So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ra-huettemann.
ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 34709
Erfahrung:  Rechtsanwalt
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Kann das Grabnutzungsrecht auch neu verhandelt werden? Der

Diese Antwort wurde bewertet:

Kann das Grabnutzungsrecht auch neu verhandelt werden? Der Grabnutzer ist der Bruder des Verstorbenen und verbietet nun dessen Kindern die zukünftige Beisetzung in diesem Grab. Eine Anfrage auf Übernahme des Grabnutzungsrechts und/oder den Kosten wurde abgelehnt und zugleich mit dem Verbot versehen dort bestattet zu werden. Ist so etwas rechtens?
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Bayern
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ich bitte den Anwalt diese Frage nicht online zu stellen. Vielen Dank ***** *****!
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Das Erbe des Verstorbenen musste wegen Schulden leider ausgeschlagen werden. Die danach verstorbene Grossmutter hatte beide Brüder zu gleichen Teilen als Erben eingesetzt. Der noch lebende Sohn hat nach dem Tod meines Vaters unsere Grossmutter im Alter von 95 Jahren zu einem Testament "bewogen" das uns Kinder komplett enterbt.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass dies rechtlich nicht möglich ist.

Das Grabnutzungsrecht begründet ein öffentlich-rechtliches Rechtsverhältnis ausschließlich zwischen dem Berechtigten - hier dem Bruder des Verstorbenen - und dem Träger der Friedhofsverwaltung.

Dritte - wie hier die Kinder - sind an diesem Rechtsverhältnis nicht beteiligt.

Leider kann das Grabnutzungsrecht daher auch nicht neu verhandelt werden.

Es besteht nur die Möglichkeit, dass das Grabnutzungsrecht übertragen wird.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keinen angenehmere Mitteilung übermitteln zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wie sieht es diesbezueglich mit dem Totenfuersorgerecht aus? Wir haben die Beerdigung bezahlt und sind die direkten Kinder des Verstorbenen? Wie kann es sein das der direkten Familie verwehrt werden kann im Familiengrab bestattet zu werden?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Das ist etwas anderes: Das Totenfürsorgerecht liegt bei den engsten Angehörigen! Sie können daher auch als Kinder Ihres verstorbenen Vaters allein (!) entscheiden, wo dieser bestattet wird.

Hat aber nun der Bruder das Nutzungsrecht an dieser Grabstätte, so kommt in dieser Grabstätte leider kein Begräbnis in Betracht.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich habe noch eine Frage: wie wird das Grabnutzungsrecht vergeben, bzw. auf welcher Basis? Kann der Grabnutzer es immer wieder verlängern oder muss er sich bei Ablauf auch mit Anwärtern (wie z.B. mir) befassen?
Mein Vater war wohlgemerkt der ältere Bruder und er ist sehr unerwartet jung verstorben weshalb diese Dinge nicht richtig geregelt waren.Ich bin komplett geschockt ueber das Verhalten meines Onkels und wie abweisend die Gemeinde reagiert hat. Man kann ein Grabnutzungsrecht doch nicht vererben, oder? Wie kommt es zu einer Vergebung dieses Grabnutzungsrechts?

Dies ist in den zugrunde liegenden Friedhofssatzungen teils sehr unterschiedlich geregelt. Sie müssten daher Einsicht nehmen in die entsprechende Satzung.

Dort sind die Vergabe- und Verlängerungsoptionen im Einzelnen geregelt.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Sind denn noch Fragen offen geblieben? Gibt es (technische) Probleme bei der Bewertung?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Muss mir die jeweilige Gemeinde Einsicht in deren Friedhofssatzung auf Anfrage gewaehren? Und ist die Gemeinde auch verpflichtet mir Auskunft ueber die Laufzeit bzw. Historie der Grabnutzung zu geben?Die zunaechst sehr freundliche Gemeindemitarbeiterin klang in der jetzigen Email sehr abweisend und bat mich "von weiteren Anfragen abzusehen". Ich empfinde das als ungeheuerlich. Mein Vater und meine direkten Grosseltern sind dort begraben und mein seit 12 Jahren in der Schweiz lebender Onkel verbietet mir im Grab meiner Familie bestattet zu werden, bzw. "anderen Familienzweigen als den seinen". Ich bin ein ebenbuertiger Familienzweig, sogar der des aelteren Sohnes?Es kann doch nicht sein das die Gemeinde einfach das Grabnutzungsrecht an meinen Onkel vergibt und mir dann erklaert ich solle mich nicht weiter erkundigen duerfen?

