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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6423
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Vorladung, Zeugenaussage, nächste Vorladung als

Diese Antwort wurde bewertet:

Vorladung, Zeugenaussage, nächste Vorladung als Beschuldigter, Vergehen der gefährlichen Körperverletzung. Paragraph 223 Abs. 1, 224 Abs 1 Nr 4 StGB
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Nordrhein Westfalen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ist während der Arbeit passiert. Als Security bzw. Sicherheitsmitarbeiter in einem Einkaufszentrum

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Es ist rechtlich zulässig, Sie erst als Zeugen zu hören und später ein Ermittlungsverfahren gegen Sie zu eröffnen und als Beschuldigten vorzuladen.

Wenn die Polizei Sie geladen hat, müssen Sie der Vorladung nicht Folge leisten. Sie müssen keine Aussage machen, sondern können von Ihrem Recht zu Schweigen Gebrauch machen. Das ist in der Regel auch ratsam. Vor einer Aussage sollten die Beweismittel geprüft also die Ermittlungsakte eingesehen werden.

Aber stellen Sie gerne Ihre rechtliche Frage zu dem geschilderten Sachverhalt, damit ich darauf eingehen kann.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ich war schon im Feierabend, als der stellvertretende Filialeiter uns aufmerksam machte, das ein Kunde seinen im Einkaufswagen hatte, obwohl das nicht gestattet war. Der Kunde ist der Bitte, seinen Sohn aus dem Einkaufswagen zu nehmen, 2
mal nicht nachgekommen. Der Kunde fing an den Leiter wahllos zu beleidigen, worauf wir gerufen wurden, dem Kunden Hausverbot zu erteilen. Da ich schon im Feierabend war, stand ich nur als Unterstützung. Mein Kollege sprach den Kunden an, worauf der Kunde extrem aggressiv wurde. Es folgten willkürliche Beleidigung worauf sich andere Kunden einmischten ( unter anderen Familienangehörige und Freunde des Kunden) während ich versuchte die anderen Kunden sud dem Geschehen zu halten, eskalierte die Situation zwischen meinem Arbeitskollegen und dem Kunden. Der Kunde ( aktueller Standort vor Theke) griff eine große Getränkeflasche und hat versucht den Filialleiter abzuwerfen und davor dem Leiter mit Mord und Totschlag gedroht. Mein Arbeitskollege konnte das mit einem Griff verhindern. Als ich mich umdrehte, lagen beide auf dem Boden arm in arm. Während ich mit den anderen Kunden beschäftigt war, beruhigte sich die Lage etwas. Mein Arbeitskollege fragte den Kunden nach einem amtlichen Ausweis. Der Kunde gab ihm ein Führerschein. Mein Kollege war der Meinung das dies kein amtliches Dokument sei. Der Kunde lief aus mir unerklärlichen Gründen plötzlich weg, bis der Kunde feststellte das er seinen Sohn vergessen hast. Beim umdrehen versuchte mein Kollege ihn aufzuhalten und beim Sturz auf dem Boden brach der Kunde sich den Fuß. Die Polizei kam, Personalien wurden aufgenommen. Weiteren Verlauf können sie dem Anhang entnehmen. Meine Frage: Warum bin ich beschuldigt? Was kann ich dagegen tun? Der Anwalt meines Auftraggebers ist damit vertraut allerdings weiss ich nicht was der Stand der Dinge ist. Denn ich war nur Zeuge und jetzt Beschuldigter.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Danke für Ihre Rückmeldung.

Die Staatsanwaltschaft geht offenbar davon aus, dass Sie zumindest eine Teilschuld an dem Vorfall haben. Jedenfalls besteht dieser Verdacht. Immerhin waren Sie beide am Geschehen beteiligt. Und in der Gerichtsverhandlung kann dann geklärt werden, ob der Verdacht sich erhärtet.

Nach Ihrer Schilderung ist davon auszugehen, dass die Körperverletzung in Notwehr entstanden ist. Dafür können Sie und Ihr Kollege nicht belangt werden. Eine Körperverletzung in Notwehr ist gerechtfertigt und damit nicht strafbar. Gleichwohl muss das erst geprüft werden. Und hierfür bietet die Gerichtsverhandlung den Raum.

Außerdem können Sie sich auf das allgemeine Festnahmerecht für jedermann gemäß § 127 StPO berufen. Dort heißt es in Absatz 1 Satz 1:

Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen.

Wenn ich es aber richtig verstehe, dann ist die Körperverletzung von Ihrem Kollegen ausgegangen. Und Sie können nicht für das Verhalten Ihres Kollegen verantwortlich gemacht werden.

Ich kann Ihnen leider keinen konkreten Rat geben, wie Sie aus der Sache rauskommen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Anklage erhoben und das Gericht hat nun zu entscheiden, ob es die Anklage zulässt. Sie könnten Ihren Sachverhalt binnen zwei Wochen dem Gericht schildern. Aber grundsätzlich besser wäre, Sie würden nichts zur Sache sagen bis Sie die Ermittlungsakte eingesehen haben. Denn alles, was Sie schreiben oder sagen, kann Sie mehr belasten als die vorhandenen Beweismittel in der Akte.

Mein Rat ist, sich mit dem Anwalt Ihres Kollegen in Verbindung zu setzen.

Ich bedauere außerordentlich, Ihnen keinen konkreteren Rat geben zu geben.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

Ansonsten denken Sie bitte daran, über das Bewertungssystem eine positive Bewertung (=Klick auf 3-5 Sterne, ganz oben rechts) zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag für meine Vergütung freizugeben. Weitere Kosten für Sie werden dadurch nicht ausgelöst. Und Sie können selbstverständlich auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.

Vielen Dank für Ihre Mühe!

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.