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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3539
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Hallo, wir wohnen zu Dritt auf 90qm. Kaltmiete 721,50€.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,wir wohnen zu Dritt auf 90qm. Kaltmiete 721,50€. München.
Nun spielen meine beiden Mitbewohner mit dem Gedanken auszuziehen.
Zahlt mir das Jobcenter dann die volle Miete?Da 45qm als angemessen angesehen werden, wären 90qm für einen Alleinstehenden zu groß.Nun habe ich diverse Immobilienportale durchforstet.
Das günstigste Angebot an Kaltmiete für 45qm waren 869€.
Nur einen Katzensprung von mir, hat jemand die Dreistigkeit 1000€ kalt für 40qm zu verlangen. Auch noch häßlich möbliert.
Wäre das Nobelgegend, könnte ich es noch verstehen, aber nicht im Ghetto.
Viele der Angebote sind möblierte Zimmer. Ich mag jedoch meine Möbel.Warum soll ich in eine kleinere Wohnung, wenn diese teurer ist?
Kann mich das Amt zwingen mir eine Wohnung per Wohnungsberechtigungsschein (Sozialwohnung) zu suchen?
Muss ich dann die erstbeste Wohnung, die mir angeboten wird annehmen, auch wenn mir Gegend oder Schnitt der Wohnung nicht zusagen?Vielen Dank

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

zunächst werden auch überhöhte Wohnungskosten nach den örtlichen Richtlinien zunächst bis zu einem halben Jahr übernommen. Erst nach einer wirksamen Senkungsaufforderung wird es gefährlich.

Bei Ihrer Wohnung ist auch noch fraglich, ob diese nach der Produkttheorie (qm x angemessener qm-Preis) nicht doch noch angemessen ist.

Also bitte erst einmal stumpf beantragen und dann ggf. nach Senkungsaufforderung eine Wohnung suchen (und den Mietvertrag VOR Unterzeichnung genehmigen lassen)!

Sie müssen auch nicht die erstbeste Wohnung annehmen. 6 Monate nach der Senkungsaufforderung wird halt nur noch die angemessene Miete bezahlt.

Geben Sie sich hier aber auch nicht mit der Zahlung der alten WG-Teilmiete zufrieden und legen dar, dass es nicht Ihr Verschulden ist, dass Ihre Mitbewohner ausgezogen sind.

Wenn es also je nach Vertragskonstellation mit dem Vermieter eine Möglichkeit gibt, in der Wohnung zu bleiben zur bisherigen Miete, dann sollten Sie das auch erst einmal machen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

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Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Wenn ich nach 6 Monaten nichts finde? Wovon dann die Wohnung bezahlen, wenn Amt nicht die vollen Kosten übernimmt? Mich Verschulden? Warten auf Zwangsräumung und dann unter eine Brücke ziehen?
Der Wohnungsmarkt ist überteuert, da kann das Amt nicht ankommen und sagen "nur das und das ist angemessen". Den Wohnungsmarkt interessiert nicht, was angemessen ist.

Das Problem hat letztlich jeder ALG II Empfänger, der keine Arbeit findet.

In Bereichen mit sehr angespanntem Wohnungsmarkt wird auch mal länger mehr Miete gezahlt als nach den Richtlinien "angemessen", wenn Sie nachweisen können, dass Sie trotz aller Bemühungen nichts finden, obwohl Sie zu Kompromissen bei der Wohngegend bereit sind. Niemand wird Sie zum Auszug in ein teurere Wohnung zwingen.

Deswegen sollen Sie ja auch erst einmal klären, ob die Wohnung wirklich zu teuer für München ist.

Ehe Sie die aktuellen Richtlinien vom JC bekommen, können Sie ev. hier schonmal schauen, ob die aktuelle für Ihren Bereich online steht:

https://harald-thome.de/oertliche-richtlinien/

Bei der Stadt MÜnchen la 2019 die Obergrenze der Bruttokaltmiete bei 670 Euro. Könnte bei Ihnen also ein Problem werden.

Lassen Sie sich aber auf jeden Fall die aktuellen Richtlinien vom JC geben, damit Sie auch die richtigen Daten haben.

Auch können Sie die Kosten senken, indem Sie einen Teil der Wohnung wieder untervermieten...

Gruß

Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Ich will ja nicht in eine teurere kleinere Wohnung ziehen.
Ich möchte in der großen, die im Gegensatz zu der Kleinen, billiger ist, bleiben.
Nur gibt es eben nix an Privatwohnung, die 670€ kalt kosten.
Das Amt würde mir dann quasi die 670€ kalt zahlen, die Differenz von 51,50€ muss ich tragen.
Wenn ich untervermiete, kann mir das JC daraus wieder einen Strick drehen.

Nein, der Untermietvertrag muss ortsübliche Preise und Bedingungen haben.

Bitte mal dir Richtlinien zu München Stadt (wenn das der Bereich ist) durchlesen, da ist das erklärt, wie das zu laufen hat.

Ein "Strick" wird Ihnen nur gedreht, wenn ohne Vertrag irgendwelche Mietverträge einfach behauptet werden und die Geldflüsse nicht nachweisbar sind bzw. völlig ortsunübliche Mieten genommen werden.

Bitte erst einmal die örtlichen Richtlinien anschauen!

Gruß

Olaf Götz und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.