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RABergmann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 130
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Hallo, mein Sohn wurde angezeigt, weil er gelegentlich am

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Sohn wurde angezeigt, weil er gelegentlich am Wochenende etwas Gras geraucht hat. Promt wurde er am Montag von der Polizei aufgelauert. Dies geschah 2 Tage hintereinander. Das Resultat, 2x Verfahrenskosten zu je 765 Euro und 2x 1 Monat Fahrverbot. Beide Strafen sind beglichen und nun weigert sich die Führerscheinstelle, ihm seine Fahrerlaubnis zurück zu geben. Was können wir tun? Gibt es evtl. Vereinbahrungen, das er das Auto nur dafür nutzt, um auf Arbeit zu kommen? Immerhin steht nun seine Existenz auf dem Spiel. Er hat auch in keinerlei Hinsichten Vorstrafen. Über eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar.

Guten Tag,

Grundsätzlich ist zwischen einem Fahrverbot und einem Entzug der Fahrerlaubnis zu unterscheiden. Wer ein Fahrverbot zwischen einem und drei Monaten erhält, bekommt nicht den Führerschein entzogen.

Erwischt die Polizei aber einen Autofahrer, der Drogen konsumierte, kann der Führerschein sofort einkassiert werden. In diesem Fall wird von „Gefahr in Verzug“ gesprochen. Der Führerschein gilt dann als entzogen.

Der Führerscheinentzug wird entweder durch die Fahrerlaubnisbehörde oder im Rahmen eines Gerichtsverfahrens bestimmt. Spätestens ab diesem Termin gilt die sogenannte Sperrfrist. Im Durchschnitt beträgt diese neun bis 11 Monate. Ist die Frist abgelaufen, bekommt Ihr Sohn den Führerschein aber nicht automatisch wieder ausgehändigt. Er muss eine Neuerteilung vom Führerschein beantragen. Er kann den Antrag schon sechs Monate vor Ablauf der Sperre stellen. Um den Führerschein durch eine Wiedererteilung zu bekommen, prüft die Behörde im Vorfeld verschiedene Faktoren.

Der Antrag auf den Führerschein durch eine Wiedererteilung kann sechs Monate vor Ablauf der Sperrfrist gestellt werden. In jedem Fall sind folgende Unterlagen vorzulegen:

ein aktueller Sehtest

eventuell eine ärztliche Untersuchungsbescheinigung

ein biometrisches Passfoto

der Strafbefehl oder das Gerichtsurteil mit Rechtskraftvermerk

der Personalausweis oder Reisepass

Unter Umständen muss Ihr Sohn eine MPU nachweisen. Da die Fahrerlaubnis wegen Drogen entzogen wurde, sollte Rücksprache mit der Behörde gehalten werden. Möglicherweise muss eine Rehabilitationsmaßnahme besucht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bergmann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Erstmal danke für Ihre schnelle Antwort.
Der Führerschein wurde nicht sofort einkassiert. Er sollte ihn lediglich laut Bescheid jeweils für 1 Monat abgeben.

Sofern "nur" ein Fahrverbot verhängt wurde muss die Behörde den Führerschein nach Ablauf der Frist zurück geben.

Es kann aber sein, dass die Fahrerlaubnisbehörde den Führerschein durch Verwaltungsakt entzogen hat.

Gemäß § 3 Abs. 1, Satz 1 des Straßenverkehrsgesetzes hat die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen, wenn sich ein Führerscheininhaber als ungeeignet oder nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen erweist.

Eine solche verwaltungsrechtliche Entziehung der Fahrerlaubnis folgt, wenn Tatsachen bekannt werden, die an der Zuverlässigkeit des Führerscheininhabers Zweifel aufkommen lassen.

Liegt die Voraussetzung für eine Entziehung der Fahrerlaubnis vor, so wird die Fahrerlaubnisbehörde den Fahrerlaubnisinhaber regelmäßig zuvor anhören. In dem Verfahren kann der Fahrerlaubnisinhaber dann alle Umstände anführen, die er für wichtig erachtet. Regelmäßig nach der Anhörung des Betroffenen erfolgt dann die Entscheidung der Verwaltungsbehörde. Die Führerscheinbehörde kann dann in einem Verwaltungsakt die Fahrerlaubnis entziehen.

Sofern Ihr Sohn von der Behörde nichts schriftlich erhalten hat muss der Führerschein jedoch ausgehändigt werden.

RABergmann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.