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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 20034
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo und guten Tag, ich hatte gestern ein Personalgespräch.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo und guten Tag, ich hatte gestern ein Personalgespräch. Man kündigt mich ganz normal oder bietet mir einen Aufhebungsvertrag mit einer gewissen Abfindung an. Am Freitag möchte man eine Entscheidung von mir haben.
JA: Wie lange sind (waren) Sie im Unternehmen beschäftigt?
Customer: von 15.03.2019 bis lt. Kündigung bis 30.09.2020 / 18,5 Monate
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Was kostet mich diese Beratung?

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

Ich bin RAin Schiessl, mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Ich bitte um Geduld, während ich an der Frage arbeite

Haben Sie denn eine neue Arbeit oder aber einen wichtgen Grund, das Unternehmen zu verlassen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrte Frau Schiessl, dem Unternehmen geht es nicht gut, daher Stellenabbau und somit werde ich betriebsbedingt gekündigt. Einen Grund liegt nicht vor. Von mir aus, hätte ich derzeit nicht gekündigt. Man hat mir angeboten einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben mit einer Abfindung und einer sofortigen Auszahlung der Abverkaufsprämie, welche mir in jedem Fall zusteht, jedoch erst nach einem totalem Abverkauf der jeweiligen Wohneinheiten. Der Aufhebungsvertrag liegt vor, jedoch ist hier die Kündigungsfrist nur bei einem Monat zum 30.09.2020 und nicht wie im Arbeitsvertrag 2 Monate. Es ist mit bewusst, dass ich im Aufhebungsvertrag das Datum frei wählbar ist, da beide Parteien sich einigen anders als bei der Kündigung.

Zunächst einmal bekommen Sie eine Sperrfrist seitens des Arbeitsamts bis dieses geprüft hat, ob eine betriebsbedingte Kündigung wirklich veranlasst war.

Wenn Sie dann die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber nicht einhalten wird gleich anschließend ein Ruhen des Arbeitslosengeldes bis Ablauf der Kündigjungsfrst für den ARBEÌTGEBER angeordnet

Das sind die sozialechtlichen Aspekte

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wenn Sie dann die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber nicht einhalten wird gleich anschließend ein Ruhen des Arbeitslosengeldes bis Ablauf der Kündigjungsfrst für den ARBEÌTGEBER angeordnet.Wenn ich das richtig verstehe, bedeutet das für mich: Wenn ich den Aufhebungsvertrag so wie er mir derzeit vorliegt annehme, mit dieser 1 monatigen "unerlaubten" KÜ Frist, dann hat das weitere Nachteile für mich?
Was am Ende heißt: Ich werde nicht nur die 3 Monate gesperrt sondern noch zusätzlich einen Monat ohne ALG sein?
Sehr geehrter Ratsuchende, das ist richtig. Der eine zusätzliche Monat ist keine Sperre sondern ein Ruhen. D.h. Sie haben deswegen nicht weniger Monate Arbeitslosengeld sondern der fehlende Monat wird hinten angehängt.
Jedenfalls birgt der Vertrag so für Sie einen Als erheblichen Nachteil. Sie sollten diesen Vertrag nicht unterschreiben, ohne entweder eine neue Arbeit zu haben oder aber einen wichtigen Grund. Wenn Letztere vorhanden ist müssen Sie das unbedingt vorher mit der Agentur für Arbeit besprechen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wie hoch wäre in meinem Fall eine verhandelbare Abfindung? Gibt es hierfür eine Formel bzw. in der Rechtssprechung einen Richtwert? Wird diese auf das ALG angerechnet?
Es gibt ja die Faustformel ein halbes Brutto Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr Jahr. Diese wird in der Form, wie ich sie oben genannt habe, nämlich durch das Ruhen des Arbeitslosengeldes angerechnet
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wäre das bei einem mtl. Bruttogehalt von 3.000€ (0,5 = 1.500€ x 1,5 Jahre entspricht = 2.250€) oder?

Ein Zeitraum von mehr als 6 Monaten wäre auf ein Jahr aufzurunden

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Dann wäre es ein Bruttomonatsgehalt?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Mich wundert nur, warum die benannte Summe der Abfindung im Aufhebungsvertrag wesentlich höher ist.
Weil der Arbeitgeber Sie kündigen möchte und der Kündigung keine großen Erfolgsaussichten zubilligt
Wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wie kann ich das verstehen? - "der Kündigung keine großen Erfolgsaussichten zubilligt"
Dass er, wenn sie Kündigungsschutzklage erheben würden wahrscheinlich verlieren würde
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
OK habe verstanden ----- / Dann wäre es ein Bruttomonatsgehalt? also 3.000€ ?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
OK, dann bleibt für mich weiterhin die Überlegung ob Kündigung oder Aufhebungsvertrag?
Ich weiß immer noch nicht, was ich machen soll?
Gegen eine Kündigung können Sie klagen wenn mehr als 10 Arbeitnehmer Vollzeit
Wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
OK, und so wie Sie geschrieben hatten, mit Aussichten auf Erfolg?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
In meinem AV steht: Die ANin muss zum Zeitpunkt des Abverkaufes bzw. des Abverkaufes des jeweiligen Bauabschnittes noch beim Arbeitgeber ungekündigt beschäftigt sein. -----------------Das wäre ich ja in meinem Fall dann nicht mehr. Komisch mein AG hat mir die Abverkaufsprämie jedoch zugesichert. Das verstehe ich nicht?
Die Abverkaufsprämie ist ein anderes Thema
Ich habe ihnen schon zu Aufhebungsvertrag und Abfindung Auskunft gegeben
Claudia Schiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Das ist nicht so einfachWenn etwas dafür ist , dass Sie eine Leistung erbracht haben , dann ist das Teil des Arbeitsentgelts und das kann man Ihnen nicht streichen