So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RABergmann.
RABergmann
RABergmann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 175
Erfahrung:  -
95743643
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
RABergmann ist jetzt online.

Guten Tag,kann ich meinen Bruder zivilrechtlich anklagen,da

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,kann ich meinen Bruder zivilrechtlich anklagen,da er eine bösartige unwahre Behauptung seiner Herkunft in seinem Buch über seinen Vater
JA: Über welche Art von Klage sprechen wir genau?
Customer: In seinem veröffentlichen Buch hat er auch seine Vita veröffentlich,mit der Ansage,das sein Vater ein SS Standartenführer war.Dies ist nachweislich unwahr,da mir -seiner Tochter - von Nachweisen des Roten Kreuzes nur als Wehrmachtsangehöriger vorliegt.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Außerdem liegen mir Fotos meines /unseren Vaters vor,die meinen Vater in einer eindeutigen Wehrmachtsuniform OHNE SS-Abzeichen zeigen.

Guten Tag,

Ist die Behauptung nicht erweislich wahr, kann man grundsätzlich Unterlassung und Widerruf verlangen (vgl. zum Widerrufsanspruch aber BGH BeckRS 2008, 11782 mwN).

Ein Anspruch auf Geldentschädigung in Folge einer Persönlichkeitsrechtsverletzung setzt neben dem Vorliegen einer schwerwiegenden Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts voraus, dass die Beeinträchtigung nicht auf andere Weise befriedigend ausgeglichen werden kann, zum Beispiel durch Unterlassen, Gegendarstellung oder Widerruf.

Der Anspruch auf Schmerzensgeld für üble Nachrede und andere Persönlichkeits­verletzungen kann erst geltend gemacht werden, wenn der Verletzte zuvor Unterlassungsansprüche durchgesetzt hat.

In Betracht kommt hier das Delikt Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (§ 189 StGB).

Sie sollten dafür Sorge tragen, dass der Pietätsverstoß beweissicher dokumentiert wird. Sodann kann der erforderliche Strafantrag gestellt werden und auch zivilrechtliche Schritte (Unterlassung, Geldentschädigung) eingeleitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Jan Bergmann

Rechtsanwalt

RABergmann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.