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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 34033
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Morgen, Rheinland Pfalz - es betrifft aber meine

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen,
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Rheinland Pfalz - es betrifft aber meine Mutter, sie lebt in Baden-Württemberg
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Auf jeden Fall. Nachdem mein Vater vor kurzem verstorben ist und damit jede Menge Formalitäten verbunden sind, habe ich dies für meine fast 88-jährige Mutter übernommen. Nachdem ich auch das Finanzamt informiert habe, kam jetzt ein Schreiben vom FA indem gefragt wird, wer der Erbe ist und gleichzeitig ein Erbschein verlangt wird. Ist dies wirklich erforderlich? Eigentlich ist der Fall klar (für mich). Es gibt zwar nur ein schriftliches Testament, das leider nicht notariell beglaubigt ist, ansonsten waren meine Eltern aber gemeinsam veranlagt, gemeinsame Kontoführung, stehen gemeinsam im Grundbuch, es gibt eine Heiratsurkunde usw. Darf das Finanzamt überhaupt einen Erbschein verlangen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich müssen Sie dem Finanzamt gegenüber in Nachweis bringen wer Erbe geworden ist. Denn der Erbe ist Rechtsnachfolger des Verstorbenen und muss anstelle des Verstorbenen die Steuererklärung abgeben, hat aber auf der anderen Seite auch das Recht eventuelle Steuererstattungen zu erhalten.

Damit das Finanzamt sicher weiß wer die Erklärung zu fertigen hat und wer die Erstattung bekommt verlangt es den Erbschein.

Meiner Erfahrung sieht das Finanzamt von der Anforderung des Erbscheins dann ab, wenn kein oder nur geringes Vermögen vorhanden ist und auch aus der Steuererklärung keine oder nur eine geringe Zahlung / Nachzahlung zu erwarten ist. Ansonsten kann der Erbschein als Nachweis der Erbenstellung seitens des Finanzamts gefordert werden.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Damit bestätigen Sie (leider) das, was ich schon recherchieren konnte. Da es hier aber auch um "Amtsgeschäfte" geht, die meine Mutter kaum noch in der Lage ist zu tätigen, habe ich jetzt vorsorglich eine Vorsorgevollmacht ausgefüllt, die meine Mutter noch unterschreiben muss, damit ich Ihre Amtsgeschäfte übernehmen kann. Gibt es da noch etwas zu beachten? Ausserdem hatte auch das FA schon ein Vollmachtsformular beigefügt in dem ich wohl sinnvollerweise, als bevollmächtigter benannt werden sollte. Eine weitere Frage noch: Das FA hat eine Frist für die Beantwortung und eigentlich auch für die Vorlage des Erbscheins gestellt. Allerdings habe ich doch keinen Einfluss darauf, wie lange es dauert, bis der Erbschein (nach Beantragung) ausgestellt wird!?

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht.

Das ist in der Tat ein erhebliches Problem. Die Erteilung eines Erbscheins kann derzeit durchaus mehrere Monate dauern.

Ich schlage daher folgende pragmatische Vorgehensweise vor. Sie und die anderen Miterben wenden sich an das Finanzamt legen die Vorsorgevollmacht, den Erbscheinsantrag und die Steuererklärung vor und bantragen für die Beibringung des Erbscheins Fristverlängerung, da Sie den Gang der Erteilung bei Gericht nicht beeinflussen können.

Das sollte meiner Ansicht nach ausreichen.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Nur noch eine abschliessende Frage: Eigentlich geht es in der Erbfolge gerade "nur" um meine Mutter, erst danach um mich. Ich bin im Moment eigentlich nur "schon" im Spiel, weil es um die Amtsgeschäfte geht, insofern gibt es keine weiteren Erben. Vereinfacht das die Angelegenheit gegenüber dem FA in irgendeiner Hinsicht?

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn es "nur" um Ihre Mutter geht, also Ihre Mutter im Testament zur Alleinerbin ernannt wurde, dann müssen natürlich nur Sie als Vertreter Ihrer Mutter unter Vollmachtsvorlage die Steuererklärung unterschreiben. Insoweit wird die Angelegenheit natürlich vereinfacht, da keine zusätzlichen Unterschriften weiterer Erben erforderlich sind.

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben geben Sie bitte eine Bewertung meiner anwaltlichen Beratung ab (bitte klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne 3-5).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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