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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 35669
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, wir stehen kurz davor eine Immobilie zu kaufen. Wir

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: wir stehen kurz davor eine Immobilie zu kaufen. Wir haben über einen Makler eine Wohnung gefunden, die uns sehr gefallen hat. Wir haben beim Makler schon einen vorläufigen Kaufvertrag unterschrieben und alles beim Notar abgegeben um einen Vorvertrag zu erstellen. In der Zeit haben wir unsere Eigentumswohnung verkauf, Notartermin wäre im Januar. Jetzt hat der Verkäufer den Verkauf zurückgenommen, da der Verkäufer erst das Geld haben will, bevor wir einen Kaufvertrag unterschrieben haben. Der Verkäufer hat sogar von unserer Bank die Bestätigung erhalten, dass wir den Kredit bekommen werden. Ist das überhaupt rechtlich? Und wie können wir uns mit dem Verkäufer doch noch einigen? Ich komme aus Bayern
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: momentan nicht

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, das ist nicht rechtens.

Der Verkäufer kann nicht grundlos von dem Vertrag zurücktreten.

Es gilt der Grundsatz, dass einmal geschlossene Verträge einzuhalten sind (pacta sunt servanda).

Ein allgemeines Reue- oder Rücktrittsrecht existiert in der deutschen Rechtsordnung nicht.

Der Verkäufer kann nur dann von dem Vertrag zurücktreten, wenn er sich ein solches Rücktrittsrecht ausdrücklich in dem Vorvertrag vorbehalten hat.

Der Verkäufer kann auch nicht zurücktreten, weil er meint, dass Sie den Kaufpreis jetzt bereits zahlen sollten. Das ist schon deshalb falsch, weil der Kaufpreis noch gar nicht fällig ist, da der endgültige Kaufvertrag noch gar nicht erstellt und notariell beurkundet worden ist.

Der Verkäufer kann daher nicht von dem Vertrag zurücktreten, sondern er ist an diesen gebunden.

Allerdings werden Sie aus dem Vorvertrag den Verkäufer nicht auf Erfüllung des Kaufvertrages verklagen können, denn dies würde voraussetzen, dass der Vorvertrag bereits notariell beurkundet wäre - woran es leider fehlt.

Sollte der Verkäufer den Vertrag aber nun nicht erfüllen, so wäre er Ihnen voll schadensersatzpflichtig.

Sie könnten in diesem Fall sämtliche Kosten und Aufwendungen, die Sie im Vertrauen auf Bestand und Duchführung des Vertrages getätigt haben, von dem Verkäufer als Schadensersatz einfordern.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Gibt es eine Alternative wie wir uns einigen können?

Ja, Sie sollten den Verkäufer zu vertragsgemäßem Verhalten, also zur Erfüllung auffordern. Kündigen Sie diesem an, dass Sie ihn ansonsten auf vollen Schadensersatz in Anspruch nehmen. Da Sie bereits einen Kredit aufgenommen haben, wäre diese Schadensersatzzahlung für den Verkäufer ganz erheblich! Dies sollten Sie gegenüber dem Verkäufer auch betonen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Vielen Dank! Sie haben mir weiter geholfen.

Sehr gern geschehen!