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RA Moesch
RA Moesch,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 99
Erfahrung:  dasdasd
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RA Moesch ist jetzt online.

Wir haben vor fünf Jahren ein neues Haus gekauft und die

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir haben vor fünf Jahren ein neues Haus gekauft und die Gewährleistung läuft am 07.09.2020 ab (BGB-Vertrag). Über den von uns eingesetzten Sachverständigen haben wir nun eine Mängelliste erhalten, die wir in einer Mängelrüge an den Bauträger per Einwurf-Einschreiben schicken wollen. Jetzt haben wir gelesen, dass wir für die Mängelbeseitigung eine realistische Frist setzen sollen. Realistisch wäre aber nur ein Termin nach dem Verstreichen der Gewährleistungsfrist am 07.09.2020. Machen wir etwas falsch wenn wir auch zum jetzigen Zeitpunkt noch eine Beseitigungsfrist von 4 Wochen einräumen? Welchen Termin sollten wir setzen? Wir haben auch gelesen, dass der Bauträger die Mängelrüge anerkennen muss, damit sie wirkt. Wie kann ich das sicherstellen. Gibt es dort einen geschickten Satz, der uns da hilft?
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Erst einmal nicht!

Sehr geehrter Fragesteller,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Tatsächlich dürfte es entscheidend sein, wann die Mängelrüge wird. Allerdings handelt es sich nicht nur um Gewährleistungsrechte, sondern um eine Verjährungsvorschrift. Unabhängig von der Anzeige des Mangels und der Aufforderung zur Nachbesserung verjährt Ihr Anspruch am 07.09.2020 mit der Folge, dass Sie ihn nicht mehr wirksam durchsetzen können. Um die Verjährung zu hemmen, kann die Gegenseite entweder erklären, auf die Einrede der Verjährung für die Dauer von x Monaten zu verzichten oder aber der Anspruch gerichtlich geltend gemacht werden.

Ich rate daher dringend davon ab, dass Sie eine über die Verjährungsfrist hinausgehende Frist setzen!

Beste Grüße

Norbert Mösch
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Sehr geehrter Herr Mösch,
d.h. Sie empfehlen einen Satz wie "Wir fordern Sie hiermit auf, die darstellten Mängel bis zum 07.09.2020 vollständig und ordnungsgemäß zu beseitigen." Da es sich u.a. um eine größere Korrekturmaßnahme am Dach handelt, ist der verbleibende Zeitraum aber nicht realistisch. Ist die Setzung einer entsprechend unrealistisch kurzen Frist (<14 Tage) dann nicht ggf. völlig unwirksam und die Mängelrüge als solche dadurch wertlos.
Beste Grüße
Carsten Schmidt

Sehr geehrter Herr Schmidt,

tatsächlich sollten Sie eher formulieren: "Wir fordern Sie hiermit auf, die darstellten Mängel bis zum 07.09.2020 vollständig und ordnungsgemäß zu beseitigen bzw. aufgrund der Kürze der Frist dem Grunde nach anzuerkennen und auf die Einrede der Verjährung zu verzichten."

Beste Grüße

Norbert Mösch

PS: Herzlichen Dank vorab für eine positive Bewertung (3 bis 5 Sterne)

RA Moesch und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.