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ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
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Guten Tag, ich habe da mal eine Arbeitsrechtliche Anfrage,

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,ich habe da mal eine Arbeitsrechtliche Anfrage, und zwar geht es um einen Bekannten von mir, dieser hatte in Berlin vor 2 Jahren einen neuen Job angefangen, musste aber aus persönlichen Gründen damals von Berlin nach Bonn für eine längere Zeit. Seinerzeit hatte er auch in Berlin zu diesem Zeitpunkt auch noch eine Unterkunft. In diese konnte er aber nicht wieder zurück, da das Zimmer auf Grund von der längeren Abwesenheit weiter vermietet wurde.Auf Grund der damaligen Sachlage dass er nach Bonn musste, entschied die Firma meinen Bekannten ins Homeoffice zu versetzen, und erlaubten es Ihm von zu Hause aus (derzeit Bonn) zu arbeiten. Zu dieser Zeit befand er sich sowohl noch in der Probezeit und auch der Vertrag war noch befristet. Nach einem Jahr wurde dann die Befristung aufgehoben und der Vertrag in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt, mit gleichzeitiger Lohnerhöhung. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich immer noch in Bonn im Homeoffice.Nach einigen Monaten wurde dann die Firma meines Bekannten durch eine andere Firma mit Sitz in Bochum aufgekauft und fusionierten miteinander. Zu dieser Zeit erhielt er durch die neue Firma eine erneute Lohnerhöhung, als Würdigung seiner guten Leistungen. Er wird auch immer von sämtlichen Vorgesetzen gelobt, dass er seine Arbeit top erledigt, und er sei einer der besten Mitarbeiter im Berliner Büro. Auch dieses hat er schriftlich gesichert, so das er dieses Nachweisen kann.Zwischendurch hat mein Bekannter immer wieder versucht, eine geeignete Unterkunft von Bonn aus über das Internet in Berlin zu suchen, dies hat aber aus verschiedensten Gründen nicht geklappt, z.B. Feuchte und Schimmelige Zimmer, Stornierte Zimmerbuchungen, Katastrophale Zustände in der Unterkunft etc. Dies war natürlich auch mit etlichen Kosten verbunden (Reisekosten Bahn, Verpflegung, zusätzliche Hotelkosten usw.).Da er auf Grund der Vorkommnisse nicht in den Unterkunften bleiben konnte, blieb Ihm nichts anderes Übrig, als nach Bonn zurückzukommen. Die ganzen Eigenbemühungen kann er jederzeit nachweisen, anhand von Buchungsbelegen und Bahntickets. Nachdem die Firma verkauft wurde, bekam mein Bekannter ein Ultimatum gestellt, bis wann der in Berlin zu sein hat.Er hat jetzt noch einmal eine Fristverlängerung von 2 Monaten bis zum 30.10.2020 erhalten. Sollte er bis dahin nicht in Berlin sein, so habe er nur noch die Möglichkeit, dann in Bochum im Hauptsitz zu arbeiten, dies hieße 3 Tage in Bochum die restlichen Tage im Homeoffice. Also hieße dies ständiges Pendeln von Bonn nach Bochum und zurück.Sollte er dies verweigern, so hieße das, dass man dann über ein Ausscheiden aus der Firma sprechen müsse. Also wird mein Bekannter zusätzlich jetzt noch unter Druck gesetzt. Der Einwand meines Bekannten dass es von Bonn aus sehr schwierig ist eine Unterkunft zu finden die auch noch bezahlbar ist wurde nur lapidar gesagt, zu Coronazeiten wäre es derzeit einfacher eine Wohnung zu finden. Aber das der Wohnungsmarkt in Berlin nicht gerade rosig ist weis an dieser Stelle eigentlich jeder.Jetzt meine Frage können die meinen Bekannten so einfach kündigen? Denn Sie wussten doch, dass er im Homeoffice arbeitet und haben ihm dennoch den Vertrag entfristet und mehrmals den Lohn erhöht, auch sonst macht er seine Arbeit top, wie bereits erwähnt. Er bemüht sich ja auch ständig etwas neues zu bekommen, erst kürzlich hatte er eine feste Zusage von einer Unterkunft zum 01.09.2020, die aber leider 1 Woche vorher seitens der Vermieterin wieder storniert wurde. Hilfe erhält er von seitens der Firma überhaupt nicht, diese Stellen nur Anforderungen. Alleine die ganzen Kosten der letzten Jahre, von denen er nie etwas zurückerhalten hat.Wie sieht die Rechtslage hier aus? Ich weiß er hat keinen Rechtsanspruch auf Homeoffice derzeit aber können die jetzt nach 2 Jahren einfach kündigen?
JA: Gibt es eine Kopie des Vertrages?
Customer: ja
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: nein

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsangaben kommt eine Kündigung nicht in Betracht, denn dem AN fällt keine arbeitsvertragliche Pflichtverletzung zur Last, die eine solche (verhaltensbedingte) Kündigung tragen und rechtfertigen würde.

Ganz im Gegenteil hat die Arbeitsleistung des Bekannten nie Grund zu Beanstandungen gegeben, und der AG war und ist mit dieser überaus zufrieden.

Auch für eine betriebsbedingte Kündigung sind keinerlei Anhaltspunkte und Umstände vorgetragen, denn weder ist der Betrieb von einer Schließung bedroht noch ist die Auftragslage eingebrochen.

Wenn nun der Bekannte bislang seine Arbeit im Homeoffice problemlos erledigen konnte, und wenn der Bekannte nachweisbar erhebliche Eigenbemühungen entfaltet hat, um eine Unterkunft in Berlin zu finden, so wäre eine Kündigung unrechtmäßig.

Der AG hat dem Bekannten vielmehr eine längere Frist zu gewähren, damit dieser sich weiterhin um eine Wohnung in Berlin bemühen kann.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus oben die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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