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OliverF428
OliverF428, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 39
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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OliverF428 ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe gerade eine Email von dem

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich habe gerade eine Email von dem Prüfungsausschuss meiner Universität erhalten mit der Anschuldigung einen Täuschungsversuch unternommen zu haben und ich weiß leider nicht was ich tun soll.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Die Klausur war im Fach Strafvollzugsrecht und wir dürfen Gesetz mit in die Klausur nehmen. Der in Frage stehende Täuschungsversuch bezieht sich darauf dass ich nach Angaben einen Text im Gesetz abgeschrieben hätte

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

Danke für Ihre Anfrage.

§ 18 Abs. 1 Neufassung der Schwerpunktbereichsprüfungsordnung der Fakultät für Rechtswissenschaftder Universität Hamburg (v. 07. November 2007) gibt hierbei Aufschluss.

Es kann mangels weiterer Angaben abschließend nicht beurteilt werden, ob die Schwerpunktsbereichsprüfungsordnung einschlägig ist. Jedoch dürfte dieser Passus in vergleichbarer Weise in anderen Prüfungsordnungen zu finden sein.

Auszugsweise ergibt sich:

"Versucht ein Prüfling, das Ergebnis seiner Prüfungs-leistung durch Täuschung, insbesondere durch Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel, zu beeinflussen, wird diebetreffende Prüfungsleistung mit „ungenügend“ bewertet. Ein Prüfling, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von der jeweiligen Veranstalterin oder vomjeweiligen Veranstalter oder der Aufsicht führenden Personvon der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossenwerden; in diesem Fall wird die Prüfungsleistung mit „ungenügend“ bewertet. Der Prüfling kann innerhalb einer Woche verlangen, dass die Entscheidung vom Prüfungsausschuss überprüft wird. Die Entscheidungen sind dem Prüfling unverzüglich mitzuteilen. Belastende Entscheidungen sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrungzu versehen."

Bei ihrem geschilderten Sachverhalt handelt es sich um die Nutzung zugelassener Hilfsmittel. Sofern sie sich hierbei der wörtlichen Wiedergabe eines Gesetzestextes bedienen, kann hierin kein Täuschungsversuch zu sehen sein. Insbesondere ist nicht ersichtlich wie die wörtliche Wiedergabe eines Gesetzestextes die Lösung einer komplexen Rechtsaufgabe darstellt.

Es wäre daher ratsam, dass Sie diese Entscheidung vor dem Prüfungsausschuss überpüfen lassen. Weiterhin müsste der Entschluss der Täuschungsannahme rechtsmittelfähig sein.

Ich hoffe, dass Ihre Anfrage beantwortet ist. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen zur Verfügung.

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Hallo vielen Dank für ihre Antwort. Mir wurde eine Frist zur Stellungnahme gegeben, wie kann ich am besten eine Stellung dazu nehmen. Ich habe den Text während der Vorbereitung auswendig gelernt weil es alle Punkte die in der Vorlesung aufgezählt wurden beinhaltete und das wurde als abschreiben angesehen. Mein Text war höchstwahrscheinlich fast 1:1 mit dem Text aber ich weiß nicht wie ich mich damit verteidigen kann.

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

Danke für Ihre Ergänzung.

Für eine abschließende rechtliche Prüfung ist die Art des Textes maßgebend. Bitte teilen Sie diesen mit.

Sofern es sich um einen Gesetzestext handelt, ist hierbei kein Fehlverhalten zu erkennen.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Der fragliche Text war der Einführungstext der dtv Ausgabe des Gesetzbuches und wir durften diesen mit in die Klausur mitnehmen und es wurde uns nichts zu den Einführungstexten gesagt. Wir durften sogar Markierungen und ähnliches benutzen in der Klausur. Also wir durften es vollumfänglichen nutzen. Ich weiß nicht ob es verboten ist einen Einführungstext eines Gesetzestextes in einer Klausur zu benutzen da wir diesen mit in die Klausur mitnehmen dürfen und ich gehe davon aus, dass die Professoren sich über diese Texte im klaren sind.

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

Danke für Ihre weiterführenden Ergänzung.

In Betracht käme hier ein Textplagiat oder eine ungekennzeichnete Paraphrasierung.

