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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 38336
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Es geht um eine Forderung von einem inkassobüro von über

Diese Antwort wurde bewertet:

Es geht um eine Forderung von einem inkassobüro von über 2066,36€ von einer im Internet bezogenen Leistung von der ich keine Kenntnis hab das die jemals genutzt haben soll.
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Niederösterreich
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Die internetfirma der ich das geld schulden soll heißt webmido gmbh

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind unter den mitgeteilten Umständen zu keinen Zahlungen verpflichtet, denn ein Vertrag ist offensichtlich überhaupt nicht begründet worden!

Weisen Sie daher die gegen geltend gemachte Forderung zurück, und lassen Sie sich durch mögliche Folgeschreiben nicht unter Zahlungsdruck setzen und einschüchtern.

Behauptet die Gegenseite einen angeblichen Vertragsschluss, der Sie zur Begleichung einer Forderung verpflichten soll, so ist der Anbieter hierfür voll beweispflichtig.

Das bedeutet, dass man Ihnen den Abschluss des angeblichen Vertrages ganz konkret nachweisen muss.

Es ist also nicht so, dass Sie beweisen müssten, dass Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, sondern es verhält sich gerade umgekehrt: Die Gegenseite hat Ihnen nach den Regeln der Darlegungs- und Beweislast einen Vertrag unter Beweis zu stellen.

Die schlichte Übersendung einer Rechnung oder Mahnung stellt keinen Vertragsnachweis dar!

Kann die Gegenseite diesen Nachweis aber nicht erbringen, müssen Sie selbstverständlich auch nicht zahlen.

Bestreiten Sie daher nun vorab per E-Mail und anschließend nachweisbar (Einschreiben) ausdrücklich einen Vertragsschluss, und fordern Sie die Gegenseite auf, Ihnen das Gegenteil zu beweisen, indem man Ihnen einen Vertragsnachweis übersendet.

Formulieren Sie Ihr Zurückweisungsschreiben wie folgt:

"Unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom... teile ich Ihnen mit, dass ich keinerlei Zahlungen leisten werde.

Die von Ihnen geltend gemachte Forderung bestreite ich hiermit ausdrücklich.

Sofern Sie gegenteiliger Ansicht sein sollten, obliegt allein Ihnen die volle Beweislast für einen vermeintlichen Vertragsschluss.

Sofern Sie mich weiterhin mich gänzlich unberechtigten Zahlungsaufforderungen überziehen sollten, behalte ich mir zudem vor, Strafanzeige wegen versuchten Betruges zu erstatten.

Datum/Unterschrift"

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Schreibe ich jetzt an das Inkasso büro?

Ja, das Schreiben müssen Sie an das Inkassobüro richten!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Was mach ich wenn sie einen Nachweis erbringen, wenn ich sozusagen in eine abbofalle getappt bin ohne es zu merken?

Der Nachweis wäre dann ebenfalls nicht zu führen, denn wenn Sie in eine Abo-Falle geraten wären, so unterläge der Vertrag der Anfechtung wegen arglistiger Täuschung.

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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