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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 34715
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo Herr Schiessl, ich hatte Sie bereits vor einigen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo Herr Schiessl, ich hatte Sie bereits vor einigen Wochen wegen eines Sachverhaltes angeschrieben. Bisher sind wir aber mit der Familie noch nicht zu einer Einigung gelangt. Kurze Darstellung: Mein Mann wohnt 57 Jahre in seinem Elternhaus, welches er mit mir als Ehefrau zusammen 1989 ausbaute, um für uns Wohnraum zu schaffen und den Eltern eine, so war es der Wunsch der Eltern, Sicherheit im Alter bieten, damit sie in dem Haus, was etwas ausserhalb der Stadt liegt, wohnen können. Es gab einen gemeinsamen Kreditvertrag bei einer Bank, mit dem Zweck, Um- und Ausbau und Werterhaltung der Immobilie. Die Raten zahlten wir zum überwiegenden Teil selbst und nahmen sehr viel Eigenleistungen , wie auch jahrelange Grundstückspflege auf 5.000 qm auf uns. Wir tätigten Investitionen und Anschaffungen und Reparaturen. Seid 1989 hiess es, mein Mann erbt das Haus. Nun ist die Mutter auf Wunsch der Schwester, ohne uns zu unterrichten, in eine Wohnung gezogen, da die Wohnung behindertengerecht wäre. Die Schwester besitzt eine Generalvollmacht und uns wurde mitgeteilt, dass das Haus verkauft werden soll. UNs beschäftigt die Frage, ob hier eine unerfüllte Erberwartung wegen Wegfall der Geschäftsgrundlage vorliegt, bzw ein Bereicherungsanspruch der Mutter vorliegt, denn die Immobilienpreise sind ja sehr stark gestiegen und wir mutmaßen, dass die Tochter mit der Mutter zusammen den Plan entwickelt hat, das Haus zu verkaufen, natürlich ohne uns, als Wohnrechtler. Da wir nie Miete zahlten, sondern eher für die Mutter Kosten mittrugen, sieht es zumindest so aus, als würde es einen Plan geben, uns als Wohnberechtigte vor die Tür zu setzen. Welche Handhabe haben wir ? Danke für Ihre Rückantwort. Ps die Schwester hat Ihre Vollmacht bereits missbraucht, da sie unberechtigt in unseren Wohnbereich eindrang und Sicherungen am Stromverteiler Kasten vornahm. Viele Grüsse
JA: Wird der Verkauf direkt über den Eigentümer getätigt?
Customer: Nein, über die Tochter, die eine Generalvollmacht besitzt, besitzen soll, noch haben wir diese nicht gesehn. Wegen verbotener Eigenmacht wollen wir diese Vollmacht aberkennen lassen, da die Schwester in unserer Wohnung am Verteilerkasten war und uns der Strom in bestimmten Räumen abgeschaltet wurde.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Momentan nicht.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie haben den Kern Ihres Problemes richtig erkannt. Ihr Fehler war (tut mir leid wenn ich das so direkt sage), dass Sie keine (notarielle) Regelung mit den Eltern und noch nicht einmal einen Mietvertrag geschlossen haben.

Rein rechtlich gesehen haben Sie in der Tat gegen die Eltern einen Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung. Das bedeutet Sie haben einen Anspruch auf die Differenz der Immobilie im unrenovierten und renovierten Zustand. Dies kann nur ein Gutachter feststellen.

Auch wenn Sie keinen Mietvertrag haben, darf die Schwester nicht ohne Ihr Einverständnis die Wohnung betreten. Dies auch dann nicht wenn die Schwester eine Vollmacht hat. Bei einem Betreten der Wohnung ohne Ihr Einverständnis liegt rechtlich gesehen ein Hausfriedensbruch vor.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Eine Frage hätte ich noch, ob wir gegen die Schwester gerichtlich vorgehen können, weil sie die Vollmacht missbraucht hat, in dem Moment, als sie unsere Wohnung betreten hat. Sie meint, sie wäre legetimiert durch die Generalvollmacht. Wir glauben nicht, dass die Mutter als Vollmachtgeberin daran interessiert war, uns den Strom abzuschalten, oder ohne unser Einverständnis, in unsere Wohnung zu kommen. Wir waren sogar zu Hause, und haben die Schwester erst bemerkt, nachdem sie bereits wieder gehen wollte.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie müssen hier unterscheiden zwischen dem sogenannten Rechtlichen können im Außenverhältnis und dem Dürfen im Innenverhältnis (also im Verhältnis Eltern Tochter). Sie als Außenstehender können also die Vollmacht leider nicht angreifen.

Das bedeutet: Selbst wenn Eltern dies niemals so gebilligt hätte. Aufgrund der Vollmacht ist die Tochter erst einmal befugt zu handeln. Aber selbst mit einer Vollmacht kann die Schwester nicht ohne Erlaubnis die Wohnung betreten. Selbst wenn die Eltern Eigentümer sind, so haben Sie dennoch das Hausrecht an Ihrer Wohnung.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt