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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 35626
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo. Ich arbeite in der Kita (35h) und war letzte Woche

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo. Ich arbeite in der Kita (35h) und war letzte Woche freigestellt, da ich auf Arbeit für die Notbetreuung nicht gebraucht wurde. Jetzt habe ich angeblich 35 Minusstunden. Ab nächste Woche sollen wir im Wechsel kommen und die gesamte Betreuung abdecken (7-16 Uhr). Also 1 Woche voll arbeiten, 1 Woche daheim bleiben. Damit wir alle gleich viele Minusstunden machen. Jetzt habe ich gelesen, dass wir gar keine Minusstunden bekommen dürfen und reinarbeiten müssen, da es nicht unser Verschulden ist, dass wir nicht gebraucht werden. Wie verhalte ich mich jetzt? Meine Chefin denkt, sie handelt richtig mit den Minusstunden... LG Walther
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: In Sachsen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Laut Arbeitsvertrag dürfen sie mich bis 40h hoch schrauben...

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie haben vollkommen recht.

Geregelt ist dies in § 615 BGB, sogenanntes Betriebsrisiko. Danach ist es das Risikos Ihres Arbeitgebers ob genug Arbeit vorhanden ist oder nicht. Ist keine Arbeit vorhanden, so bedeutet dies einmal, dass Sie einen Anspruch auf Entlohnung haben, keine Minusstunden erhalten und diese Stunden auch nicht nacharbeiten müssen.

Wenn also der Arbeitgeber behauptet dass Sie 35 Minusstunden aufgebaut haben und er sich davon auch nicht abbringen lässt, dann sollten Sie überlegen vor dem Arbeitsgericht auf Feststellung dahingehend zu klagen, dass diese behaupteten Miunusstunden gerade nicht bestehen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort!Sollte ich meinem Arbeitgeber noch etwas schriftlich geben? Dass ich damit nicht einverstanden bin? Ich habe gelesen, dass es sonst als stillschweigende Zustimmung ausgelegt werden kann. Und wie schreibe ich das in meinen Arbeitszeitnachweis? Als normale Arbeitszeit 7h am Tag?

Sehr geehrter Ratsuchender,

in jedem Fall. Soweit noch nicht geschehen Schreiben Sie den Arbeitgeber an (Einwurfeinschreiben) und stellen klar, dass Sie mit den Minusstunden nicht einverstanden sind und dass Sie der Abrechnung des Arbeitgebers widersprechen. Drohen Sie dem Arbeitgeber in diesem Schreiben auch ruhig schon die klageweise Geltendmachung an.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Alles klar. Ganz lieben Dank!

Gerne!!