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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9659
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ragrass ist jetzt online.

Hallo, Hessen, ja. Folgender Sachverhalt: Kranker Onkel,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Hessen
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: ja. Folgender Sachverhalt: Kranker Onkel, Türkischer Nachbar übernimmt Betreuer Funktion (wurde mir und meinem Bruder als Betreuer vorgestellt - wir haben uns gewundert) Seitdem wich er ihm nicht mehr von der Seite. Hat angeblich alle Vollmachten bekommen (wir haben nie was gesehen). Frau von Onkel im Pflegeheim und verstirbt Mitte Juli. Beerdigung fand am 23.7. statt. Am 28.7. fand Testamentsänderung von Onkel statt bei einem unbekannten Notar (vermutlich hat Betreuer ausgewählt). Wie soll es auch sein, Betreuer und seine Frau als Alleinerbe eingetragen: Spezieller Passus: Anfechtung sämtliche vorstehenden Verfügungen sind ohne Rücksicht darauf getroffen, ob und welche Pflichtberechtigte ich hinterlasse. Eine Anfechtung übergangene oder künftiger Pflichtteilsberechtigte ist ausgeschlossen......ist Anfechtung aufgrund des Passus möglich bzw. empfehlenswert? Das 1. Testament von meinem Onkel war ein Berliner Testatment, welches in 2006 erstellt wurde und Schlusserbe war mein Cousin, der auch mittlerweile verstorben ist. D.h. mein Onkel war quasi wieder Schlusserbe und konnte vermutlich deshalb ein neues Testament (wie soll es auch sein, Alleinerbe sein türkischer Nachbar u. Betreuer) einsetzen. Wir kommen nicht ins Haus, Betreuer hat Schlüssel vom , Kontovollmachten, etc. Wir haben gar nichts. Betreuer hatte uns erzählt, dass unser Onkel ihm das Haus so geben wollte und er es abgelehnt hat und hätte es stattdessen gekauft. Warum sollte er Haus kaufen, wenn er Alleinerbe ist? Letzte Woche war die Beerdigung von meinem Onkel und er räumt schon das Haus aus. Was empfehlen Sie?

Sehr geehrter Fragesteller,

in welcher "Beziehung" stehen Sie zu dem Onkel, d.h. sind Sie denn durch das neue Testament unmittelbar benachteiligt ? Worauf wollen Sie denn die Anfechtung stützen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Hallo RA Grass, ich bin die Nichte von meinem Lieblingsonkel. Ja total benachteiligt. Bzw. Unsere Mutter, also seine Schwester. Wir, mein Bruder und ich sind Betreuer von unserer Mutter. Anfechtung, dass evtl Druck ausgeübt wurde, ein neues Testament auszustellen komplett zu Gunsten des Betreuers. 5 Tage nach Beerdigung seiner Frau wurde ein neues erstellt. Ganz nach der Art von einer Erbschleicher Taktik : anschleimen, vertrauen erarbeiten, abzocken. Sehen Sie Chancen? Oder können Sie was empfehlen, ob und was wir tun können? Mit freundlichen Grüßen E. Hahn

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Info, aber was ist denn der Anfechtungsgrund ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Dass er möglicherweise nicht testierfähig war, weil er 5 Tage nach der Beerdigung seiner Frau, sich vermutlich noch im Schockähnlichen Zustand befand, was der Betreuer mglw. ausgenutzt hat. Und mein Onkel das Testament unter Druck erstellt hat. Er und seine Frau hatten normaleweise mit einem Notar aus seinem Wohnort gearbeitet. D.h. der "alte" Notar kannte ihn. Warum wurde eine neuer Notar ausgewählt, fragen wir uns? Es war nicht mehr möglich mit ihm zu telefonieren. Er hat uns nichts darüber erzählt, dass der Betreuer alles bekommen soll. Im Gegenteil, er hat uns vor Monaten gesagt, dass wir das Haus bekommen sollen. Jedes Telefonat mit uns hat er quasi abgewürgt, dass ihm schlecht ist und er auflegen muss oder dass er mich nicht hört, oder eine Störung durch Rückkoppelung (ich hörte meine Stimme nochmal, so als würde jemand mithören,etc. ) Im Nachhinein, waren es meiner Meinung nach Vorwände, dass er nicht mit uns sprechen wollte oder durfte. Ist das ein Anfechtungsgrund? Wir haben ganz einfach das Gefühl, dass der Betreuer ihn eingelullt hat und sich somit die "Allein Erbschaft" erschlichen hat. Was können wir tun? Bzw. Können wir überhaupt was tun? Würde das Nachlassgericht der Sache nachgehen?

