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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 5629
Erfahrung:  Langjährige Praxis als Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Thema Arbeitsrecht: seit 5,5 Jahren - seit 2018

Kundenfrage

Thema Arbeitsrecht : seit 5,5 Jahren im Unternehmen Swatch - seit 2018 Storemangerin davor Assistent und jetzt wirf man mir vor, dass ich mich 2018/2019 nicht zur Pause ausgestempelt habe, obwohl ich angeblich Pause gemacht habe. Das Unternehmen meint es hat Beweise und ich soll bis zum 19.5. selbst kündigen oder sie legen alles vor und es kann zu einer fristlosen Kündigung kommen. Was kann ich tun. Das Gespräch war heute und ich habe nichts in der Hand außer das halbstündige Gespräch für das ich heute von Hamburg nach Frankfurt musste
JA: Wie lange waren Sie dort angestellt?
Customer: seit 11/2014
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: nein
Gepostet: vor 12 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 12 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Es gibt drei Ansatzpunkte zu Ihren Gunsten:

Der Arbeitgeber muss eine fristlose Kündigung innerhalb von zwei Wochen aussprechen, nachdem er Kenntnis von dem wichtigen Kündigungsgrund erlangt hat (§ 626 Abs. 2 BGB). Sonst ist die Kündigung unwirksame. Wenn Ihnen hier also vorgeworfen wird, dass Sie 2018/19 einen Arbeitszeitbetrug begangen haben sollen, dann kann diese Frist schon lange verstrichen sein. Denn es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum der Arbeitgeber erst jetzt davon Kenntnis erlangt haben soll.

Hinzu kommt, dass vor eine fristlosen Kündigung in der Regel eine Abmahnung zu erfolgen hat. Sie hätten also mindestens einmal abgemahnt werden müssen, wenn Ihnen wegen des angeblich falschen Stempelns gekündigt werden soll. Eine Abmahnung ist zwar nicht immer erforderlich, bevor gekündigt werden kann, aber es ist gut denkbar, dass ein Richter hier eine Abmahnung würde, sodass eine fristlose Kündigung unwirksam wäre.

Außerdem muss der Arbeitgeber das falsche Stempeln beweisen. Und auch da sehe ich gute Chancen für Sie, dass der Beweis nicht gelingen wird.

Falls Sie also eine Kündigung bekommen, könnten Sie dagegen Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen mit den von mir dargelegten Argumenten.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
mir wurde von meinem AreaRetailManager vor 3 Wochen nahegelegt, dass ich meine Pausenzeiten korrigieren sollte und das habe ich auch getan und das kann man bei der Swatch Group in der Zeiterfassung natürlich sehen.
Heute hatte ich das Gespräch mit der Personalerin und dem Retailmanger, die meinten, dass das Gespräch der Klärung gilt, da ich wir seit 3Monaten Personaldepatten haben und ich keinen Rückhalt mehr bekomme, möchte ich dort nicht weiter arbeiten und man hat mir nach dem heutigen Gespräch auch untersagt, bis zur Klärung nicht mehr in den Store zu gehen.
Was für mich wichtig ist, wie verhalte ich mich, denn wenn ich zum 31.5. kündige, so wie sie es mir nahe legen „um mein Gesicht zu wahren“ verliere ich jegliche Ansprüche. Was allerdings bei einer fristlosen Kündigung auch auf mich zu kommen würde.
Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen, war eher zu viel als zu wenig für den Laden da und jetzt behandelt man mich, wie einen Verbrecher.
Was ist der richtige Weg. Abwarten? Krank melden? oder Kündigen?
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
wegen der Frist soll ich mich auch bis zum 19.5. entscheiden - da sonst die 14 Tage ablaufen...
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 12 Tagen.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Selbst kündigen sollten Sie nach meiner Ansicht nicht. Das führt zu einer Sperre beim Arbeitslosengeld.

Sie sollten Ihre Arbeitskraft weiter anbieten. Und dann muss der Arbeitgeber entscheiden, ob er Sie kündigt. Und gegen diese Kündigung können Sie dann mit einer Kündigungsschutzklage vorgehen. Die Klage muss binnen drei Wochen nach Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht eingereicht werden. In dem Prozess wird dann geklärt, ob die Kündigung wirksam ist. Und ich habe Ihnen Argumente dargelegt, die gegen eine Wirksamkeit der Kündigung sprechen.

In der Regel endet so ein Kündigungsschutzprozess damit, dass Sie eine Abfindung erhalten und das Arbeitsverhältnis beendet wird. Möglicherweise wird der Arbeitgeber Ihnen einen Aufhebungsvertrag anbieten, wenn Sie gegen die Kündigung klagen. So könnte die Sache auch beendet werden.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
die Situation ist nicht gerade leicht für mich, da natürlich viel Kraft und Energie und Emotionen darin stecken, nach dem Gespräch habe ich mit einem Kollegen telefoniert und ihm alles erzählt dieser hat seinen Unmut danach wiederum danachh der Trainerin des Unternehmens Kund getan und danach bekam er direkt Anrufe vom RetailManager und dem BrandManager und nun hat mich die Personalerin versucht zu erreichen und mir eine SMS geschrieben, dass ich sie bitte zurück rufen möchte.
Ich hatte letztes Jahr ein BurnOut, was zu 50% an meiner Firma und der Unternehmenskultur lag.
Das stresst mich alles sehr und ich möchte dort nicht mehr hin, aber ich möchte auch nicht auf der Straße landen, weil ich im nächsten Monat kein Geld mehr habe. Dank Corona ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht so, dass man innerhalb von 2 Wochen einen Job findet.
Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 12 Tagen.

Ich kann gut nachvollziehen, dass die Situation für Sie belastend ist. Ich kann Ihnen aber leider nur bein den rechtlichen Aspekten helfen.

Sie müssen Ihre Arbeitskraft anbieten, um hier keinen neuen Kündigungsgrund zu liefen. Und dann können Sie nur abwarten, wie der Arbeitgeber sich verhält. Wenn er kündigt, können Sie dagegen klagen.

Vielleicht können Sie ja nochmal das Gesprärch suchen. Aber es hört sich für mich so an, als ob der Arbeitgeber nicht an einem Gespräch interessiert ist, sondern nur daran, das Arbeitsverhältnis mit Ihnen zu beenden. Und da hilft dann nur, dass Sie den Rechtsweg beschreiten.

Ich bedauere, Ihnen keinen einfacheren Weg aufzeigen zu können.

Experte:  Rechtsanwalt Krüger hat geantwortet vor 12 Tagen.

Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

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