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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 36391
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Sehr geehrte Damen und Herren, in Bayern und ich möchte

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: in Bayern und ich möchte gerne von Herrn RA Schiessl beraten werden. Ich habe im Jahr 2005 eine Eigentumswohnung gekauft. Die Vorbesitzerin hat damals in der Wohnung zusätzlich ein Dachfenster einbauen lassen. Die Eigentümer stimmten dem Einbau zu, obwohl die Anfrage nicht als TOP auf der Tagesordnung war und somit die Zustimmung anfechtbar ist. Der damaligen Eigentümerin wurde auferlegt die Kosten aller in Zusammenhang mit dem Fenstereinbau stehenden evtl. später auftretenden Schäden zu übernehmen. Die damalige Eigentümerin stimmte dem zu. Ich hatte im Jahr 2020 einen Schaden an dem besagten Dachfenster, es war undicht. Ich setzte die Hausverwaltung darüber in Kenntnis, die daraufhin eine Firma mit der Reparatur beauftragte. Die Kosten der Reparatur betrugen 104,72 Euro. Die Kosten wurden zunächst über die Rücklagen der Hausgemeinschaft getragen. Jetzt ist einer Eigentümerin bei der Prüfung der Unterlagen der Hausverwaltung wieder eingefallen, dass es diese Vereinbarung gibt. Das Protokoll ist von 1998, ich wurde darüber beim Kauf der Wohnung nicht von der Vorbesitzerin informiert. Die Rechnung wurde daraufhin an mich geschickt, mit der Bitte um Zahlung dieser Rechnung. Bisher wurde jeder Austausch und jede Reparatur der Fenster durch die Rücklagen der Gemeinschaft bezahlt, nach Abstimmung in der Eigentümerversammlung. Die Vorbesitzerin hat mich über die Existenz dieser Sondervereinbarung nicht in Kenntnis gesetzt. Ist es richtig, dass ich die Kosten tragen muss bzw. auch später für einen eventuellen Austausch des Fensters für die Kosten aufkommen muss? Oder lässt sich
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: ja einen Moment bitte

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Tat müssen Sie die Kosten an die Eigentümergemeinschaft ausgleichen. Wenn Sie die Wohnug gekauft haben, dann müssen Sie alle gefassten Beschlüsse gegen sich gelten lassen. Daran ändert auch der Fehler in der Ladung nichts. Zwar hätte die Beschlussfassung ind er Tagesordnung angesprochen werden müssen, der Beschluss wurde nach Ablauf der Klagefrist jedoch rechtskräftig und damit wirksam. Sie werden also leider (immer) an die Eigentümergemeinschaft zahlen müssen.

Die Vereinbarung der Kostenbelastung des jeweiligen Eigentümers ist bei derartigen Beschlüssen auch nicht ungewöhnlich.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.