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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2241
Erfahrung:  Juristischer Mitarbeiter at ProfDrPannenRAe
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Guten Tag.Folgender Sachverhalt liegt vor Über einen

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag.Folgender Sachverhalt liegt vorÜber einen Großhandel bezog ich größere Mengen FFP2-Masken „antimikrobielle Halbgesichtsmaske FFP2 der Marke HANVICO“ bzw. FFP2 NANOSILBER MUND-NASESCHUTZFerner habe ich ein Zertifikat erhalten mit dem Text „Diese Masken sind „gleichwertig einer FFP2-Maske“
Das Zertifikat liegt mir als PDF vor und erscheint (englisch) eigendlich glaubwürdig.Diese Masken habe ich an Kunden über meinen Webshop weiterverkauft.Nun bekam ich von meinen Kunden sowie über Produktwarnungen.eu die Info „Bei dieser Maske handelt es sich zwar nicht um eine Fälschung, allerdings wurde weder die Filterkapazität zertifiziert noch seine Verwendung als Biozidprodukt genehmigt. Daher ist das Produkt nachweislich nicht für den menschlichen Gebrauch unbedenklich. Noch dazu erfüllt es möglicherweise nicht die Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen. Diese Schutzmaske wird unverzüglich vom Markt genommen und die Lieferung und Ausstellung des Produkts ist künftig verboten.“Vorsorglich habe ich den Verkauf über meinen Webshop erstmal gestoppt.Wie ist nun weiter zu verfahren ?A. gegenüber dem Lieferanten ?B. gegenüber den KundenIm Falle einer zu umsetzenden Rückrufaktion bzw. Rücksendung durch Kunden, Kostenerstattung usw. entstehen
nicht unerhebliche Kosten die schon eine existentielle Bedrohung darstellen würden.Viele GrüßeWerner Diers
JA: Haben Sie einen Kaufbeleg oder eine Rechnung?
Customer: ja natürlich
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: nein, steht alles oben im Text

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.

Sofern Sie wünschen, stehe ich Ihnen der Einfachheit halber gern für ein telefonisches Beratungsgespräch zur Verfügung. Buchen Sie dieses gern als Premiumservice hinzu.

Mit freundlichen Grüßen

- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Danke für den Zwischenbericht. Ich warte dann gern Ihre schriftliche Info ab. Viele Grüße Werner Diers

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Als Verkäufer haften Sie für Mängel an der Ware im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung. Sie haben insofern gegenüber Ihren Kunden die Pflicht, die Masken zurückzunehmen und gegen mangelfreie umzutauschen bzw. das Geld zu erstatten. Dabei tragen Sie sämtliche Kosten, die im Rahmen der Geltendmachung er Gewährleistungsrechte Ihrer Kunden anfallen, z.B. Transportkosten.

Ihren Lieferanten können Sie parallel dazu in Regress nehmen. Denn dieser ist zur Gewährleistung für seine Produkte verpflichtet. Sie müssten diesen Ihrerseits zur Rücknahme der Masken und zur Erstattung auffordern.

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Sind noch Rückfragen offen geblieben? Dann stellen Sie diese gern.

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Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Danke für die schnelle Antwort, aber die brauche ich mit meinen 30 Jahren Gewerbeerfahrung nicht hier erfragen. Mit geht es darum, dass ich den Mangel nicht beweisen kann und ein Zertifikat vorliegt: https://www.praxisdrucksachen.com/zertifikat.htm
Andererseits liegt eine Produktwarnung vor: https://www.radiogong.de/fake-ffp2-maske-2020
deren Echtheit ich auch nicht überprüfen kann. Wie ist in diesem Fall zu verfahren ?
Vielen Dank ***** ***** Nachricht.Beweispflichtig für das Vorliegen eines Mangels ist in jedem oben genannten Rechtsverhältnis der Anspruchssteller. Wenn Sie einen Mangel nicht beweisen können, so wird dies dem Verbraucher Ihnen gegenüber ebenso nicht gelingen, sodass Sie nicht haften. Wenn jedoch nachweislich ein Mangel vorliegt, so können Sie den verbraucherseitig geführten Beweis ebenso gegenüber Ihrem Lieferanten nutzen, um Ihre Regressansprüche geltend zu machen. Insofern ist das Recht auf Nacherfüllung für Sie ein "Durchlaufposten".Konnte ich Ihnen damit behilflich sein? Bitte geben Sie eine Bewertung (3-5 Sterne) durch Anklicken der Bewertungssterne ab. Vielen Dank.
Kunde: hat geantwortet vor 19 Tagen.
Vielen Dank, ***** ***** hilft mir schon wesentlich weiter. Reicht denn der Beweis (hier der Produktrückruf und sogar Verkaufverbot der betroffenen FFP2-Masken) laut einer Webseite wie hier aus ? https://www.produktwarnung.eu/2020/06/18/rueckrufe-von-atemschutzmasken/19661 oder muss der Kunde eigene weitere Anstrengungen und Nachweise erbringen ?

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ein Produktrückruf oder ein Verkaufsverbot für die Masken ist für den Beweis eines Mangels weder erforderlich noch ausreichend. Vielmehr muss im Einzelfall in einem Rechtsstreit bewiesen werden, dass ein Sachmangel vorliegt. Dies geschieht gerade bei Medizinprodukten regelmäßig durch einen Sachverständigenbeweis. Im Rechtsstreit würde das Gericht einen Sachverständigen bestellen.

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Kianusch Ayazi und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.