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Jack Gutrat
Jack Gutrat, Bezirksdirektor
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 40
Erfahrung:  Fachwirt Versicherungen
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Jack Gutrat ist jetzt online.

Guten Morgen, ich habe Ärger mit meiner KFZ-Versicherung

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen, ich habe Ärger mit meiner KFZ-Versicherung Bavariadirekt. Diese akzeptierte meine Kündigung aufgrund Beitragserhöhung nicht, informiert mich fortlaufend falsch und erhöht immer weiter die Beiträge. Heute morgen informierte man mich darüber, da ich ja die Einzugsermächtigung entzogen habe, erhöhe sich die Police erneut über mehr als 120,00 €, die ich nun zu begleichen habe. Was kann ich tun? Beste Grüße, P. Ehrlicher
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ich kann das Email von heute morgen kopieren und zusenden?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Bei einer Beitragsehöhung haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. In § 40 VVG heißt es hierzu Absat 1 Satz 1:

Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie, ohne dass sich der Umfang des Versicherungsschutzes entsprechend ändert, kann der Versicherungsnehmer den Vertrag innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung des Versicherers mit sofortiger Wirkung, frühestens jedoch zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung, kündigen.

Wenn Sie also eine Beitragsehöhung hatten und rechtzeitig gekündigt haben, dann hat die Versicherung das zu akzeptieren. Sie könnten auf Feststellung klagen, dass Ihre Kündigung wirksam ist, wenn die Versicherung das außergerichtlich nicht zugesteht.

Vielleicht können Sie etwas genauer schildern, warum Ihre Versicherung die Kündigung nicht akzeptiert.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.

Habe ich nun das falsche Kästchen benutzt? Es geht ja um die gleiche Frage? ******

Ich verstehe leider nicht, was Sie mit Kästchen meinen. Und ich sehe hier auch keine andere Frage von Ihnen.

Sie haben Ihren Sachverhalt geschildert. Und ich hatte Sie gebeten zu erläutern, warum die Versicherung Ihre Kündigung nicht akzeptiert.

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.

Ist das die Antwortbox? Guten Tag Frau ******, vielen Dank für Ihre Mitteilung. Bitte entschuldigen Sie, dass wir uns erst heute um Ihr Anliegen kümmern können. Sie teilen uns Ihren Unmut zur Ablehnung Ihrer Kündigung zum 01.04.2021 mit. Gerne haben wir den Sachverhalt erneut geprüft. Wir möchten uns entschuldigen, sofern am 16.02.2021 eine Zusage getroffen wurde, dass wir die Positionen Leistungserweiterung, Auslandsschadenschutz und Fahrerschutz aus Ihrem Vertrag ausschließen werden. Natürlich sind wir stets darum bemüht, Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Das gelingt uns nicht immer. Wir bitten um Ihr Nachsehen. Am 07.04.2021 teilten wir Ihnen mit, dass wir die Positionen nicht aus Ihrem Vertrag heraus nehmen können. Wir informierten Sie, dass Sie eine Tarifumstellung vornehmen dürfen. Einen neuen Antrag können wir nicht feststellen. Gerne haben wir geprüft, ob sich eine Tarifumstellung für Sie lohnen würde. Das war leider nicht der Fall. Wir können Ihnen bestenfalls einen Beitrag in Höhe von 706,90 € für den Zeitraum vom 01.04.2021 - 01.04.2022 anbieten, sofern Sie uns eine neue Einzugsermächtigung erteilen. Da unserer Abbuchung in Höhe von 69,10 widersprochen wurde, müssen wir Ihren Vertrag im Überweisungsverfahren weiterführen. Ihre Jahresprämie ändert sich dadurch auf 926,51 €. Sie erhalten in Kürze einen Nachtrag zu Ihrem Versicherungsschein. Die Anpassung Ihrer Versicherungsprämie auf 706,90 € (jährlich) resultiert aus der Änderung Ihres Berufes. Der Beruf ist ein beitragsrelevantes Tarifierungsmerkmal Ihrer Autoversicherung, welches Ihre Prämie beeinflusst. Eine Änderung muss unverzüglich angezeigt werden. Ein Sonderkündigungsrecht durch die Anpassung Ihrer Jahresprämie infolge der Änderung Ihres Berufes besteht nicht. Aus diesem Grund können wir Ihnen Ihre Kündigung erst zum 01.04.2022 bestätigen. Haben Sie Fragen? Besuchen Sie uns gerne auf unserer Kontaktseite www.bavariadirekt.de/kontakt/ . Viele Änderungen, zum Beispiel zum Bankeinzug oder Ihrer Anschrift, können Sie bequem in unserem Online-Portal selbst vornehmen. Auch unser virtueller Assistent BaDi steht Ihnen rund um die Uhr für alle allgemeinen Fragen zur Verfügung. Freundliche Grüße

