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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2200
Erfahrung:  Juristischer Mitarbeiter at ProfDrPannenRAe
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Lebenspartner und ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,mein Lebenspartner und ich leben in einer Kellerwohnung, die wir bereits fristgerecht gekündigt haben. Da wir aber schon seit Anfang an mit Tag täglicher Lärmbelästigung durch unseren Nachbarn über uns zu kämpfen haben und wir seit einem Rohrbruch (Heizungsrohr im Erdgeschoss) Ende letzten Jahres Schimmelbildung in einigen Räumen haben, auf den wir unseren Vermieter bereits des öfteren hingewiesen haben, hatten wir unseren Vermieter eine Frist bis zum 28.06.2020 gesetzt, diese Problematiken zu beseitigen. Eigentlich war ansonsten eine Mietminderung angesetzt, da ich aber heute nach meiner Nachtschicht Dank dem unnötigen Lärm unsere Nachbarn nicht schlafen konnte, würden wir gerne ihm morgen eine fristlose Kündigung vorsetzen. Ist diese in unserem Fall nun rechtlich?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.

Sofern Sie wünschen, stehe ich Ihnen der Einfachheit halber gern für ein telefonisches Beratungsgespräch zur Verfügung. Buchen Sie dieses gern als Premiumservice hinzu.

Mit freundlichen Grüßen

- Rechtsanwalt -

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Bitte teilen Sie mir ergänzend mit: Wann haben Sie dem Vermieter die Frist gesetzt? D.h. wie viel Zeit haben Sie ihm zur Abhilfe gegeben?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Das Schreiben haben wir am 16.06. rausgeschickt und Frist wurde bis zum 28.06. gesetzt.

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Hat der Vermieter auf Ihre Fristsetzung in irgendeiner Weise reagiert?

Ist die Schimmelbildung lediglich geringfügig oder hat diese ein gesundheitsschädliches Ausmaß angenommen?

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Erst am 29.06. wurde uns ein Termin für einen Gutachter des Schimmels mitgeteilt. Die unnötige Lärmbelästigung besteht immer noch.

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Bitte beantworten Sie noch meine oben stehende Rückfrage zum Ausmaß der Schimmelbildung.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Die Schimmelbildung betrifft eine komplette Wand und hat sich auch schon auf andere Räume ausgeweitet. Da der Schimmel sehr dunkel ist (schwarz), vermuten wir selbst, dass dieser Schimmel gesundheitsschädlich ist.

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Jedenfalls wenn der Schimmel gesundheitsgefährdend ist und Ihnen der Verbleib in der Wohnung bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist insofern nicht zugemutet werden kann, ist eine fristlose Kündigung berechtigt. Sie könnten diese sofort erklären, womit das Mietverhältnis auch mit sofortiger Wirkung beendet wäre.

Wenn Ihnen der Verbleib in der Wohnung angesichts der Sachlage grundsätzlich zumutbar wäre, so ist eine fristlose Kündigung erst nach Setzung einer angemessenen Abhilfefrist möglich. Meiner Einschätzung nach müsste die Frist länger ausfallen als die von Ihnen gesetzte. Denn diese müsste angemessen sein, um dem Vermieter die Behebung des Mangels zu ermöglichen.

Ich würde Ihnen insofern im Falle der Gesundheitsgefährdung die sofortige Erklärung der fristlosen Kündigung empfehlen. Andernfalls würde ich Ihnen empfehlen, noch einen angemessenen Zeitraum abzuwarten und im Falle der ausbleibenden Abhilfe seitens des Vermieters - auch mit Blick auf die Lärmbelästigung - danach die fristlose Kündigung zu erklären.

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Kunde: hat geantwortet vor 6 Tagen.
Danke für Ihre schnelle Antwort. Da wir ihn bereits mehrmals ohne jeglicher Antwort von ihm auf dem Schimmel aufmerksam gemacht hatten, haben wir uns für eine kurze Frist entschieden um zumindest zu agieren.
Wäre auch der Lärm, durch den unsere Gesundheit definitiv auch bereits leidet (Migräne, extremer Schlafmangel), ein zusätzlicher Grund zur fristlosen Kündigung oder ist dies eher nicht relevant?

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Eine fristlose Kündigung bedingt, dass ein wichtiger Grund vorliegt. Bei der Frage, ob dieser vorliegt, handelt es sich um eine Abwägungsentscheidung zwischen Mieter- und Vermieterinteressen. Insofern ist die Lärmbelästigung - insbesondere wenn diese ebenso Gesundheitsgefahren birgt - selbstverständlich von Belang und würde im Falle eines Rechtsstreits die Kündigung eher berechtigt erscheinen lassen.

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Kianusch Ayazi und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.