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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 34800
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ein Bekannter von mir ist als Notfallassistent tätig

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,ein Bekannter von mir ist im Rettungsdienst als Notfallassistent tätig und hat Mist gebaut.Er wurde zu einem bei der Ex-Freundin eines Kumpels gerufen. Ein Notarzt war ebenfalls zunächst vor Ort und ordnete den Transport in ein Krankenhaus zur Abklärung von starken Bauchschmerzen (Verdacht auf Gallenkolik), der jedoch ohne den Notarzt stattfinden konnte.Da mein Bekannter der Patientin 'eins auswischen wollte' hat er das Einsatzprotokoll des Notarztes um eine gynäkologische Verdachtsdiagnose ergänzt (neues Formular ausgefülllt und selbst unterzeichnet). Sein Kollege wusste das, hat aber nichts gesagt.Nun scheint die Patientin aber Verdacht geschöpft zu haben und hat Kopien der Unterlagen angefordert. Was droht ihm, wenn das rauskommt und was kann er jetzt noch tun?Vielen Dank ***** ***** für die Bentwortung meiner Frage.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Es liegt eine nach § 267 StGB strafbare Urkundenfälschung zu, denn das nicht von dem Notarzt herrührende, sondern von dem Notfallassistenten ausgefüllte weitere Einsatzprotokoll stellt eine zum Beweis geeignete und bestimmte Urkunde dar, die der Notfallassistent zur Täuschung im Rechtsverkehr hergestellt hat.

Die Tat wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Sofern er sich bisher nichts hat zuschulden kommen lassen, strafrechtlich also noch nicht in Erscheinung getreten ist, kommt ihm der Ersttäter-Bonus zugute.

Sollte die Tat entdeckt werden, so sollte er zudem ein Gestädnis ablegen und versichern, dass es sich um einen einmaligen Ausrutscher gehandelt hat und sich etwas Derartiges nicht wiederholen wird.

Das beschriebene Nachtatverhalten wird sich strafmildernd auswirken.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus oben rechts die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Darf ich kurz nachfragen:
Und wenn er zwar nicht vorher, aber inzwischen ein Verfahren wegen Verleumdung (einer anderen Person) gegen ihn läuft? Mit welchem Strafmaß muss er rechnen?

Die Verleumdung wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Es gilt bezüglich der konkreten Strafzumessung Gleiches wie eingangs ausgeführt. Auch in diesem Fall kommen als strafmildernde Umstände zur Geltung.

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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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