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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 33730
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend! Mein Name ist Sonja Wunder. Ich wohne in NRW.

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend! Mein Name ist Sonja Wunder.
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: Ich wohne in NRW. Ich betreuen meinen Vater seit über zwei Jahren und regle per Vollmacht alles für ihn. Auch sämtliche Geldgeschäfte. Desweiteren bin ich im Testament als Testamentvollstreckerin eingetragen. Zum Schluss muss ich den Rest mit meinem Bruder teilen. er kümmert sich um nichts, ist aber heiß aufs Geld. Ich hebe monatlich auch Geld vom Konto meines Vaters für das ich keine Belege habe. z.B. Geld für Enkel, Putzfrau, Bäcker, Fusspflege, Frisör etc. Da mein Vater dement ist, kann er später niemandem sagen, welche Aufträge er mir gegeben hat, sollte z-B. mein Bruder danach fragen. Ich muss jetzt dringend wissen, ob ich später meinem Bruder oder sonst wem Rechenschaft für dieses Geld ablegen muss.
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: nein

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Diese Gefahr besteht in der Tat. Rechtlich gesehen besorgen Sie die Geschäfte für Ihren Vater und sind gegenüber Ihrem Vater auch zur Rechenschaft verpflichtet. Sollte Ihr Vater versterben, dann geht diese Rechenschaftspflicht nach § 1922 BGB auf die Erben, also auch auf Ihren Brider über.

Aus diesem Grund sollten Sie zumindest ab sofort so genau wie möglich Buch über wirklich jede Kontobewegung und Zahlung führen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank für Ihre zügige Antwort. Ich hatte bereits ein Gespräch mit einer Anwältin hier in der Gegend, die meinte, er könne keine Akteneinsicht verlangen, da ich Testamentsvollstreckerin wäre und er nur die Hälfte des Geldes bekäme und nicht die Hälfte der Rechte hätte. Da ich mir aber immer noch unsicher war, habe ich hier noch mal nach gefragt. Also hat er anscheinend doch Rechte, auch wenn ich die Vollstreckerin bin?

Sehr geehrter Ratsuchender,

soweit Sie Testamentsvollstreckerin sind und als Testamentsvollstreckerin handeln kann er in der Tat keine Akteneinsicht handeln.

Das Problem in Ihrem Falle ist allerdings dass es hier zu einer Interessenkollission kommen kann, wenn Sie in Ihrer Funktion als Testamentsvollstreckerin Ansprüche gegen Sie als Vertreterin Ihres Vaters abwehren.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Was heißt Interessenkollision zwischen Vollstreckerin und Verteterin meines Vaters?

Sehr geehrter Ratszchenderm

Als Testamentsvollstreckerin müssen Sie den Nachlass aufteilen und Forderungen des Nachlasses gegen Schuldner realisieren.

Das bedeutet Sie als Testamentsvollstreckerin müssten dann gegen sich selbst als Bevollmächtigte Ihres Vaters vorgehen und Auskunft und gegebenenfalls Zahlung verlangen. Wenn Sie Ansprüche gegen sich selbst durchsetzen müssten, d***** *****egt eine Interessenkollision.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Aber ich muss doch nicht gegen mich selbst vorgehen. Oder kann mich jemand dazu zwingen?

Naja, das ist es ja eben. Wäre ein fremder Dritter Testamentsvollstrecker würde dieser Überprüfen ob er Ansprüche gegen Sie geltend machen kann, weil Sie Gelder vom Konto Ihres Vaters abgehoben haben und deren Verbleib nicht nachweisen können. Wenn Sie nun auf der einen Seite Testamentsvollstrecker und auf der anderen Seite möglicher Anspruchsgegner sind, dann ist das eine Interessenkollission, da die Gefahr besteht dass Sie nicht gegen sich selbst vorgehen wollen, obwohl es ein Testamentsvollstrecker müsste

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Nein danke. Das ist meine letzte Frage. Kann mich jemand dazu zwingen gegen mich selbst vorzugehen?

Nein, das natürlich nicht.

Niemand kann Sie zwingen gegen sich selbst vorzugehen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank!

Gerne!

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.