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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 34872
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, vielen für die Möglichkeit zu

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für die Möglichkeit zu fragen. Wir haben folgendes Problem: Mit Jahn- Reisen buchten wir im Zeitraum 12.3.-26. 3.2020 eine Reise nach Madeira- Reisepreis gesamt für 14 Nächte Betrug 5942,00 Euro Iim Reisebüro DER in Merseburg. Zusätzlich erfolgte über das Reisebüro DER eine Buchung für einen Mietwagen - Gesamtpreis von 588,00 Euro. Da sich bereits vor Reisebeginn eine Entwicklung zur Pandemie abzeichnete, nahmen wir nochmals 2 Tage vor Abflug mit dem DER- Reisebüro Kontakt auf, um nachzufragen, ob tatsächlich die Reise durchgeführt wird. Dies wurde bejaht.Letztendlich wurden wir in den Abendstunden des 17.2.20 von der Reiseleitung informiert, dass am nächsten Morgen ein Evakuierungsflug nach Köln/ Bonn erfolgt und wir diesen wahrnehmen sollten, weil keiner wüsste, wie es weitergeht. Was wir dann auch taten und nach Köln/ Bonn geflogen sind- in unserem Heimatflughafen Leipzig war unser Auto geparkt,so dass wir dann mit Mietwagen( Kosten von 330,38) nach Hause gefahren sind. Nach kurzer Zeit versuchten wir mehrfach , mit dem Reisebüro DER, wo wir ja immer alles buchen, Kontakt aufzunehmen. Das gelang nicht, das Büro war geschlossen und telefonisch oder per Mail keiner erreichbar. Wir haben dann deshalb mit Jahn Reisen per Mail eine Anfrage zur möglichen Entschädigung bei ja unvollständig erbrachten Leistungen veranlasst- ohne jegliche Rückmeldung. Es erfolgte keine Reaktion, eine wahrscheinlich geschaltete Sammelmail versprach allen Kunden; bald wieder für sie da zu sein, um Buchungen zu ermöglichen. Letztmalig erfolgte eine Anfrage unsererseits am 30.06. mit der Maßgabe, juristische Konsequenzen zu ziehen , worauf am Folgetag sofort von DER mitgeteilt wurde, dass man unsere Anfrage bearbeiten würde. Am 29.07. wurde uns mitgeteilt, dass man bereit sei, uns 1338,00 Euro zurückzuerstatten, allerdings . als GUTSCHEIN,,,, Wir waren mit der Lösung nicht zufrieden und baten das Reiseunternehmen bzw. DER, wie man zu dieser Summe käme( die uns zu niedrig erscheint in Anbetracht des Gesamtpreises!) und wieso keine Auszahlung erfolgt.. Bei einem Gutschein verbleibt das Risiko bei uns, wie es die nächsten Monate mit Reisen weiter geht, kann man gar nicht sagen. Wir bitten daher höflichst um Beratung zur Vorgehensweise, ist das wirklich wie vom Reisebüro benannt eine Kulanzlösung?.. Vielen Dank vorab,
JA: Haben Sie eine E-Mail, eine Rechnung oder ein anderes Dokument im Zusammenhang mit dem Betrug?
Customer: Fam Dr. Schedler
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Lachmöwenweg 1Customer: Chat is completed

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Das müssen und sollten Sie nicht hinnehmen.

Das Reisebüro hat Ihnen vielmehr den gesamten Reisepreis umgehend zurückzuerstatten, denn Sie müssen nicht für eine Reiseleistung zahlen, die Sie überhaupt nicht erhalten haben und in Anspruch nehmen konnten!

Das Reisebüro ist auch nicht etwa zum Einbehalt einer Stornogebühr berechtigt, sondern es hat Ihnen den vollständigen Reisepreis zurückzuzahlen.

Des Weiteren müssen Sie sich auch nicht auf einen Gutschein verweisen lassen, denn der so genannten Guscheinlösung hat die EU-Kommission bereits vor Monaten eine ganz klare Absage erteilt: Sämtliche EU-Verbraucher haben vielmehr Anspruch auf volle Rückzahlung des Reisepreises und müssen Ihren Reisevertragspartnern per Gutschein keinen Zwangskredit gewähren!

Ihren Anspruch auf Rückzahlung können Sie notfalls auch gerichtlich duchsetzen.

Gehen Sie nun wie folgt vor: Fordern Sie das Reisebüro vorab per E-Mail und sodann schriftlich (Einschreiben!!) letztmalig unter ausdrücklicher Berufung auf die eingangs dargestellte Rechtslage zur Rückzahlung auf, und setzen Sie hierzu eine letzte Frist von maximal 14 Tagen ab Briefdatum.

Kündigen Sie in dem Schreiben an, dass Sie nach Fristablauf ohne weitere Ankündigung einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihres Anspruchs auf Erstattung beauftragen werden und dass die hierdurch bedingten Kosten das Reisebüro als Verzugsschaden zu tragen haben wird.

Gerät dieses mit dem Ablauf der von Ihnen gesetzten Frist in Verzug, sind die Rechtsverfolgungskosten (=Anwaltskosten) als Verzugsschaden ersatzfähig.

Sie können dann auf Kosten des Reisebüros einen Rechtsanwalt vor Ort einschalten, der Ihren Anspruch auf Rückzahlung geltend machen und durchsetzen wird.

Der Anwalt wird dieses zunächst außergerichtlich und schriftsätzlich auf Zahlung in Anspruch nehmen.

Zahlt das Reisebüro dann noch immer nicht, wird der Anwalt einen gerichtlichen Mahnbescheid erwirken oder Zahlungsklage erheben - auch die hiermit verbundenen weiteren Kosten Ihrer Rechtsverfolgung hätte das Reisebüro zu tragen!

Haben Sie keine Nachfragen, dann klicken Sie bitte mit der Maus die Sterne (3-5 Sterne) an, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die anwaltliche Beratung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Sind denn noch Fragen offen geblieben? Gibt es (technische) Probleme bei der Bewertung?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, Die uns überrascht... den gesamten,,, Reisepreis.. obwohl wir ja vom 12.3. bis zur Rückreise am 18.3. Leistungen in Anspruch genommen haben..

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Dann habe ich Ihre Sachverhaltsdarstellung missverstanden, da ich davon ausging, die Reise sei überhaupt nicht angetreten worden.

In diesem Fall ist gleichwohl in Anbetracht eines Reisepreises von 5942,00 € das Angebot von lediglich 1338,00 € deutlich zu niedrig, denn es ist Ihnen eine gesamte Woche Urlaub entgangen.

Sie können daher mindestens einen Erstattungsbetrag in Höhe von 3.000 € einfordern.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank, ***** *****: auf welchen juristischen Hintergrund/ Paragraphen können wir uns berufen.

Ihr diesbezüglicher Rückzahlungsanspruch ergibt sich aus der gesetzlichen Regelung in § 812 BGB, denn das Reisebüro ist um diesen hälftigen Reisepreisbetrag ungerechtfertigt bereichert mit der Folge, dass Sie einen entsprechenden Herausgabeanspruch haben.

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Vielen Dank!

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Kristian Hüttemann
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