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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 34796
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, mir wurde telefonisch eine Mastercard Gold mit

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, mir wurde telefonisch eine Mastercard Gold mit Kreditrahmen in Höhe von 7.500,- € von der Firma "sofort credit" angeboten mit dem Hinweis, dass das Gespräch aufgezeichnet würde. Da ich zögerte und nicht sofort ablehnte, wertete dies der Anbieter, dass ich damit einverstanden wäre, dass sie mir dazu Unterlagen zuschicken kann. Ich bekam per Mail aber eine Auftragsbestätigung mit AGB´s. Das habe ich zunächst nicht voll Ernst genommen. Tatsächlich wollte ich mir das anschauen und ggf. von meinem Widerrufsrecht Gebrauch machen.
JA: Haben Sie einen Kaufbeleg oder eine Rechnung?
Customer: 6 Tage später fand ich im Postkasten eine DHL Benachrichtigung, dass eine Zustellung eines Briefes nicht möglich gewesen sei mit einer Nachnahme in Höhe von 98,90 €. Daraufhin habe ich per mail der Firma, die nun Platincard services hieß, mitgeteilt, dass ich von meinem 14tägigen Widerrufsrecht gebrauch mache und den "Auftrag" widerrufe.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Dann habe ich diese Mail ausgedruckt und per Fax an die von der Firma angegebene Nummer gefaxt. Mittlerweile ist der Schiftverkehr erheblich und sie haben meinen Widerruf nicht bestätigt, sondern abgelehnt und drohen nun mit Inkassoverfahren. Im "verbraucherforum Berlin" habe ich weitere Informationen zu der Firma gefunden, wo dazu ausdrücklich gewarnt wird, sich darauf einzulassen. Man bekommt keine Mastercard, sondern einen Voucher!

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Ein Vertrag ist in der Tat nicht entstanden, denn Sie haben form- und fristgerecht von Ihrem gesetzlichen Widerrufsrecht gemäß §§ 312 g, 355 BGB Gebrauch gemacht, das Ihnen zustand, da ein Fernabsatzvertrag im Sinne des § 312 c BGB vorliegt (=Vertragsschluss erfolgt online/telefonisch).

Mit erfolgtem Widerruf ist Ihre am Telefon abgegebene Vertragserklärung hinfällig - Sie sind an den Vertrag rechtlich daher nicht mehr gebunden.

Es bedarf auch nicht der Billigung/Annahme/Zustimmung des Widerrufs seitens des Anbieters, denn dieser ist mit dem Zugang bei der Gegenseite ohne weiteres wirksam geworden und hat den Vertrag gegenstandslos gemacht.

Lassen Sie sich daher weder einschüchtern noch unter Druck setzen, und erbringen Sie keine Zahlungen.

Regelmäßig setzt diese Branche auf den "Angstzahler", der von diversen Androhungen (=Inkasso, Schufa-Eintrag, Pfändungsmaßnahmen) gefügig und zahlungswillig gemacht werden soll!

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 28 Tagen.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. D. h. also in der Umsetzung, dass egal, was die jetzt einleiten und zusenden, ich überhaupt nicht reagieren muss/sollte, sondern dass man es "aussitzen" muss?

Vielen Dank für Ihren Nachtrag!

Wenn Ihnen eine Zahlungsaufforderung zugehen sollte, so weisen Sie diese nachweisbar (Einschreiben, um den Zugang des Schreibens sicherzustellen!) unter ausdrücklicher Berufung auf den erfolgten Widerruf zurück.

Weisen Sie in diesem Zurückweisungsschreiben darauf hin, dass Sie sich die Erstattung einer Strafanzeige wegen versuchten Betruges (§§ 263, 22 StGB) ausdrücklich vorbehalten, falls man Sie weiterhin behelligen sollte.

Auf weitere belästigende Zuschriften müssen Sie dann nicht mehr reagieren.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt