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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 34697
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo! In unserer Firma >200 Mitarbeiter stehen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo!
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: In unserer Firma >200 Mitarbeiter stehen betriebsbedingte Kündigungen an. Niemand weiß bis jetzt wer betroffen ist. Es wurde ein freiwilliges Abfindungsangebot für alle angeboten. Brutto-Monatsgehalt × Jahre + 20 %. Wer das Angebot nicht annehmen möchte bis zu einem bestimmten Termin, und danach trotzdem gekündigt wird, soll schlechter gestellt sein. Ist das rechtens? Habe ich mit meiner 20 jährigen Betriebszugehörigkeit und als Alleinerziehender kein Recht auf eine Abfindung nach diesem Termin? Bundesland NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Denke nicht.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass dies rechtlich nicht zu beanstanden ist.

Die hier gewählte Vorgehensweise entspricht der gesetzlichen Regelung in § 1 a Kündigungsschutzgesetz.

Nach dieser Vorschrift gilt:

Kündigt der Arbeitgeber wegen dringender betrieblicher Erfordernisse nach § 1 Abs. 2 Satz 1 und erhebt der Arbeitnehmer bis zum Ablauf der Frist des § 4 Satz 1 keine Klage auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist, hat der Arbeitnehmer mit dem Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf eine Abfindung. Der Anspruch setzt den Hinweis des Arbeitgebers in der Kündigungserklärung voraus, dass die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt ist und der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist die Abfindung beanspruchen kann.

Es handelt sich hierbei um eine betriebsbedingte Kündigung mit Abfindungsangebot, das der AG den Beschäftigten auch zeitlich befristet unterbreiten kann.

Verstreicht diese Frist, so verfällt auch das Abfindungsangebot.

Ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung besteht leider - abgesehen von dem hier erläuterten § 1 a KSchG - nicht!

Ein AN kann eine Abfindungszahlung immer nur dann beanspruchen, wenn dieses arbeits- oder tarifvertraglich ausdrücklich so bestimmt und geregelt ist.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keinen angenehmere Mitteilung übermitteln zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Aber es steht bislang nicht fest wem überhaupt gekündigt wird. Es ist demnach also ein Glücksspiel?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Nach meinem Dafürhalten ist es rechtlich grenzwertig, wenn der AG die betreffenden und von der Kündigung bedrohten AN völlig im Unklaren lässt.

Es wäre an sich Aufgabe Ihres Betriebsrates, gegenüber dem AG auf Klarheit und Rechtssicherheit für die Beschäftigten zu drängen!

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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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