Selbstverständlich haben Sie einen Auskunftsanspruch, und diesen können Sie notfalls auch verwaltungsgerichtlich erzwingen!

Sie sollten gegenüber der Friedhofsverwaltung letztmalig auffordern, Ihnen die Auskünfte zu erteilen oder Ihnen einen schriftlichen Ablehnungsbescheid auszufertigen.

Gegen diesen sollten Sie sodann umgehend den Rechtsweg beschreiten.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich werde die Bewertung auf jeden Fall abgeben, aber meine Frage ist leider noch nicht ganz beantwortet. Der Tod meines Vaters war im Jahr 2005. Meine Grossmutter verstarb im Jahr 2009. Das wir Kinder von ihr enterbt wurden haben wir erst hinterher erfahren nachdem sich mein Onkel in die Schweiz abgesetzt hatte.Ich war damals leider zu jung und gutglaeubig um sofort einen Anwalt einzuschalten. Das ganze Ausmass dessen ist mir erst Jahre spaeter bewusst geworden. Ich habe als recht junge Voll-Waise dann mein Studium selbst finanziert und ich hatte kein Geld und kein Selbstvertrauen mich gegen meinen Onkel zu stellen.Das die Grossmutter uns absichtlich enterbt haben soll war ohnehin eine Farce — ich habe sie bis zu ihrem Tod aufopferungsvoll daheim gepflegt und es war immer ihr ausdruecklicher Wunsch das wir auch erben. Auch hier habe ich mich nicht getraut das Testament anzufechten.Wie aber das Familiengrab "geregelt" wurde ist nicht mehr ertraeglich fuer mich. Haette die Gemeinde nicht die Pflicht gehabt alle direkten Familienangehoerigen der bereits dort Bestatteten zu informieren? Wir hatten nie eine Information hierzu bekommen?

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Friedhofsverwaltung hierzu rechtlich nicht verpflichtet ist.

Eine Informationspflicht über das Ableben des Erblassers trifft nur das Nachlassgericht gegenüber den Erben.

Ich bedaure sehr.

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ok, verstanden. Meines Wissens nach haben Belange des Erbrechts jedoch nicht zwangslaeufig mit dem Grabnutzungsrecht zu tun. Sprich, selbst wenn ich als Enkelkind enterbt wurde und auch das Erbe meines Vaters nicht antreten konnte (wegen der Schulden), so kann ich doch heute gleichwertig um das Grabnutzungsrecht anfragen wenn es auslaeuft, oder nicht?Ich moechte mich vernuenftig um das Grab kuemmern und auch mit meiner eigenen Familie dort bestattet werden koennen (meinen Namen habe ich auch deshalb behalten).Wie bestimmt eine Friedhofsverwaltung die Vergabe des Grabnutzungsrechts? Ich habe als direkte Tochter und Enkeltochter der dort bestatteten Menschen ein zu meinem Onkel gleichberechtigtes Interesse an der Nutzung?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich habe noch nicht ganz verstanden wie diese beiden Sachverhalte zueinander stehen:
"Selbstverständlich haben Sie einen Auskunftsanspruch, und diesen können Sie notfalls auch verwaltungsgerichtlich erzwingen!Sie sollten gegenüber der Friedhofsverwaltung letztmalig auffordern, Ihnen die Auskünfte zu erteilen oder Ihnen einen schriftlichen Ablehnungsbescheid auszufertigen."Und"Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Friedhofsverwaltung hierzu rechtlich nicht verpflichtet ist.Eine Informationspflicht über das Ableben des Erblassers trifft nur das Nachlassgericht gegenüber den Erben."Besteht nun ein Auskunftsanspruch zum Grabnutzungsrecht und auf welcher Basis dieses vergeben wird, oder nicht?

Gern antworte ich Ihnen weiter.

Ich darf Sie aber nach bereits erfolgter Beantwortung Ihrer ursprünglichen Anfrage bitten, zunächst eine positive Bewertung abzugeben, damit meine bisher erbrachte umfassende Rechtsberatung auch vergütet wird. Ich werde sodann umgehend auf Ihre Nachfrage eingehen, und Sie können anschließend beliebig oft und kostenfrei nachfragen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank ***** ***** ich kenne mich mit diesem Portal noch nicht gut aus. Ich habe soeben die Sterne-Bewertung abgegeben und hoffe Sie koennen mir noch weiter helfen.

