So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 37911
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Eigenbedarfskündigung erhalten mit 12

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe eine Eigenbedarfskündigung erhalten mit 12 Monaten Kündigungsfrist nach vertraglichen Vereinbarungen. Der Vermieter verlangt die Wohnung für seinen Sohn, der nächstes Jahr 18 wird und möchte einen Vorlauf zu renovierung.
JA: Wurden vom Vermieter Reparaturen ausgeführt, die Ihnen in Rechnung gestellt wurden?
Customer: Nein, er hat die Wohnung vor 3 Monaten gekauft.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Die Wohnung ist in München, Zentrum, ein Appartement, ich bin über 75 Jahre alt und der Käufer wußte, daß ich in der Wohnung bleiben möchte.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal ist die Eigenbedarfskündigung gemäß § 573 Absatz 2 Nr. 2 BGG nur dann wirksam, wenn auch tatsächlich Eigenbedarf in der Person des Sohnes vorliegen sollte.

Allein der Wunsch, dass der Sohn die Wohnung beziehen soll, stellt keinen Eigenbedarf dar!

Eigenbedarf wäre nur dann anzunehmen, wenn der Sohn auf die Wohnung zwingend angewiesen wäre, etwa um eine Ausbildungsstätte zu erreichen.

Eigenbedarf wäre ebenfalls zu verneinen, wenn der Vermieter eine andere Wohnung in seinem Immobilienbestand hält, denn dann muss der Sohn diese Wohnung nehmen.

Des Weiteren können Sie gegen die Kündigung gemäß § 574 BGB Widerspruch einlegen, denn es liegt in Anbetracht Ihres fortgeschrittenen Lebensalters eine besondere Härte Sinne dieser gesetzlichen Regelung vor.

Zudem besteht grundsätzlich keine Renovierungspflicht.

Die Abnutzung einer Mietwohnung ist nach der gesetzliche Regelung des § 538 BGB mit der Mietzahlung nämlich abgegolten.

Gemäß § 535 Absatz 1 Satz 2 BGB ist für die Instandhaltung und die Instandsetzung der Mietwohnung ausschließlich der Vermieter in der Rechtspflicht, nicht aber der Mieter.

Von dieser gesetzlichen Grundregelung kann nur durch eine mietvertragliche Regelung abgewichen werden (=Renovierungsklausel).

Sehr viele solcher mietvertraglichen Renovierungsklauseln sind allerdings unwirksam, da sie nicht den strengen Vorgaben der Rechtsprechung genügen.

Nur wenn der Mietvertrag eine solche wirksame Renovierungsklausel enthalten sollte, würde eine Renovierungspflicht bestehen, ansonsten nicht.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte zur Bewertung mit der Maus oben rechts die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kann ich Ihnen noch weiterhelfen? Gibt es (technische) Probleme bei der Bewertung?

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.

Vielen Dank für das nette Gespräch.

Nehmen Sie bitte mit den beiden folgenden spezialisierten Kanzleien in München Verbindung auf, und vereinbaren Sie einen Besprechungstermin:

https://www.kanzleibecker.com/int/anwaelte.html

https://www.kanzlei-tegelkamp.de/

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt