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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 35651
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Frau Wilson!Ich bin im März 2020 nach Bologna

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Frau Wilson!Ich bin im März 2020 nach Bologna gereist. Damals war ich falsch informiert und dachte, es wäre noch kein Risikogebiet. Im nachinein hat sich aber herausgestellt, dass Bologna zu diesem Zeitpunkt bereits Risikogebiet war. Nach meinem Aufenthalt in Italien hat mich mein Arbeitgeber in eine 14-tägige Quarantäne geschickt. Diese Quarantäne wurde mit 3 Urlaubstagen und 45 Überstunden von mir verbucht. Meine Frage: Darf mein Arbeitgeber die Quarantäne auf diese Weise verrechnen? Mit freundlichen Grüßen, Frau Zeis
JA: Was für eine Arbeit machen Sie?
Customer: Ich arbeite in der Pflege
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Mein Arbeitgeber wusste von meiner Reise, hat mir noch einen schönen Urlaub gewünscht und mich 3 Tage später angerufen um mir mitzuteilen, dass ich in 14tägige Quarantäne muss.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Nein, das Vorgehen Ihres AG ist nicht rechtens.

Quarantänetage, die wegen einer Erkrankung eines AN angeordnet werden, sind wie sämtliche Tage einer AU nicht mit dem Jahresurlaub zu verrechnen.

Ist der AN hingegen - wie in Ihrem Fall - nicht arbeitsunfähig krank, sondern nur wegen des Verdachts auf eine möglichen Ansteckung in Quarantäne, so ist er nicht arbeitsunfähig und zur Arbeit verpflichtet.

Kann er im Homeoffice seine Arbeit erledigen, so erhält er unverändert den arbeitsvertraglichen Lohn.

Ist kein Homeoffice möglich, erhält er eine Entschädigung in Höhe seines bisherigen Nettogehalts nach § 56 Infektionsschutzgesetz.

Diese Zahlung leistet der AG an den AN, und der AG hat dann einen Anspruch auf Erstattung dieser Zahlungen gegenüber dem Staat.

Eine Verrechnung mit dem Urlaub oder mit Überstunden findet aus diesen Gründen nicht statt.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Herzlichen Dank für ihre schnelle Antwort! Hab ich sie richtig verstanden..... : ich hätte weiterhin in die Arbeit gehen dürfen / sollen ( Homeoffice ist ja in meinem Fall nicht möglich, da ich im Pflegeheim arbeite) und ich hätte die Zahlung nach § 56 des Infektionsschutzgesetz erhalten, nicht meinen normalen Lohn.

Nein, dann ist ein Verbleib am Arbeitsplatz nicht möglich.

In diesem Fall haben Sie gegenüber Ihrem AG für die Dauer der Quarantäne einen Anspruch nach § 56 Absatz 5 IfSG:

https://dejure.org/gesetze/IfSG/56.html

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Haben sie vielen Dank!!!!! Sie haben mir sehr weiter geholfen!

Sehr gern!