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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 34689
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich habe zu Ende August gekündigt und bin nun seit 28.07.

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich habe zu Ende August gekündigt und bin nun seit 28.07. bis einschließlich 18.08. krank geschrieben. Vor ein paar Tagen erhielt ich von meinem AG eine widerrufliche Freistellung unter Anrechnung auf offene Urlaubs- und Resturlaubsansprüche. Ich würde nun gern Widersprechen, da mir noch 16 Urlaubstage zustehen bis Ende August. Ab 18.8. habe ich sowieso Urlaub, welcher schon lange bewilligt war und fliege nach Portugal. Mir stehen also noch 6 weitere Tage zu die ich gern ausgezahlt bekommen würde. Jetzt meine Frage, ist die widerrufliche Freistellung unter anrechnung der Urlaubstage generell rechtens? Insbesondere da ich ja krank geschrieben bin (psychische Belastung seit über einem halben Jahr mit recht schwerwiegendem Verlauf, also keine ausgedachte Krankheit) oder wie verhält sich das? Und wie verhält es sich mit meinem Urlaub ab 18.8. wenn ich der Freistellung wiederspreche? Bleibt mein Urlaub fix oder könnte mein AG fordern dass ich wieder zur Arbeit komme, da die Freistellung ja widerruflich war?
JA: Wie lange waren Sie dort angestellt?
Customer: Seit März 2018
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Nein

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie der Arbeitgeber nur widerruflich freistellt, dann kann er dies zwar machen. Urlaub und Überstunden darf er Ihnen aber nur dann anrechnen wenn die Freistellung unwiderruflich erfolgt wäre.

Aber auch bei einer unwideruflichen Freistellung kann Urlaub auch nur dann angerechnet werden, wenn Sie in der Freistellung nicht arbeitsunfähig krank sind.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Und wie sieht es aus mit meinem genehmigten Urlaub ab 18.8. bis 31.8.? Ist der in gefahr wenn ich der Freistelllung wiederspreche?

Sehr geehrter Ratsuchender,

absolut nein.

Ein bereits genehmigter Urlaub kann in keiner Weise mehr widerrufen werden. Dieser Urlaub ist Ihnen also sicher.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Und wie muss ich jetzt vorgehen? Ein allgemeines Schreiben aufsetzen dass ich der Freistellung unter Anrechnung der Urlaubstage wiederspreche, da ich krank geschrieben bin und es ja eh nich rechtens ist bei einer widerruflichen Freistellung den Urlaub abzugelten? Oder wie geht man hier vor? Oder erstmal nicht beachten?

Sehr geehrter Ratsuchender,

das Schreiben an Ihren Arbeitgeber wäre der erste Schritt. Ist der Arbeitgeber weiter uneinsichtig, dann sollten Sie vor dem Arbeitsgericht Feststellungsklage erheben mit der Feststellung dass durch die Widerrufliche Freistellung keine Anrechnung des Urlaubs erfolgt.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Können sie mir sagen wie ich das schreiben soll?
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich kann ja schlecht schreiben ich wiederspreche weil es nicht rechtens ist?!

Ja freilich.

Schreiben Sie an den Arbeitgeber und machen Sie ihn einmal darauf aufmerksam dass er nur dann Urlaub aufrechnen kann wenn er eine unwiderrufliche Freistellung erklärt. Aber auch dann kommt es in Ihrem Falle zu keiner Anrechnung des Urlaubs weil eine Urlaubsanrechnung im Falle der Arbeitsunfähigkeit ausscheidet.

Setzen Sie ihm eine Frist von 14 Tagen ab Briefdatum Ihnen verbindlich zu erklären, dass er keine Urlaubsanrechnug vornehmen wird. Weisen Sie ihn darauf hin, dass Sie sollte er diese Erklärung nicht abgeben, klagen werden.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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