So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 36460
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Hessen,

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Hessen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ja: Mein Vater ist 94jährig verstorben. Er lebte bis zum Schluss allein in seinem alten und sehr verbauten Haus. Auf dem Grundstück gibt es noch ein älteres Haus, in dem in der ca. sehr alten 120qm-Wohnung über der ehemaligen leerstehenden Backstube (wir hatten eine Bäckerei) seit 12 Jahren eine Mieterin (Hartz IV mit 3-4 Kindern) lebt. Für uns (4 Kinder) macht nur ein Verkauf Sinn, da das gesamte Ensemble vermutlich am ehesten ein Abrissobjekt ist. Haben wir (die Erben) die Möglichkeit der Mieterin nun nach dem Tod meines Vaters aufgrund des Verkaufs ordentlich zu kündigen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Allein der Verkauf als solcher würde Sie nicht zur ordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses berechtigen.

Als Vermieter benötigen Sie stets einen besonderen Kündigungsgrund gemäß § 573 BGB.

Dies kann Eigenbedarf, schuldhafte Verletzung mietvertraglicher Pflichten oder eine Verwertung des Grundstücks/Hauses sein.

Sofern das Haus abgerissen werden soll, läge daher der besondere Kündigungsgrund eines Verwertungsinteresses gemäß § 573 Absatz 2 Nr. 3 BGB vor.

Der Erwerber des Objekts wäre daher befugt, das Mietverhältnis gemäß § 573 Absatz 2 Nr. 3 BGB ordentlich zu kündigen.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte zur Bewertung mit der Maus oben rechts die Sterne (3-5 Sterne) an.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Vielen Dank. Das dachte ich mir schon. Hätten wir dann zumindest die Möglichkeit die Miete nach dem ortsüblichen Mietspiegel zu erhöhen. Derzeit zahlt sie für ca. 120qm 400.-€ kalt. Außerdem meine ich, hat sie per Sozialamt mit 4-5 Personen (eines der Kinder ist bereits Anfang 29) gar keinen Anspruch auf eine so große Wohnung. Könnten Sie hierzu evtl. noch etwas sagen?
Besten Dank

Ja, Sie können gemäß § 558 BGB die Miete zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöhen, wenn diese - wovon ich ausgehe - seit mindestens 15 Monaten nicht erhöht worden ist.

Als angemessen gilt bei dem Bezug von ALG II der Wohnraum für eine Person bei einer Größe von 45 bis 50 Quadratmetern. Für zwei Personen gelten 60 qm als angemessen, während für jede weitere Person 15 qm zusätzlich zu berechnen sind.

Danach wäre die Wohnung hier in der Tat für die Familie zu groß.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Super, ganz herzlichen Dank!

Sehr gern geschehen!