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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 36332
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Nach nur 9 Monaten Mietdauer kündigte der Vermieter an

Diese Antwort wurde bewertet:

Nach nur 9 Monaten Mietdauer kündigte der Vermieter an Sylvester 2019 die Wohnung wegen Eigenbedarf. Wir legten Widerspruch ein. Wir zogen nicht aus zum Kündigungstermin. Dann folgte Räumungsklage. Kurz vorm anberaumten Termin im September letzten Jahres zogen wir dann doch aus. Wir sind Familie mit 4 Kindern. Dann erfuhren wir, ich habe mich auch selbst davon überzeugt, dass der Vermieter, der selber im Haus wohnte(ein Haus mit drei Wohnungen), im Januar diesen Jahres zweihundert Kilometer weit weg umgezogen ist in ein anderes Einfamilienhaus. In seine Wohnung zogen die Leute aus dem Souterrain, die unter uns wohnten. Unsere ehemalige Wohnung steht bis heute leer. Und in die Souterrain Wohnung zogen wiederum komplett neue Leute.??? Wir fühlen uns betrogen. Was können Sie uns raten. Wir stellen uns Schadenersatz vor. Danke für Ihre kurze Mitteilung. Mfg. Jörg Haase
JA: Haben Sie eine E-Mail, eine Rechnung oder ein anderes Dokument im Zusammenhang mit dem Betrug?
Customer: Ich habe vom Einwohnermeldeamt die Bestätigung des Wegzuges des Vermieters aus dem Ort und seine neue Anschrift.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ja. Wir äußerten nach der Kündigung im Januar letzten Jahres den für uns begründeten Verdacht, dass unser Vermieter durch Dritte unter Druck gesetzt wurde uns die Wohnung zu kündigen. Am Wohnort davor versuchte man auch da (2017) unseren Vermieter ganz offensichtlichtlich zu zwingen uns gar unsere Wohnung fristlos zu kündigen unter fadenscheinigen Vorwürfen. Wir lebten leider in einem Umfeld in dem mit Drogen gehandelt wurde. Wir fühlten uns da natürlich nicht mehr wohl. Wir hatten Ärger mit gewissen Leuten aus diesem Milieu, die Nachbarn von uns waren. Diese bedrohten uns mehrfach. Ich war auch körperlichen Angriffen ausgesetzt. Wir wandten uns sogar an den schwarzen Ring. Aber alles ohne Erfolg. Man lauert uns dann an der neuen Adresse, wo wir wegen dem vermeintlichen Eigenbedarf gekündigt waren auf. Das war nur ein kleines Dorf. Meine Frau sah diesen ehemaligen Nachbarn aus dem Milieu mit seinem Auto im Ort. Man droht uns seit Jahren uns fertig zu machen. Niemand glaubt uns. Es ist ein perfide Spiel dass bei uns tatsächlich an die Substanz geht.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn nun in Ihrem Falle der Eigenbedarf tatsächlich nicht bestanden hat, also der Vermieter nicht in die Wohnung gezogen ist und die Wohnung leer stand und immer noch steht, dann haben Sie einmal nach § 823 I BGB einen Schadensersatzanspruch gegen den Vermieter. Zum Schaden zählen einmal die Umzugskosten, eventuelle Maklerkosten aber auch Mehrkosten bezüglich Ihrer neuen Wohnung.

Anspruchsgegner ist dabei allein der Vermieter der den Eigenbedarf vorgetäuscht hat.

Daneben hat sich der Vermieter aber auch strafbar gemacht. Wenn er Ihnen einen Eigenbedarf vortäuscht und Sie zum Auszug veranlasst hat, dann ist darin ein Betrug zu sehen.

Sie können den Vermieter also auch wegen des Verdachts des Betruges anzeigen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

MIt freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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