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RABergmann
RABergmann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 145
Erfahrung:  -
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Sehr geehrte Damen & Herren, Wir, eine österreichische 3

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen & Herren,Wir, eine österreichische 3 Mann GmbH mit ca. 700,000 Jahresumsatz, arbeiten seit zwei Jahren mit einem neuen Steuerberater. Dieser Steuerberater wurde für die laufende Buchhaltung als auch die Aufarbeitung der Buchhaltung aus dem Jahr 2018 beauftragt.Sämtliche Leistungen der Steuerberater Kanzlei wurden im Voraus per per Akontozahlung bezahlt. Am Ende des Jahres 2019 wurde gegengerechnet und die offene Differenz ebenfalls bezahlt.- Im März 2020 habe ich (Geschäftsführer) nachgefragt wofür wir eigentlich so viel Geld bezahlt haben und wie viel die laufende Buchhaltung kostet. Weiters habe ich dem Steuerberater mitgeteilt, dass keine weiteren Kosten abgesehen von der laufenden Buchhaltung dürfen ohne meiner Freigabe.
- Im Mai 2020 habe ich dem Steuerberater mitgeteilt gar keine Arbeiten mehr für uns umzusetzen.
- Im Juli hat mich der Steuerberater aufgefordert die offene Rechnung als auch eine Akonto Zahlung zu tätigen, damit dieser weiterarbeitet. Ich habe ihm jedoch gesagt, dass ich einen KV haben möchte, bevor ich ein Akonto überweise.
- Im August haben wir von unserem ehemaligen Steuerberater die fehlenden Unterlagen erhalten mit denen der aktuelle Steuerberater den Jahresabschluss 2018 abschliessen kann. Dieser wollte von uns für die Buchung fehlender Rechnungen 5,000 Euro haben. Ich habe abgelehnt.
- Darauf hat dieser die Zusammenarbeit gekündigt und Rechnungen in Höhe von € 10,000 geschickt, die ich nicht akzeptiere. Unter anderem möchte er € 5,000 für die Vorbereitung des Jahresabschluss 2018 haben, obwohl noch im März 2020 geschrieben hat, dass der ich mit ca. € 3,000 für den Jahresabschluss 2018 rechnen muss und er ab März keine Arbeiten mehr außer der laufenden Buchhaltung mehr erledigen sollte.=> Nun meine Frage: Darf der Steuerberater bezahlte Leistungen einbehalten, weil er andere Leistungen nicht bezahlt bekommen hat, wobei ich diese Rechnungen gar nicht akzeptiere. Wir haben eine anstehende Finanzprüfung; er weiß dass er uns damit stark unter Druck setzen kann; vielleicht sogar zwingen kann diese Rechnungen zu bezahlen.
JA: Wie lange waren Sie dort angestellt?
Customer: ?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Nein
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Wir haben bereits 32,000 Euro für die laufende Buchhaltung als auch die Aufarbeitung der Buchhaltung von 2018 bezahlt.
Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Im Anhang die Rechnungen die der Steuerberater einfordert.

Guten Tag,

grundsätzlich kann der Steuerberater von seinem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch machen.

Das Zurückbehaltungsrecht besteht sowohl an den Arbeitsergebnissen (BGH 17.2.88, IVa ZR 262/86, GI 88, 117) desSteuerberaters als auch an den Handakten (BGH 3.7.97, IX ZR 244/96,EBE/BGH 97, 286 ff.; KP 11/97, 10 f.)

KeinZurückbehaltungsrecht besteht z.B. bei

  • Vollmachtsurkunden (gesetzlicher Ausschluss durch § 175 BGB),
  • Arbeitspapieren der Arbeitnehmer des Mandanten,
  • Ansprüchen auf Rechenschaftslegung und Auskunft (vgl. BGH 3.2.78, NJW 78, 1157).

Der Steuerberater kann nur diejenigen Mandantenunterlagen nach § 66 Abs. 4 StBerG zurückbehalten, die im Zusammenhang mit der Angelegenheit stehen, für die er dieForderung erhebt – nicht jedoch für Forderungen aus anderen Aufträgen. Es reicht also nicht – wie bei § 273 BGB– dass Anspruch und Gegenanspruch auf demselben rechtlichen Verhältnis beruhen (BGH 3.7.97, BGB/EBE 97, 286 ff.).

.Sofern Sie die Rechnungen nicht akzeptieren müsste Klage erhoben werden bzw. sogar ein Eilverfahren bei Gericht beantragt werden, d.h. ein Antrag auf einstweilige Anordnung auf Herausgabe.

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort. 
Verstehe ich das richtig, dass ein Steuerberater keine Unterlagen einbehalten darf, die nicht mit der ausgestellten Rechnung im Zusammenhang liegen? Beispiel; bei den Rechnungen geht es nicht um die fortlaufende Buchhaltung im Jahr 2019. Darf er diese nun einbehalten? 
Verstehe ich es richtig, dass wir diese Unterlagen einklagen müssen?

Haben Sie berücksichtig, dass wir bereits 32,000 Euro bereits bezahlt haben und ich stark anzweifle dass sämtliche Leistungen vollständig erbracht worden sind?

Haben Sie berücksichtig dass es sich um eine AT Firma handelt?
(Sie verweisen auf das deutsche Bundesgesetzbuch)

Ich kann Ihnen nur Auskunft über das deutsche Recht geben, denke aber das es in Österreich ähnlich ist.

Vielen Dank für die Antwort. 
Verstehe ich das richtig, dass ein Steuerberater keine Unterlagen einbehalten darf, die nicht mit der ausgestellten Rechnung im Zusammenhang liegen? G

Genau

Verstehe ich es richtig, dass wir diese Unterlagen einklagen müssen?Richtig

Haben Sie berücksichtig, dass wir bereits 32,000 Euro bereits bezahlt haben und ich stark anzweifle dass sämtliche Leistungen vollständig erbracht worden sind? Ja deswegen müssten Sie auf Herausgabe klagen

RABergmann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.