Haben Sie vielen Dank.

Ich bin gerade in einem Telefonat und melde micht in einigen Minuten umgehend.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank, ***** ***** bis Sie wieder frei sind.

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Ok, verstanden. Meines Wissens nach haben Belange des Erbrechts jedoch nicht zwangslaeufig mit dem Grabnutzungsrecht zu tun. Sprich, selbst wenn ich als Enkelkind enterbt wurde und auch das Erbe meines Vaters nicht antreten konnte (wegen der Schulden), so kann ich doch heute gleichwertig um das Grabnutzungsrecht anfragen wenn es auslaeuft, oder nicht?

- Ja, das ist vollkommen richtig. Sie müssen die erbrechtliche Komponente strikt von dem GrabnutzungsR trennen. Das eine muss mit dem anderen nichts zu tun haben.

Ich moechte mich vernuenftig um das Grab kuemmern und auch mit meiner eigenen Familie dort bestattet werden koennen (meinen Namen habe ich auch deshalb behalten).

- Wie eingangs mitgeteilt, ist Berechtigter der Bruder. Dieser kann Ihnen allenfalls das Nutzungsrecht übertragen, und Sie können es auch nach Zeitablauf selbst beantragen (=hierfür maßgeblich ist die Satzung, s.o.).

Wie bestimmt eine Friedhofsverwaltung die Vergabe des Grabnutzungsrechts? Ich habe als direkte Tochter und Enkeltochter der dort bestatteten Menschen ein zu meinem Onkel gleichberechtigtes Interesse an der Nutzung?

- Auch dies ist in den jeweiligen Satzungen geregelt (s.o.).

Ich habe noch nicht ganz verstanden wie diese beiden Sachverhalte zueinander stehen:
"Selbstverständlich haben Sie einen Auskunftsanspruch, und diesen können Sie notfalls auch verwaltungsgerichtlich erzwingen!

Sie sollten gegenüber der Friedhofsverwaltung letztmalig auffordern, Ihnen die Auskünfte zu erteilen oder Ihnen einen schriftlichen Ablehnungsbescheid auszufertigen."

Und

"Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Friedhofsverwaltung hierzu rechtlich nicht verpflichtet ist.

Eine Informationspflicht über das Ableben des Erblassers trifft nur das Nachlassgericht gegenüber den Erben."

Besteht nun ein Auskunftsanspruch zum Grabnutzungsrecht und auf welcher Basis dieses vergeben wird, oder nicht?

- Es besteht eine Auskunftspflicht bezüglich des GrabnutzungsR, aber es besteht keine Auskunftspflicht (und danach hatten Sie später gefragt) bezüglich des Ablebens.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
34;Es besteht eine Auskunftspflicht bezüglich des GrabnutzungsR, aber es besteht keine Auskunftspflicht (und danach hatten Sie später gefragt) bezüglich des Ablebens."Das war vermutlich ein Missverstaendnis, bzw. habe ich mich nicht klar genug ausgedrueckt. Die Umstaende des Ablebens der jeweilig Bestatteten sind mir bewusst. Mir ging es hauptsaechlich darum ob die Friedhofsverwaltung mir Auskunft ueber die Historie des Grabnutzungsrechts geben muss, oder nur ueber die derzeitige Laufzeit informieren muss.Ich habe mir zwischenzeitlich die Satzung des dortigen Friedhofs online angesehen und zu meinem speziellen Fall finde ich keine Informationen darin.Ist es prinzipiell moeglich sich schon jetzt als Anwaerterin auf das Nutzungsrecht eintragen zu lassen? Oder kann meinem Onkel das Nutzungsrecht unbegrenzt verlaengert werden?Ich empfinde seine Argumentation als unfair und auch unmenschlich. Koennte man eine Entscheidung der Gemeinde rechtlich anfechten?Aus meiner Sicht sind wir als Kinder des aeltesten Sohnes dieser Familie in der "Reihenfolge" nicht einfach auszuschliessen.

