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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 33764
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Tag, mein Vater ist 08/2016 verstorben. Meine Mutter

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, mein Vater ist 08/2016 verstorben. Meine Mutter hatte 04/2017 durch einen Sturz einen Beinbruch und wird seitdem in einem Seniorenheim betreut. Generalvollmacht hat sich meine Schwester und deren Mann 01/16 ausstellen lassen. Mein Sohn hat sich 12/17 für ein Auto 2T€ vom Konto meiner Mutter von meiner Schwester geben lassen. Das wurde schriftlich festgehalten, dass er das Geld geholt hat. Über eine Rückzahlung ist nichts vereinbart. 02 bis 04/18 wurden insgesamt 600€ zurückgezahlt. Beim einem Besuch der Oma hat er ihr davon erzählt, dass meine Schwester das Geld zurückhaben will. Die Oma sagte nein, dass schenke ich dir. Das wurde am 22.02.19 schriftlich festgehalten. Nun hat meine Schwester sich von der betreuenden Hausärztin (betreut seit 10.10.17) am 03.09.19 auf einer Rezeptvorlage bescheinigen lassen, dass die Mutter geschäftsunfähig sei, da eine Altersdemenz vorliege.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Thüringen.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Ja

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

welche Frage haben Sie denn zu dem geschilderten Sachverhalt?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 25 Tagen.
Man beruft sich auf das Schreiben der Hausärztin. Des Weiteren sei die Unterschrift schief und etwas zittrig (84 Jahre alt) und man gehe eher vom Gewinnstreben aus. Meine Schwester hat den „Kreditvertrag“ gekündigt und fordert die Rückzahlung ein. Nirgendwo steht auf dem Blatt, welches meine Schwester sich bei Abholung des Geldes unterschreiben lassen das Wort Darlehen oder Kredit.
Wir sollen beweisen, dass meine Mutter geschäftsfähig sei und die Kosten für ein Sachverständigengutachten hätten wir zu tragen.
Ich denke meine Schwester hätte das gesundheitliche Befinden durch einen Facharzt wie Neurologe, mit entsprechender Bildgebung usw. und nicht durch die Hausärztin bescheinigen lassen.
Dann stellt sich mir die Frage, kann man 2 Jahre rückwirkend einen Menschen für geschäftsunfähig erklären lassen.
Ich bedanke ***** ***** für eine Beantwortung.
Mit freundlichen Grüßen
Uta Pendias

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!

Wenn Ihre Frage darauf zielt, ob Ihr Sohn zur Rückzahlung des Betrages verpflichtet ist, so lautet die Antwort nein!

Die Großmutter hat Ihrem Sohn das Geld nämlich schenkweise zugewendet - § 516 BGB.

Das bedeutet, dass Ihr Sohn den Geldbetrag auch nicht zurückzuzahlen hat.

Die "Bescheinigung" der Ärztin, wonach Ihre Mutter geschäftsunfähig sein soll, ist rechtlich völlig bedeutungslos, denn die Ärztin ist rechtlich überhaupt nicht befugt, eine solche weit reichende rechtliche Feststellung zu treffen.

Solange und soweit Ihre Mutter nicht unter einer gerichtlich angeordneten Betreuung steht (§ 1896 BGB), solange kann Ihre Mutter frei und nach eigenem Belieben über Ihre Vermögenswerte verfügen.

Die Rückzahlungsforderung der Schwester ist daher rechtlich gegenstandslos, denn ein Darlehensvertrag ist überhaupt nicht geschlossen worden.

Sie können die Rückzahlungsforderung daher unter ausdrücklicher Berufung auf die hier dargestellte und eindeutige Rechtslage zurückweisen!

Haben Sie keine Nachfragen, dann geben Sie bitte Ihre Bewertung für die anwaltliche Beratung ab, indem Sie mit der Maus die Sterne (3-5 Sterne) anklicken, denn nur dann erhalte ich von dem Portalbetreiber die Vergütung für die Rechtsberatung.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Sind denn noch Fragen offen geblieben? Gibt es (technische) Probleme bei der Bewertung?

ra-huettemann und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.