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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9676
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ragrass ist jetzt online.

Hallo, ich habe vor 7 Jahren mein Pferd zu einer Freundin

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe vor 7 Jahren mein Pferd zu einer Freundin gegeben und leider nur einen mündlichen Nutzungsvertrag mit ihr geschlossen. Sie trug die laufenden Kosten und ich hätte ggf. Tierarztkosten übernommen und wollte ein Besuchsrecht. Jetzt möchte ich mein Pferd zurück haben. Die ehemalige Freundin verweigert die Herausgabe. Ich habe einen Kaufvertrag und die Eigentumsurkunde als Teil des Equidenpass, die mich als Eigentümerin ausweisen.
JA: Wird der Verkauf direkt über den Eigentümer getätigt?
Customer: Das Pferd soll nicht verkauft werden. Ich, als Eigentümerin, möchte es zurück in meinen Besitz und es selbst halten.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Nein, keine weiteren Details.

Sehr geehrter Fragesteller,

mit welchem Argument wird denn die Herausgabe verweigert ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Morgen Frau RA Grass,
das Argument für die Weigerung der Herausgabe ist, dass sie 7 Jahre die Kosten für das Pferd übernommen habe. Sie ist aber nie auf mich wegen der Übernahme von Kosten an mich herangetreten, so wie ich es angeboten habe. Sie hatte aber doch auch den Nutzen von dem Pferd.
MfG, V. Dillard

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Das ist juristisch schon mal gut, weil sie nicht behauptet, Eigentümerin des Tieres zu sein.

Gehen Sie folgendermaßen vor:

Fordern Sie die Frau mit einem Schreiben, welches Sie per Einwurfeinschreiben verschicken auf, das Tier bis zu einem bestimmten Termin herauszugeben. Dabei berufen Sie sich auf den Herausgabeanspruch, der sich aufgrund Ihrer Eigentümerstellung ergibt ( § 90 a BGB iVm. § 985 BGB). Man kann, muss es jedoch nicht zwingend, in diesem Schreiben darauf hinweisen, dass ein Zurückbehaltungsrecht wegen "Gegenansprüchen" nicht bestehen, da sie zwar die Kosten für die Versorgung getragen hat, aber - dies haben Sie richtig erkannt - natürlich auch die Nutzung des Tieres hatte, was Ihnen ja grundsätzlich das Recht gibt, Nutzungsersatz zu fordern.

Wenn dieHerausgabe gleichwohl unterbleibet, können Sie und müssten dies ggf. auch, Klage auf Herausgabe beim Gericht erheben. Wenn das Tier einen Wert von mehr als 5.000 EUR hat, müsste die Klage vor dem Landgericht geführt werden, wofür Sie einen Rechtsbeistand benötigen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage nahebringen. Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist. Ansonsten nehmen Sie bitte eine Bewertung (3-5 Sterne) vor. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie noch Nachfragen ? Falls keine mehr bestehen, nehmen Sie nun bitte eine Bewertung vor !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.