Mir ist auch unbegreiflich wie die Verwaltung unter Übergehung der engsten Angehörigen das Recht vergeben hat. Anfechtbar ist die Vergabe allerdings nicht. Allerdings können Sie sich für das GrabnutzungsR vormerken lassen, etwa auch für den Fall des Ablebens des Onkels. Wenn in der Satzung bezüglich der Verlängerungskonditionen nichts Konkretes auffindbar ist, sollten Sie sich direkt an die Friedhofsverwaltung wenden.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Das ist interssant. Eine Entscheidung kann quasi mit rechtsfolgenden Konsequenzen getroffen werden und ist aber dann im Rueckschluss nicht mehr anfechtbar? Wie ist so etwas denn moeglich?Mir ist nicht ganz klar wie ich nun am besten vorgehen soll. Mit freundlichen Worten erziele ich bei meinem Onkel nichts mehr, das ist klar. Der Kontakt wurde exakt nach dem Tod der Grossmutter grundlos abgebrochen. Nachdem wir nachgefragt hatten weshalb wir enterbt wurden.Seit 12 Jahren besteht kein Kontakt mehr und mein Onkel hat auch unerlaubterweise Wertgegenstaende meines Vaters zur eigenen Bereicherung verkauft (z.B. ein Gemaelde das meine Eltern zum Hochzeitstag geschenkt bekamen). Nur um zu illustrieren wie dieser Teil der "Familie" tickt.Nie haette ich jedoch meinem Onkel verwehrt in diesem Grab begraben zu werden, haette ich das Grabnutzungsrecht erhalten. Er im Gegenzug will meine Familie komplett dadurch entwerten und auch annullieren. Ich kann das sehr schwer auf mir sitzen lassen.Mir scheint jedoch das die Gemeinde auf der Seite meines Onkels steht. Natuerlich klingt es nicht sonderlich gut das mein Vater Schulden hatte und wir von der Grossmutter enterbt wurden. Mein Onkel hat aber ebenso sein gesamtes Vermoegen verloren und musste Insolvenz anmelden, er ist also kein Stueck "besser". Damit er schneller aus der Insolvenz kommt zog er in die Schweiz.Wie soll ich am besten vorgehen? Ich moechte auf keinen Fall einen Fehler machen in diesem Prozess. Mir ist enorm wichtig das mein Teil der Familie seinen Platz behalten kann. Wir sind ohnehin schon mehrfach eingelullt und ausgenutzt worden nach dem Tod des Vaters. Zur Heimpflege meiner 100-Jaehrigen Grossmutter war ich gut genug, aber mir zu sagen das mich diese enterbt hat als ich mit der gesamten Familie bis zu ihrem Tod im gleichen Haus wohnte, dazu reichte es nicht.Ich brauche einen Abschluss zu diesem Thema und mir erscheint das wir zu Unrecht bei der Vergabe des Grabnutzungsrechts uebergangen wurden.

Sie können sich in dieser Angelegenheit nur erneut an die Friedhofsverwaltung wenden. Sollte die Sachbearbeiterin Ihnen kein Gehör schenken, wenden Sie sich an den Behördenleiter. Sollte auch dieser kein Einlenken zeigen, sollten Sie Beschwerde zum Bürgermeister führen und den gesamten Sachverhalt diesem zur Kenntnisnahme übermitteln.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Also sehe ich das richtig das es keine rechtliche Grundlage zur Vergabe des Grabnutzungsrechts gibt sondern nur nach "Belieben" vergeben wird?

Doch, es gibt eine Rechtsgrundlage. Wie bereits mehrfach mitgeteilt, ist dies die Friedhofssatzung.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Zusammenfassend wuerde ich nun wie folgt vorgehen:> Die Friedhofssatzung kann ich zusammen mit den Auskuenften zum Grabnutzungsrecht von der zustaendigen Sachbearbeiterin anfordern.> Diese muss mir diese Informationen zukommen lassen, da ich ein berechtigtes Interesse daran habe (Familienmitglieder dort bestattet).> Falls die Anfrage nicht zeitnah behandelt wird, bzw. abgelehnt wird, kann ich einen schriftlichen Ablehnungsbescheid via Post anfordern.> Mit diesem in der Hand (oder bereits davor) wuerde ich mich an den Behoerdenleiter wenden um die notwendigen Informationen zu erhalten.> Falls dies auch nicht zum Erfolg fuehrt, einfach weiter zum Buergermeister eskalieren.Falls in einem der jeweiligen Eskalationsschritte Informationen zum Vorschein kommen die andeuten das ich gleichwertig Interesse am Grabnutzungsrecht bekunden kann, wie ist das weitere Vorgehen? Mir scheint das es sehr darauf ankommt ob einem die Gemeinde wohl gesonnen ist um das Grabnutzungsrecht zu erteilen.Mal angenommen deren Friedhofssatzung laesst viel Spielraum zur Interpretation — wovon haengt eine Entscheidung dann ab?
Ich nehme an das mein Onkel umgehend seine Kinder im Testament als Nachfolger des Grabnutzungsrechts bestimmen wird. Das kann aber doch nicht rechtens sein da man ein Grab nicht wirklich "vererben" kann?

