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Andreas Scholz
Andreas Scholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2001
Erfahrung:  Rechtsanwalt
33130353
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Andreas Scholz ist jetzt online.

Guten morgen ich bin seit 3 Jahren und 9 Monaten nun in der

Kundenfrage

guten morgen ich bin seit 3 Jahren und 9 Monaten nun in der Privatinsolvenz ich habe 9 angemeldetet Gläubiger und eine gesamtsumme von 19856,33€ ich möchte gerne die Restschuldbefreiung erlangen . Meine Familie wurde die Summe komplett beim Insolvenzverwalter begleichen . Mit was für eine SAumme muss ich rechnen . Der Insolvenzverwalter hat schon 8500€ auf dem Treuhandskonto
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: nein
Gepostet: vor 13 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  daniela-mod hat geantwortet vor 13 Tagen.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
aufgrund einer Überprüfung haben wir festgestellt, dass Ihre o.a. Frage bisher leider noch nicht beantwortet wurde.
Wir haben Ihre Frage kostenlos unter einer erhöhten Priorität eingestuft, und unsere Experten erneut informiert, sich mit Ihrem Problem zu beschäftigen.
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in Verbindung zu setzen.
Vielen Dank ***** ***** Geduld.
Ihr JustAnswer Moderatoren-Team
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 12 Tagen.

Sehr geehrter Fragesteller,

die Dreijahresregelung können sie ziehen, wenn Sie nach Abzug der Verfahrenskosten und ggf. Massegläubiger noch mindestens 35% der Insolvenzforderungen decken können.

Die Gerichtskosten liegen in Ihrem Falle bei überschlägig 700,00 € unter der Annahme, dass der Massebestand i.H.v. 8.500,00 € die Einnahmen des Verfahrens widerspiegeln (also etwa nur Einnahmen aus Verwertung u. pfändbares Einkommen).

Die Kosten des Verwalters liegen bei diesem Massebestand bei 25% der Einnahmen im Verfahren (bis 25.000,00 €), damit bei zumindest 2.125,00 € (Regelvergütung). Dies setzt aber voraus, dass der Verwalter nicht noch Zuschläge bei seiner Vergütung berechnet. In dem Fall wären die Verwaltergebühren höher.

Hinzu kämen die Auslagenpauschale nach § 8 InsVV. Für das Erste Jahr wären das 15% der Regelvergütung (318,75 €), für jedes weitere angefangen Jahr 10% (4 x 85,00 € = 340,00 €).

Hinzu kommen dann noch die Zustellauslagen, die von Gericht zu Gericht unterschiedlich sind, in der Regel aber zumindest 3,00 € pro Zustellung betragen. Hier käme es darauf an, wieviele Verfahrensbeteiligte angeschrieben worden sind. Zumindest sind es 18 (Mindestens 9 für die Zustellung der Forderungsanmeldung und 9 für die Mitteilung der Verfahrensaufhebung, damit 18 x 3,00 € = 54,00 €)

Damit liegen die Kosten des Verfahrens bei überschlägig:

700,00 € Gerichtskosten

2.125,00 € Regelgebühr Verwalter

658,75 € Auslagenpauschale

54,00 € (mindestens) Zustellauslagen

Summe: 3.537,75 €

Die Verfahrenskosten sind vorab vom Massekonto zu begleichen:

8.500,00 € - 3.537,75 = 4.962,25 € = 24% von 19.586,33 %

35% von 29.856,33 = 6.949,72 €

Um die 35% Regelung ziehen zu können (was von Ihnen zu beantragen wäre), fehlen Ihnen derzeit daher 2.257,47 € (6.949,72 - 4.962,25).

In jedem Falle erhalten Sie die RSB aber auf Antrag nach 5 Jahren, da die Verfahrenskosten in jedem Falle gedeckt sind.

Bei Rückfragen melden Sie sich.

MfG

Scholz, Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Also wenn meine Schwiegermutter 4000€ Aufs Treuhand Konto überweisen würde könnte ich den Antrag auf vorzeitiger Restschuldbefreiung nach drei Jahren stellen , obwohl ich schon fast im 4 Jahr bin ?
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Mir wurde gesagt vom Insolvenzverwalter das der Antrag nicht durchgehen würde , ich hätte den Antrag vorm dritten Jahr stellen müssen
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 12 Tagen.

Guten Morgen,

ja, die 35% müssen innerhalb der drei Jahre erreicht sein. Da die drei Jahre bei Ihnen bereits verstrichen sind und wie oben Ihnen mindestens rd. 2.300,00 € fehlen, können Sie die RSB nach drei Jahren nicht mehr beantragen. Sie können aber wie oben die RSB nach fünf Jahren auf Antrag erhalten, da die Verfahrenskosten bei Ihnen jedenfalls beglichen sind.

Bei fragen melden Sie sich.

