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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 38443
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren Fachassistent(in): In welchem

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben im Jahr 2019 eine Reise nach Polen gebucht, welche durch Corona bisher nicht erfolgte. Jetzt soll diese Reise am 25.05.21 erfolgen. Kann man jetzt uneingeschränkt nach Polen reisen? Was kann man tun, wenn man die Reise nicht antreten möchte, weil es noch zu gefährlich ist? Wir sind erst 1x geimpft und mein Mann hatte 3 Infarkte und bekam 5 Beipässe. Mit freundlichen Grüßen Martina Wermke
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Wir haben schon mit dem Reiseveranstalter ( Happy Day Touristik Berlin) gesprochen. Die Mitarbeiter meinen, dass es keine Bedenken gibt nach Polen zu reisen. Wie können wir einen unbeschwerten Urlaub unter diesen Bedingungen machen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Sie sind berechtigt, unter den gegebenen Umständen von dem Reisevertrag zurückzutreten, und sofern Sie bereits eine Anzahlung geleistet haben, so ist Ihnen diese in voller Höhe zurückzuerstatten.

Nach wie vor liegt nämlich eine offizielle Reisewarnung der Bundesregierung für Polen vor:

https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/polen-node/polensicherheit/199124

Nach der jüngeren Rechtsprechung zum Rücktritt von einem Reisevertrag zu Corona-Zeiten gilt, dass ein Reiseveranstalter zur Rückzahlung des kompletten Reisepreises verpflichtet ist, wenn ein Kunde die gebuchte Reise vor Reiseantritt storniert und zu diesem Zeitpunkt bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Corona-Virus im Reisegebiet bestand. (Amtsgericht Frankfurt a. M., Urt. v. 11.08.2020, Az.: 32 C 2136/20 (18)).

Es reicht also bereits eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine Infektion, und die Rechtsprechung fordert nicht einmal eine offizielle Reisewarnung für das Zielland.

Da im Falle Polens eine solche vorliegt, sind die Voraussetzungen der Rechtsprechung für einen Rücktritt von dem Vertrag hier zweifelsfrei erfüllt.

Erklären Sie daher nachweisbar (Einschreiben) unter ausdrücklicher Berufung auf die dargestellte Rechtslage den Vertragsrücktritt!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen? Gibt es (technische) Probleme bei der Bewertung?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Nach Rücksprache mit dem Reiseveranstalter werden 60% des Gesamtbetrages einbehalten, wenn wir die Reise stornieren. Nach Ihren Informationen ist das dann ja auch nicht rechtlich erlaubt. Sehe ich das richtig?

Ja, völlig richtig. Nach der oben aufgezeigten Rechtsprechung können Sie stornofrei von dem Vertrag zurücktreten.

Ein Einbehalt ist daher nicht rechtens.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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