Es hängt von der Fassung der für Sie maßgeblichen Satzung ab. Zu Ihrer weiterführenden Orientierung nachfolgend ein Urteil des OVG Lüneburg, das sich mit der Thematik umfassend auseinandersetzt:

https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/grabnutzungsrecht-uebergang-rechtsnachfolger-3112378

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank. Diesen Artikel habe ich bereits selbst online gefunden. Ich muss also darauf warten das mir die jeweilige Friedhofssatzung zugesandt wird und darauf fussend dann weitere Schritte einleiten?

Ja, richtig. Ansonsten ist Ihr Fahrplan aber in Orndung. Nur gegen den Ablehnungsbescheid müssen Sie den Widerspruch einlegen. Sollte diesem nicht abgeholfen werden, erheben Sie Klage zum Verwaltungsgericht.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ok, verstanden. Ich gehe davon aus das ich einen Ablehnungsbescheid erhalten werde. Den Widerspruch muesste ich mit einem Familienrechtler genau "Wo" einlegen? Geht dies auch als Privatperson?

Bei der Behörde selbst. Ja, den können Sie selbst einlegen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Und die Klage beim Verwaltungsgericht einreichen waere dann aber vermutlich besser mit anwaltlichem Beistand, richtig?

Ja, richtig.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Meinen Sie ein solches Vorgehen wird zum gewuenschten Ziel fuehren? Ich sehe nur nicht ein meine Familie und meinen ins Besondere meinen Vater dort "allein" in den Haenden anderer Leute zu lassen. Beide Familienzweige der zwei Soehne haben ein berechtigtes Interesse an diesem Ort und jeder normal tickende Mensch wuerde das auch so sehen.
Ich moechte mich nicht einfach vertreiben lassen. Vor allem nicht mit dieser Vorgeschichte.Vielen Dank ***** ***** detaillierte Auskunft. Ich wuensche Ihnen noch einen schoenen Tag!

Ich verstehe Sie sehr gut. Maßgeblich wird sein, was die Friedhofssatzung im Einzelnen regelt.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank. Ich werde die Sache nun ein paar Tage ruhen lassen und dann bei der Sachbearbeiterin die Informationen anfragen.Ich habe leider kein gutes Gefuehl und vermute das sich die Situation sehr zuspitzen wird. Aber mittlerweile bin ich bereit das auch einmal durch zu stehen.

Gern!

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Abend Herr Hüttemann. Ich habe nun zwei Tage ueberlegt und habe mitterlweile eine Email an die Sachbearbeiterin verfasst. Ich wollte noch einmal nachfragen was es mit dem Ablehnungsbescheid auf sich hat? Mir ist nicht ganz klar wer diesen verfasst, was er beinhalten muss und was ich mit ihm erwirken kann? Vielleicht wären Sie so gut und helfen mir noch mit dieser Nachfrage aus?

Guten Abend,

den Ablehnungsbescheid können Sie sich von der Friedhofsverwaltung erteilen lassen, wenn Ihnen die begehrten Auskünfte verweigert werden.

Gegen diesen können Sie dann Widerspruch einlegen, um den Sachverhalt neuerlicher rechticher Überprüfung zuzuführen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Guten Abend!
Der Ablehnungsbescheid wäre als in zweiter Folge, also quasi die "nächste Eskalationsstufe" wenn ich das richtig sehe? Ich wollte die Sache erst ein paar Tage ruhen lassen. Auch weil ich viel zu emotional auf diese Nachricht reagiert habe und bei einer sofortigen Antwort nichts Gutes heraus gekommen wäre.Ich möchte die Antwort erst morgen senden, damit ich noch einmal darüber schlafen kann. Ich habe in der jetzigen Nachricht um die Übersendung der geltenden Friedhofssatzung gebeten, sowie Informationen zu Historie und Laufzeit des derzeitigen Grabnutzungsrecht. Muss mir die Sachbearbeiterin all diese Informationen zukommen lassen oder kann Sie das verweigern?