MfG

Scholz, Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Ich würde gern aber jetzt die Restschuldbefreiung beantragen und nicht mehr ein Jahr warten wollen . Wie ist das rechenbeispiel wenn ich den gesamtbetrag von 19.856,33€ bezahlen würde ? was wären da ungefähr an gerichtskosten und Insoverwalter kosten
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 12 Tagen.

Unter der Voraussetzung, dass Sie jmd fänden, der Ihre Insolvenzgläubiger außerhalb Ihres Insolvenzverfahrens in Gänze bedient, käme es zu folgendem Szenario:

Der Dritte zahlt Ihre Insolvenzgläubiger, diese würden dann ihre Insolvenzforderungen in Gänze zurücknehmen.

Sie hätten auf dem Massekonto noch den Betrag i.H.v. 8.500,00 €. Die Verwaltergebühr bis 25.000,00 Einnahmen beträgt tatsächlich nicht 25%, sondern 40%. Alles in Allem wären die Kosten beim Massebestand i.H.v. 8.500,00 €:

Verwaltergebühren ohne Zuschläge brutto 3.944,00

Auslagenpauschale brutto 1.183,20

Zustellauslagen bei geschätzt 30 Zustellungen brutto 104,40 €

Gerichtskosten ca. 700,00 € (nicht USt-pflichtig)

Summe: 5.931,60 €

Vom Massekonto wären Ihnen dann 2.568,40 € auszuzahlen.

Das Szenario setzt aber voraus, dass die Gläubiger außerhalb des Verfahrens und am besten durch einen Dritten vollständig bedient werden, sodass diese dann die angemeldete Forderung in Gänze zurücknehmen. Denn wenn sie den Betrag von insg. rd. 19.900,00 € ins Verfahren zahlen würden, würde die Berechnungsmasse steigen, damit auch die Verwaltergebühr, die Gerichtskosten und die jeweiligen Auslagen.

Dass am besten ein Dritter die Gläubiger bedient hat zum Hintergrund, dass Sie sich dann die Frage vom Verwalter nicht stellen lassen müssen, ob nicht etwa pfändbares Vermögen Ihrerseits nicht angegeben worden ist.

Bei Fragen melden Sie sich.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
hätten Sie ein Blankoschreiben für eine 100% bezahlung der Schulden für den dritten ?
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 12 Tagen.

Nein. Im Ergebnis könnte ich aber die Vertretung in der Sache übernehmen, ggf. wäre auch möglich, mit den GL einen Vergleich zu schließen, was dann für Sie günstiger als die weiteren ca. 19.900,00 € wäre. Die Gebühren hierfür wären dann nach RVG abzurechnen. Für den Fall, dass Sie hierzu weitere Fragen hätten, stünden ich für ein Telefonat über diese Plattform zur Verfügung.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Eine Frage hätte ich noch ist es rechtens das der Insolvenzverwalter noch keine Auszahlung an den Gläubiger nach 3 Jahren 9 Monaten getätgit hat . Bzw mein Verfahren noch nicht bearbeitet hat ? So das ich noch nicht in der Wohlverhaltensphase bin ?
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ich verstehe sie so, dass sie sich noch im eröffneten Verfahren befinden. Das macht aber nichts, weil die Wohlverhaltensphase mit Verfahrensöffnung beginnt und nach längstens sechs Jahren – in ihrem Falle bereits nach fünf Jahren – Ihnen die Restschuldbefreiung erteilt werden wird, unabhängig davon, ob das Verfahren zu diesem Zeitpunkt bereits aufgehoben worden ist. Es handelt sich dann um einen so genanntes asymmetrisches Verfahren.Die Schlussverteilung an die Gläubiger findet erst Nach Einreichung der Schlussrechnung zu Gericht statt.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Die Problematik liegt darin , ich habe seit märz telefonischen Kontakt zum Insolvenzverwalter . Zwecks Selbständigkeit . Mir wurde von den Sachbearbeitern zugesichert , das es kein problm gäbe , ich müsste dann nur einen Betrag x zahlen der für einen Arbeitnhemer lohn stehen würde . Ich habe jeden monat kontakt mit der Sachbearbeiterin gehabt . Und ihr alles genau geschildert . Jetzt will der Inso verwalter keine Freigabe für die Selbständigkeit erteilen . Aber laut gesetzt darf ich doch in der Wohlverhaltenphase mich selbständig machen?
Experte:  Andreas Scholz hat geantwortet vor 10 Tagen.

Warum der Verwalter eine Freigabe nicht erteilen will, kann ich Ihnen nicht beantworten. Aber freilich können Sie sich während des Verfahrens auch selbstständig machen. Um die RSB zu erlangen, müssen Sie dann das zur Masse abführen, was sich an pfändbaren Beträgen für jmd ergibt. der mit vergleichbarer Qualifikation und Erfahrung in der Region in abhängiger Beschäftigung ergeben würde. Die Ausübung der selbstständigen Tätigkeit at daher nichts damit zu tun, ob der Verwalter Ihnen diese freigibt.