Die Besonderheit ist, dass sie sich eines erlaubten Hilfsmittels bedient haben.

Daher kann vermutet werden, dass das Hilfsmittel an sich nicht Bestandteil des Täuschungshandelns wird, sondern das Abschreiben an sich.

Sie trifft die Last des Anscheinsbeweises. Das heißt, dass der Anschein einer Täuschung bereits ausreicht. Hiernach müssen Sie selbst beweisen, dass Sie keine Täuschungshandllung begangen haben.

Nach eingehender Rechtsprüfung genügt die Äußerung nicht, dass Sie die Textpassage (nahezu) auswendig lernten. Es wird schlicht vermutet, dass Sie diese übernahmen.

Daher wäre folgendes Vorgehen ratsam:

Sofern Sie sich entscheiden, zu dem Vorfall Stellung zu beziehen (es wäre ratsam), schildern Sie den Sachverhalt aus Ihrer Sicht. Damit werden Sie aber aller Voraussicht nicht gehört und es ergeht ein negativer Bescheid des Prüfungsamtes. Hiernach haben Sie die Möglichkeit Rechtsmittel einzulegen.

Vermittelnd könnten Sie die Möglichkeit nutzen, dass Sie bereits in Ihrer Stellungnahme den Umstand des erlaubten Hilfsmittels erwähnen und so nur auf einen Punkteabzug hinwirken. Dabei könnten Sie auf die herausragende eigene Leistung Ihrer restlichen Arbeit hinweisen.

Sie sollten aber beachten, dass das Hauptargument der Gegenseite sein wird, dass es bei Klausuren um das Abfragen eigenständiger Leistungen geht. Es wird meines Erachtens sehr schwer diesen Umstand anhand Ihrer Schilderung zu enkräften.

Beachten Sie ferner:

Es ist ferner Ihre Prüfungsordnung zu beachten, denn ein Plagiat kann auch dazu führen, dass die deswegen nicht bestandene Arbeit nicht wiederholt werden darf. (VG Berlin, 26.09.2014, 12 K 978.13). Das kann abschließend nicht beruteilt werden.

Ich hoffe, dass Ihre Anfrage beantwortet ist.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
vielen Dank für ihre Antwort. "In der ersten Aufgabenstellung ging es um die Geschichte des Strafvollzugs. In der letzten Vorlesung vor der Klausur wurde vom jeweiligen Professor gesagt, dass die Geschichte des Strafvollzugs einen Schwerpunkt haben wird. Zur Vorbereitung dieses Themas vor der Klausur habe ich mich sehr Intensiv mit diesem Teil der Folien beschäftigt. Ich habe ein sehr großes Interesse an der Historie des Rechts daher hat es mich sehr interessiert. Da in der Vorlesung dieses Thema sehr ausgiebig besprochen wurde habe ich mich sehr auf dieses Gebiet konzentriert mit der Hoffnung, dass eine Aufgabenstellung dazu kommen würde. In der Vorbereitung für eine Klausur formuliere ich potenzielle Fragen die in einer Klausur drankommen könnten und versuche sie für mich selber so gut wie möglich zu beantworten. Dabei habe ich die Folien aus der Vorlesung, die Folien aus einem anderen Semester bei einem anderen Professor zu diesem Thema, einige Quellen aus dem Internet genutzt und der Einführungstext im Strafvollzugsgesetz welches ich als zugelassenes Hilfsmittel mit in die Klausur mitnehmen durfte. Wenn nötig kann ich ihnen auch meine Unterlagen zur Vorbereitung der Klausur zuschicken und sie werden erkennen, dass ein Täuschungsversuch außer Frage steht." Das ist meine bisherige Formulierung. Ich weiß nicht wie ich sonst mich verteidigen kann. Entweder akzeptiere ich den Vorwurf oder versuche mich irgendwie daraus zu reden.

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

dieser Entwurf scheint tauglich um eine Stellungnahme abzugeben.

Ich hoffe, dass Ihre Anfrage beantwortet ist.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich
Rechtsanwalt

OliverF428 und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
vielen Dank

Sehr gerne.

Viel Erfolg bei Ihrem weiteren Studium.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich
Rechtsanwalt