Sehr geehrter Fragesteller,

gut, verstehe ich. Aber nochmals, kämen Sie denn ohne Testament als Erben in Betracht oder anders gefragt, gibt es noch Frau und Kinder ? Ihr Onkel lebt zudem noch oder ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Unsere Mutter käme als gesetzliche Erbin in Betracht. Wir vertreten ihr Interesse. Wie erwähnt, ist seine Frau gestorben und sein im Ehegatten Testament erwähnten Schlusserben, nämlich der Sohn ist auch verstorben. Er selbst ist vor 2 Wochen vertorben. Seine Eltern und Geschwister sind auch verstorben. D.h. unsere Mutter ist die einzige Verwandte aus der 1. Linie.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben und für den Nachtrag.

Wenn ernsthafte Zweifel an der Testierfähigkeit bestehen, dann kann ein Testament natürlich angefochten werden. Nur ist JETZT dafür nicht der richtige Zeitpunkt. Eine Anfechtung hat dann zu erfolgen, wenn ein Testament eröffnet wird, also wenn der Erblasser verstorben ist.

Das Nachlassgericht würde einer Anfechtung natürlich nachgehen, wobei der Anfechtende, dies wäre dann Ihre Mutter, nachweisen müsste, dass zum Zeitpunkt der Errichtung des Testamentes keine Testierfähigkeit bestand oder der Onkel "unter Druck" gesetzt wurde. Dies ist in den Fällen der Anfechtung meist das größte Problem, nämlich der Nachweis !

Ich hoffe, Ihre Fragen konnten beantwortet werden. Bitte stellen Sie eventuelle Nachfragen. Wenn keine mehr bestehen, geben Sie bitt eine Bewertung (3-5 Sterne) ab. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Welche Erfahrungen haben Sie damit? Wie stehen die Chancen, trotz dass er verstorben ist?

Sehr geehrter Fragesteller,

wie gesagt, wenn Ihnen der Nachweis gelingt, stehen die Chancen gut.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

bestehen noch Nachfragen ? wenn nicht, nehmen Sie bitte nun eine Bewertung vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Die Frage ist nur, wenn jetzt NICHT der richtige Zeitpunkt ist und ich jetzt schon weiß, dass der türkische Betreuer Alleinerbe ist, wie und woher würde dann meine Mutter überhaupt davon erfahren, wenn sie nicht im Testament berücksichtigt wurde? Es ist so, dass von meiner Tante ihrer Seite es eine Nichte gibt, die vom Nachlassgericht angeschrieben wurde und nach Geschwister bzw. Verwandten von meinem Onkel gefragt wurde, da ihr verstorbener Vater, einer der gesetzlichen Erben wäre und zu dem Schreiben wurde hinzugefügt, das 1. Ehegattentestament und das jetzige, obwohl es noch nicht verlesen wurde. Sie hat mir dann den Kontakt vom Nachlassgericht gegeben und ich habe dem Nachlassgericht mitgeteilt, dass es noch eine Schwester gibt und uns Kinder. In dem Schreiben habe ich dann auch meine Bedenken geäußert.

Sehr geehrter Fragesteller,

das Testament ist ja offiziell noch nicht existent. Ob es überhaupt zum Tragen kommt, entscheidet sich erst, wenn der Erbfall eingetreten ist.

Das Nachlassgericht muss im Falle des Todes alle gesetzlich in Betracht kommenden Erben informieren, daher erfahren Sie das im entscheidenenden Zeitpunkt.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Was genau bedeutet "wenn der Erbfall eingetreten ist" oder wann wäre das genau? Ist er jetzt quasi noch nicht eingetreten, weil das Nachlassgericht noch auf der Suche nach gesetzlichen Erben ist? Ich frage mich eh, warum das Nachlassgericht meine Mutter nicht als gesetzliche Erbin gefunden hat.

Sehr geehrter Fragesteller,

der Erbfall tritt ein, wenn der Onkel verstirbt.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Der Onkel ist doch im August verstorben. D.h. der Erbfall ist da und Alleinerbe ist der Betreuer. Also ist das Testment dann doch offiziell oder wie?

Sehr geehrter Fragesteller,

dann schon. Aber wenn das erst im August war, dann dauert es noch. Aber Ihre Mutter kann sich natürlich beim Gericht melden .

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

noch Fragen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

nachdem ich jede Ihrer Fragen beantwortet haben, darf ich Sie bitten auch so fair zu sein und eine Bewertung abzugeben.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ja mach ich. Dankeschön

Sehr geehrter Fragesteller,

sehr freundlich danke !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.