So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RATraub.
RATraub
RATraub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 17316
Erfahrung:  Rechtsanwalt
88853042
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RATraub ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich Vertragsrecht. Es geht

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe eine Frage bezüglich Vertragsrecht. Es geht um eine Wohnung, die mein Freund und ich uns angesehen haben und wir haben uns nun doch gegen diese Wohnung entschieden. Es gab noch keinen schriftlichen Mietvertrag. Wir haben der Vermieterin zwei Tage nach ihrer Zusage direkt abgesagt. Wir vermuten, die Vermieterin möchte einen Schadensersatz von uns. Was kann sie von uns fordern? Zu was sind wir verpflichtet? Ich würde gerne im Gespräch mehr ins Detail gehen.
JA: Gibt es eine Kopie des Vertrages?
Customer: Es gibt keinen Vertrag
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Es gab Missverständnisse bezüglich des Einzugtermins. Wir sagten der Vermieterin wir könnten frühestens nach zwei Monaten einziehen, da unsere beide Wohnungen noch ungekündigt sind. Das wäre der 01.Juli gewesen. Sie wählte uns als zukünftige Mieter aus weil sie dachte, wir könnten ab dem 01.Juni einziehen. Alleine darauf beruhte ihre Entscheidung. Wir meinten wir könnten es trotzdem möglich machen, aber wir müssten einen Kredit aufnehmen um das alles finanziell stemmen zu können. Daher haben wir nach zwei Tagen wieder abgesagt, weil wir uns noch in den Ruin treiben würden. Wir mussten Vernunft walten lassen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt rechtlich geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Wenn der Vertrag "nur" mündlich erfolgt ist, können Sie sich darauf berufen, dass noch nicht alle wesentlichen Vertragsbestandteile wie Preis, Dauer des Mietverhältnisses, Beginn des Mietverhältnisses etc. abschließend besprochen waren.

In diesem Fall kommt noch kein abschließender Vertrag zustande, vgl. §§ 145 ff. BGB.

Selbstverständlich kann dann auch kein Schadensersatz geltend gemacht werden.

Die Beweislast liegt vollumfänglich bei der Vermieterin, weshalb Ihre Rechtsposition klar besser ist.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen. Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Kanzlei-fuer-Wirtschaftsrecht.de-

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich mache mir nur Sorgen, ob nicht doch ein Vertrag zustande kam, da wir erst meinten das wir den früheren Einzugtermin zum 01.06. möglich machen können. Wir hatten der Vermieterin nichts davon gesagt das wir dafür einen Kredit aufnehmen müssen. Aber selbst bei einer mündlichen Zusage muss es doch auch eine Widerrufsfrist geben, oder nicht? Beweise könnte die Vermieterin aufbringen, da zur Besichtigung ihre Schwester als Zeugin dabei war, und die Chatverläufe in WhatsApp. Wenn sie Beweise hätte, mit welchem Schadensersatz müssten wir rechnen? Eine ganze Monatsmiete? Die Kosten für die Wohnungs-Anzeige im Internet? Sie behauptet, sie hätte anderen Interessenten wegen uns abgesagt. Aber nach nur zwei Tagen können wir doch nicht so einen Schaden angestellt haben? Dann müsste sie doch erst beweisen das es wirklich andere Interessenten gab, die die Wohnung zum 01.Juni genommen hätten, oder? Vielen Dank für Ihre Auskunft

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

das verstehe ich.

Aber die Rechtslage ist klar zu Ihren Gunsten.

Insbesondere da Sie einen endgültigen Vertragsschluss bestreiten können und noch diverse Details bei Ihrer "Vorabzusage" unklar waren.

Hieraus kann sich dann letztlich auch kein Schadensersatzanspruch ergeben, da die Vermieterin nicht auf einen "festen" Vertrag vertrauen durfte.

Mit freundlichen Grüßen
-Kanzlei-fuer-Wirtschaftsrecht.de-

RATraub und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Vielen vielen lieben Dank für Ihre Auskunft, jetzt sind wir beruhigt! Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
es freut uns, wenn wir Ihnen bei Ihrem Anliegen weiter helfen konnten.
Alles Gute und bleiben Sie gesund!
Mit freundlichen Grüßen
-Kanzlei-fuer-Wirtschaftsrecht.de-