Schuld, dass ich wegen Verlust meines vorherigen Anrtags die Unterlagen erneut vorbereiten muss] Werde ich abgeschoben? (meine Blaue Karte ist noch im April abgelaufen)
3. Darf ich im Falle einer Ablehnung widersprechen und keine Gebühr zahlen? Ich verstehe nicht, warum ich Gebühre zahlen muss und die Ablehnung akzeptieren, da es nicht meine Schuld ist, dass meinen vorigen Antrage aus irgendwelchen Gründen von Behörden nicht gefunden werden kann und dass ich jetzt mich beeilen muss, um die neuen Unterlagen innerhalb von 7 Tagen vorzubereiten.
4. Darf ich die Anwaltkosten den Ausländerbehörden "in Rechnung stellen" wenn es zum Konflikt kommt? (denn wenn es kein Problem mit den Unterlagen gewesen wäre, hätte ich keinen Grund gehabt, den Anwalt zu kontaktieren usw)?Sorry für viel Text, wollte nur die Situation umfassend beschreiben.

Guten Tag,

1. Mir gefällt nicht, dass meine Unterlagen irgendwie verloren wurden. Wer haftet dafür? Meine Unterlagen beinhalten persönliche Daten und ich finde es unakzeptabel, dass mir einfach gesagt wird "uns liegt keine E-Mail oder Unterlagen von Ihnen vor". Was soll ich machen, damit zuständige dafür die Verantwortung haben?

Die Ausländerbehörde haftet. Sie können eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den zuständigen Sachbearbeiter einreichen. Dann wird es dem Vorgesetzten vorgelegt.

2. Der Anwalt auf justanswer.de hat mir gesagt, dass ich trotzdem die Anforderung der Ausländerbehörde nachgehen muss, bzw. Unterlagen erneut schicken. Aber was passiert, wenn ich es nicht rechtzeitig (bis Ende der Woche) schaffe? [Das dauert ja, alle Unterschriften von Arbeitsgeber, Vermitere zu sammeln... Das ist nicht meine Schuld, dass ich wegen Verlust meines vorherigen Anrtags die Unterlagen erneut vorbereiten muss] Werde ich abgeschoben? (meine Blaue Karte ist noch im April abgelaufen)

Beantragen Sie eine Fristverlängerung. Diese müsste gewährt werden.

3. Darf ich im Falle einer Ablehnung widersprechen und keine Gebühr zahlen? Ich verstehe nicht, warum ich Gebühre zahlen muss und die Ablehnung akzeptieren, da es nicht meine Schuld ist, dass meinen vorigen Antrage aus irgendwelchen Gründen von Behörden nicht gefunden werden kann und dass ich jetzt mich beeilen muss, um die neuen Unterlagen innerhalb von 7 Tagen vorzubereiten.

Ja gegen eine Ablehnung können Sie Rechtsmittel einlegen (Klage oder Widerspruch, das kommt auf das Bundesland an).

4. Darf ich die Anwaltkosten den Ausländerbehörden "in Rechnung stellen" wenn es zum Konflikt kommt? (denn wenn es kein Problem mit den Unterlagen gewesen wäre, hätte ich keinen Grund gehabt, den Anwalt zu kontaktieren usw)?

Wenn Sie Klage oder Widerspruch einreichen müssen und einen Anwalt dafür beauftragen muss die Ausländerbehörde die Kosten erstatten, sofern Sie den Fall gewinnen.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bergmann
Rechtsanwalt

RABergmann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für die schnelle Antwort, Herr Bergmann!Zu den Antworten wollte ich kurz nachfragen:
1. Braucht man einen Anwalt, um diese Beschwerde einzureichen? Bzw. gibt es eine Garantie, dass es von den Aufsichtsbehörden Aktionen vorgenommen werden, die den Grund eines Verlustes ermitteln und mir mitteilen?
2. Alles klar. D.h. man darf nicht meinen Antrag ablehnen nur aufgrund der Tatsache, dass nicht alle Unterlagen bereit sind?
3. Darf ich im Falle einer Ablehnung in Deutschland bleiben? (mein derzeitiger Aufenthaltstitel ist schon abgelaufen, derzeit gilt eine Fiktionswirkung) Bzw. darf man nach der Ablehnung zum Anwalt kommen und eine Klage bzw. ein Widerspruch an die Ausländerbehörde einreichen? Oder muss man diese Aktionen von Ausland aus vornehmen?
4. Verstanden. D.h. auch ein Widerspruch wird zur Sitzung vor dem Gericht führen, wo der Fall gewonnen werden muss?Offtop Frage: Herr Bergmann, ich habe Ihren Namen gegoogelt, um herauszufinden, ob sich Ihre Kanzlei in der Stadt befindet, wo ich mich aufhalte (München). Aber es sieht so aus, als ob Ihre Kanzlei in Berlin ist, richtig?

Für eine Dienstaufsichtsbeschwerde brauchen Sie keinen Anwalt.

Eine Garantie gibt es nicht.

2. Alles klar. D.h. man darf nicht meinen Antrag ablehnen nur aufgrund der Tatsache, dass nicht alle Unterlagen bereit sind

Nein, wenn Sie jetzt eine Fristverlängerung beantragen müsste die Ausländerbehörde das schon berücksichtigen.

3. Darf ich im Falle einer Ablehnung in Deutschland bleiben? (mein derzeitiger Aufenthaltstitel ist schon abgelaufen, derzeit gilt eine Fiktionswirkung) Bzw. darf man nach der Ablehnung zum Anwalt kommen und eine Klage bzw. ein Widerspruch an die Ausländerbehörde einreichen? Oder muss man diese Aktionen von Ausland aus vornehmen?

Man müsste die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs/Klage beim Verwaltungsgericht beantragen. Sofern dem Antrag stattgeben wird können Sie in Deutschland bleiben.

4. Verstanden. D.h. auch ein Widerspruch wird zur Sitzung vor dem Gericht führen, wo der Fall gewonnen werden muss?

Voraussichtlich ja.

Offtop Frage: Herr Bergmann, ich habe Ihren Namen gegoogelt, um herauszufinden, ob sich Ihre Kanzlei in der Stadt befindet, wo ich mich aufhalte (München). Aber es sieht so aus, als ob Ihre Kanzlei in Berlin ist, richtig?

Ja ich bin in Berlin und bundesweit tätig.