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OliverF428
OliverF428, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 42
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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OliverF428 ist jetzt online.

Ich soll die Schwangerschaftsvertretung für eine Kollegin

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich soll die Schwangerschaftsvertretung für eine Kollegin übernehmen, ein Projektmanagement, obwohl ich mich der Aufgabe mit meinem kleinen Kind nicht gewachsen fühle. Darf mein Chef mich dazu zwingen?
JA: Welche Schritte wurden bisher unternommen?
Customer: Meine eigentlichen Aufgaben wurden mir teilweise entzogen und ich werde eingearbeitet.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ja, wie steht es mit meiner Zielvereinbarung und meinen Aufstiegschancen, durch den Tätigkeitswechsel werden die hinfällig?

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich ist zu dem Weisungsrecht des Arbeitgebers nachstehende Information zu geben:

Gem. § 106 GewO (Gewerbeordnung) darf Ihr Arbeitgeber Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen. Das bedeutet, dass Sie die Arbeiten verrichten müssen, die der Arbeitgeber dem Grunde nach und nach Abwägung Ihrer Fätigkeiten für angemessen erachtet. (Weisungsrecht)

Jedoch ist hier auch der Arbeitsvertrag zu beachten, der von Ihnen und dem Arbeitgeber geschlossen wurde. Der Arbeitsvertrag begrenzt das Weisungsrecht.

Nennt Ihr Arbeitsvertrag als auszuübende Tätigkeit "Bürokaufmann/Bürokauffrau" sind nur solche Tätigkeiten vom ausgesprochenen Weisungsrecht gedeckt, die der Tätigkeit eines Bürokaufmanns oder einer Bürokauffrau entsprechen.

Sind Sie zum Beispiel als Koch/Köchin angestellt, dürfte der Arbeitgeber Sie nicht in der angeschlossenen Gärtnerei arbeiten lassen.

Sofern Ihre im Arbeitsvertrag vereinbarte Tätigkeit mit der Tätigkeit grundsätzlich übereinstimmt, die Sie während der Schwangerschaftsvertretung übernehmen müssten, könnte der Arbeitgeber dies anweisen. Dennoch sollte er dringend auf Ihre Fähigkeit und Ihre Belange Rücksicht nehmen. Hier wäre auch zu berücksichtigen, dass Ihre vertraglich vereinbarte Arbeitszeit dem neuen Arbeitspensum auch entsprechen sollte.

Das Entziehen und die Einarbeitung kann unter den o.g. Aspekten rechtens sein.

Zielvereinbarungen können aufgabenbezogene, verhaltensbezogene und entwicklungsbezogene Ziele darstellen. Unter Umständen kann sich eine Weigerung hier negativ auswirken. Es müsste individuell überprüft werden.

Aufstiegschancen hängen immer von einer Vielzahl von Umständen ab. Hierbei kann (muss nicht) es sich auch auswirken, wie Sie mit der neuen Situation umgehen.

Ich würde dringlichst anraten, dass Sie ein klärendes Gespräch mit dem Arbeitgeber führen und diesem Ihre Ängste aber auch die grundlegende Bereitschaft mitteilen.

Ich hoffe, dass meine Antwort weiterhelfen konnte. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Im Arbeitsvertrag steht Technischer Redakteur. Als Projektmanager empfinde ich mich als ungeeignet. Auch werde ich die kurzfristigen Termine aufgrund meiner Lebenssituation nicht einhalten können. Reicht das rechtlich als Ablehnungsgrund?
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Vielen Dank!

Sehr geehrte Ratsuchende,

sehr geehrter Ratsuchender,

ich danke ***** *****ür die Ergänzung.

Grundsätzlich sind Berufsbezeichnungen wie "Redakteur" und "-manager" nicht näher bestimmt. Es kann daher möglich sein, dass Ihre Aufgaben dergestalt kongruent sind.

Auf Ihre Frage:

Ihre subjektiven Ängste sollten Sie mit dem Arbeitgeber klären. Ein direkter Hinderungsgrund sind diese im vorliegenden Fall nicht.

Ich würde abschließend vorschlagen, dass Sie mit Iihrem Arbeitgeber ein klärendes Gespräch führen und Ihm mitteilen, welche Ängste und Sorgen Sie haben. Auch er sollte ein Interesse an guter Arbeit haben.

Ich hoffe, dass meine Antwort weiterhelfen konnte. Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen Dank! Noch eine letzte Frage: Habe ich den nach Abschluss der 1 jährigen Vertretung Anspruch auf eine Gehaltserhöhung? Ich habe ja Management-Tätigkeiten ausgeübt.

Sehr gerne.

Einen vertraglichen oder gesetzlichen Anspruch auf eine Gehaltserhöhung haben Sie nicht. Sie können jedoch Ihrem Arbeitgeber entweder jetzt nahelegen, dass Ihre jetzige Tätigkeit mit einer monetären Entschädigung honoriert werden soll.

Oder nach Abschluss der Schwangerschaftsvertretung dieses Thema in einem Personalgespräch ansprechen. Hier könnten Sie durchaus darauf verweisen, dass Sie Ihnen fremde Aufgaben übernommen und sich weiterentwickelt haben.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.

Über ein positives Feedback würde ich mich freuen.

Beste Grüße,

Oliver Fröhlich

Rechtsanwalt

OliverF428 und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen Dank

Sehr gerne.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.