Die Versicherung ist offenbar der Ansicht, dass Ihr Berufswechsel sie zur Beitragserhöhung berechtigt. Dann wäre es tatsächlich so, dass Sie kein Sonderkündigungsrecht haben. Ich kann leider nicht recherchieren, ob die Ansicht der Versicherung zutrifft.

Ich gebe die Frage frei für einen Versicherungsexperten.

Ich wünsche noch einen schönen Tag.

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich habe 30 Jahre Berufserfahrung zum Thema Versicherungen.

Ein Sonderkündigungsrecht besteht immer dann, wenn der Versicherer den Tarifbeitrag

unabhängig von den sogenannten weichen Tarifmerkmalen, wie z.B. gefahrene Kilometer pro Jahr oder

Berufsnachlässe, vornimmt. Eine Möglichkeit, im Streitfall aus einem Vertrag zu kommen besteht

über den Versicherungsombudsmann e.V. . Das Verfahren ist kostenlos und unverbindlich.

In Ihrem Fall wurden Sie von der Bavariadirekt-Versicherung am 16.02.2021 über den möglichen

Ausschluss von Tarifpositionen ( Leistungserweiterung, Auslandsschadenschutz und Fahrerschutz )

falsch informiert. Erst nach Ablauf der Kündigungsfrist ( 1 Monat vor Vertragsende ) wurden

Sie am 07.04.2021 mit dem lapidaren Hinweis, das die Bavariadirekt einen Bearbeitungsfehler

gemacht hat, eine Vertragsveränderung nicht geht und Sie eine Tarifänderung

vornehmen können, informiert. Ihnen wurde also die Möglichkeit einer fristgerechten

Kündigung zum 01.04.2021 durch eine fehlerhafte Zusage genommen. Die folgenden Entscheidungen, einer

Kündigung durch Beitragserhöhung ( die leider nicht wirksam ist ) und das Entziehen der

Einzugsermächtigung sind verständliche Reaktionen ihrerseits, auf die die Bavariadirekt ebenfalls

verspätet reagiert hat. Ich empfehle den Sachverhalt an die für solche Fragen zuständige

Stelle für Streitbeilegung: Versicherungsombudsmann e.V., Postfach 08 06 32, 10006 Berlin

mit allen für Sie wichtigen Forderungen wie der rückwirkenden Beendigung des KFZ Vertrages zum 01.04.2021

(Angaben zu Ihrem KFZ-Vertrag wie Vertragsnummer, Laufzeit u.s.w. bitte nicht vergessen) zur Hauptfälligkeit und

der Einstellung jeglicher weiterer Beitragsforderungen an Sie, unter

Schilderung der zeitlichen Abläufe, Ihrem Glauben, das dieser Vertrag geändert wird ( Schreiben vom 16.02.2021)

und Sie deshalb nicht zum Vertragsende (01.04.2021) gekündigt haben und dem Beilegen des

Schriftverkehrs ( wie oben geschildert ). Zusätzlich empfehle ich eine Vorstandsbeschwerde

an die Bavariadirekt, Ostdeutsche Versicherung AG, Am Karlsberg 4-5, 10785 Berlin

und dem Sparkassenverband Nordrhein-Westfalen, Parsevalstraße 7B, 40468 Düsseldorf

( Bavariadirekt ist ein Versicherer der Sparkassen und Sie wohnen in NRW)

mit gleichem Wortlaut und der Forderung um Beendigung des KFZ-Vertrages.

Leider kommen Sie um diesen Aufwand nicht herum, aber für mich sind Ihre

Beweggründe klar nachzuvollziehen.

Ich hoffe, das dies für Sie ein möglicher Weg ist und stehe für weitere Fragen

gerne zur Verfügung. Über eine Bewertung meiner Antwort würde ich mich

sehr freuen.

Besten Dank

Jack Gutrat, Bezirksdirektor
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 40
Erfahrung: Fachwirt Versicherungen
Jack Gutrat und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.