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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9683
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ragrass ist jetzt online.

Hallo. Ich habe eine Zahnarztpraxis in Baden-Württemberg und

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo. Ich habe eine Zahnarztpraxis in Baden-Württemberg und habe eine Frage: Mitarbeiterin wurde Mitte Febr 20 angestellt, Probezeit 3 Monate, wiederholt krank gewesen (komplette Wochen, auch direkt nach Urlaub), ich habe dann am 31.7. zum Ende Sept gekündigt. Urlaubstage sind 34 Tage vereinbart, bisher bereits ca.28 Tage erhalten. Hat sie Anspruch auf alle vereinbarten Urlaubstage? Können die restlichen noch eingefordert werden? Oder gilt hier eine Aufteilung, da bereits in der Probezeit Urlaub genommen wurde? Wieviele bezahlte Urlaubstage stehen ihr zu? Mit freundlichen Grüßen TW
JA: Wie lange waren Sie dort angestellt?
Customer: Von Mitte febr20 bis Ende Sept20.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Derzeit nicht.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Maßgeblich für die Beantwortung Ihrer Frage ist das Bundesurlaubsgesetz. In diesem ist in § 4 geregelt, dass der VOLLE Urlaubsanspruch erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des AV entsteht.

Wenn die Mitarbeiterin Mitte 02/20 angefangen hat, war sie insgesamt bis Ende September 7,5 Monate, also mehr als 6 monatig , beschäftigt. Damit steht ihr der volle Urlaub zu.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage nahebringen. Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist. Ansonsten nehmen Sie bitte eine Bewertung (3-5 Sterne) vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Bedeutet dies, dass sie auch die restlichen Urlaubstage nehmen kann, bzw. kann ich sie sozusagen auch in den Rest-Urlaub schicken? Muss ich im Arbeitszeugnis erwähnen, dass sie bereits die vollen Urlaubstage bei mir erhalten hat? Vielen Dank.

Sehr geehrter Fragesteller,

ihr stehen die restlichen Ansprüche zu. Für die Urlaubsgewährung ändert sich nichts. Die Mitarbeiterin muss den Urlaub mit dem AG absprechen und der AG darf nicht eigemächtig in den Zwangsurlaub schicken.

Wenn noch Urlaub beim Vertragsende übrig bleiben würde, müssten Sie die restlichen Tage vergüten, also auszahlen.

Im Arbeitszeugnis ist dies nicht zu erwähnen. Häufig wird allerdings eine Urlaubsbestätigung des alten Arbeitgebers ausgestellt, aus der sich ergibt, wie viele Tage Urlaub bestanden und dass der volle Jahresurlaub genommen oder abgegolten wurde.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

sehr gerne !

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und alles Gute !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass