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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 10503
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ragrass ist jetzt online.

Guten Tag, wir würden uns gerne einen Hund anschaffen. Laut

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, wir würden uns gerne einen Hund anschaffen. Laut Mietvertrag bedarf es eine Zustimmung des Vermieters. Dies haben wir auch angefragt und haben folgende Antwort zurück erhalten: Eine Genehmigung zur Haltung eines Hundes können wir Ihnen nicht erteilen, da es immer wieder zu Beschwerden durch Hunde kommt und es vom Hauseigentümer nicht gewünscht ist.
JA: Um welche Art von Beschwerde geht es?
Customer: So wie ich es ersehen kann, liegt hier kein triftiger Grund vor. Um die Bedenken des Vermieters zu minimieren hätten wir folgende Punkte: wir sind Hunde erfahren, der Hund ist ein Hütehund und vom Charakter einwandfrei, die Rasse wird auch als Therapiehund eingesetzt. Der Hund wird versichert sein, mit dem Hund würde in einer Hundeverein trainiert. die Betreuung des Hundes ist zu jederzeit gewährleistet, dass somit der Hund nicht alleine ist. Wir wohnen in einer 85 m² großen Wohnung zu zweit. Der Hund wäre 48 cm groß, also Mittelgroß.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Gibt es Erfahrungen, wie lange so eine Klage dauert beziehungsweise kostet? Wie geht man am besten vor?

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben.

Der BGH hat 2013 klargestellt, dass ein generelles Hundehaltungsverbot nicht zulässig ist. Der Vermieter muss die Genhmigung erteilen, wenn eine Interessenabwägung zu gunsten des Mieters ausfällt . Hierzu zählen: Größe, Geruch, Lärm und Gefährlichkeit eines Tieres. Kurzum: je größer das Tier, desto eher darf die Haltung abgelehnt werden. In die Abwägung einzubeziehen sind auch die Größe und Belegung der Wohnung.

Dier hier gebrauchten Argumente sind keine stichhaltigen, die eine Interessensabwägung zugunsten des Vermieters "rechtfertigen" würden.

Sie sollten ggf. nochmals mit dem Vermieter Kontakt aufnehmen und dies darlegen, ansonsten könnte geklagt werden. Gehen Sie voion einer "Laufzeit" von mindestens 3 Monaten aus. Die Kosten sind abhängig vom Streitwert, den das Gericht festhlegt. Die Gerichte legen dieses unterschiedlich hoch fest. Bei z.B. 4.000 EUR würden 420 EUR Gerichtskosten anfallen.

Ich hoffe, Ihre Fragen konnten beantwortet werden. Bitte stellen Sie eventuelle Nachfragen. Wenn keine mehr bestehen, geben Sie bitte eine Bewertung (3-5 Sterne) ab. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ist die Größe 48 cm ein Grund? Des Weiteren gibt es ihr im Haus bereits ein Hund und eine Katze. Wobei ich allerdings nicht weiß, ob eine Genehmigung vorliegt. Wäre das ein weiteres Argument?
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Das Problem ist nämlich, dass wir den Hund schon reserviert haben, wenn wir ihn ohne Zustimmung holen würden, hätte das eine fristlose Kündigung mit sich?

Sehr geehrter Fragesteller,

per se ist die Größe kein Ausscheidungskriterium ! Das Vorhandensein eines anderen Hundes spricht eher für Sie. Denn das Erlauben eines Hundes und das Verbieten des anderen ist nicht im Sinne des Gesetzgebers (Art. 3 GG).

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

haben SDie noch (Nach)Fragen, die ich Ihnen beantworten darf ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Ich hätte noch mal eine Nachfrage, wenn wir uns trotz alldem ein Hund anschaffen, hat der Vermieter einen Anspruch auf eine fristlose Kündigung?

Sehr geehrter Fragesteller,

ohne Zustimmung ggf. schon.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Aber man könnte dann reagieren und Einspruch/ klagen dagegen, weil der Vermieter keine stichhaltigen Argumente gegen eine Hundehaltung gegeben hat?

Sehr geehrter Fragesteller,

das schon, aber das Weglassen des Fragens wäre ein Verstoß gegen die Vorschriften.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Gefragt haben wir ja, aber er hat es halt nicht stichhaltig begründet, er hat nur geschrieben „ Eine Genehmigung zur Haltung eines Hundes können wir Ihnen nicht
erteilen, da es immer wieder zu Beschwerden durch Hunde kommt und
es vom Hauseigentümer nicht gewünscht ist.“

Sehr geehrter Fragesteller,

dann ist es rechtlich korrekter auf Zustimmung zu klagen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass