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Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3432
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
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Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Hallo, mein 16jähriger Sohn möchte das Wechselmodell, d. h.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein 16jähriger Sohn möchte das Wechselmodell, d. h. 50 Prozent beim Vater und 50 Prozent bei mir leben. Wie verhält es sich mit der Bereinigung des Nettoentgeltes bei mir wenn ich noch eine 3jährige Tochter in zweiter Ehe habe und wir 2016 ein Haus gebaut haben und deshalb ein Darlehenskredit läuft den ich zur Hälfte mit abbezahle? Mit freundlichen Grüßen, Daniela Friedrich
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: in Bayern
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: im Moment noch nicht

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich ist es so, dass hinsichtlich des Nettoeinkommens zumindest der Unterhaltsbetrag, der nach der Düsseldorfer Tabelle im Mindestbereich für Ihre dreijährige Tochter zu zahlen wäre, einkommensmindernd berücksichtigt wird.

Allerdings müsste man diesen gegebenenfalls in Relation zur Gesamtberechnung setzen.

Beim Wechselmodell ist es so, dass eine grundsätzliche Ausgleichspflicht hinsichtlich der Unterhaltsansprüche desjenigen in Betracht kommt, der ein höheres Einkommen hat. Er bezahlt dann nicht mehr den gesamten Unterhalt, sondern es werden beide Einkommen der Eltern betrachtet. Dabei wirkt sich dann der Unterhalt für ihre dreijährige Tochter als einkommensmindernd aus.

Nicht einkommensmindernd ist das entsprechende Darlehen. Dies zählt zu den Lebenshaltungskosten.

Ich hoffe, dass ich Ihre Frage zunächst hilfreich beantwortet habe und stehe bei Nachfrage bedarf jederzeit gerne zur Verfügung.

Über eine anschließende positive Bewertung (3 bis 5 Sterne) freue ich mich.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Eine kurze Frage hätte ich noch dazu: Muss in jedem Fall ein Mehrbedarf auf den Unterhalt dazugerechnet werden? Sowohl der Vater hat ein Zimmer für seinen Sohn genauso wie ich und wir haben auch ca. Fahrkosten in gleicher Höhe unseren Sohn abholen usw. Alle Kosten für unseren Sohn (Verein, Versicherungen, Taschengeld usw) müssten ja dann sowohl von meinem Ex-Mann auch als von mir durch den beidseitigen Unterhalt getragen werden. Richtig?
Danke schön.
Eine abschließende Bewertung wird dann erfolgen.
Viele Grüße

Vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne beantworte.

Eine Pflicht, Kindesunterhalt geltend zu machen besteht grundsätzlich nicht, gerade wenn man sich im Rahmen des Wechselmodells über die Kostenverteilung einig ist.

Auch wenn die Einkommen etwa gleich hoch sind und auch die Belastungen im Hinblick auf das Wechselmodell, kann man hier möglicherweise auf einen Ausgleich zwischen den Eltern verzichten.

Die Betreuung ist der regelmäßig auch über die Naturalunterhalt gewährleistet.

Die Rechtsprechung wird eben nur im Rahmen des Wechselmodells vor, dass, wenn sehr große Einkommensunterschiede existieren, ein der Elternteil, der ein geringeres Einkommen hat, einen Ausgleich beanspruchen kann. Dies ist nicht der volle Unterhalt wie bei einem direkten Unterhaltsanspruch im Rahmen des so genannten Nestmodells, also wenn das Kind bei einem Elternteil hauptsächlich auf tätig ist.

Dies spiegelt sich insofern in ihrer letzten Frage wieder, als dass dann die Kosten für den Sohn jeweils anteilig getragen werden müssten. Hierfür ist eben der Ausgleich bei unterschiedlichen Einkommen gedacht.

Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhin hilfreich antworten konnte und stehe für weitere Nachfragen gerne zur Verfügung.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Letzte Frage: Der Unterhalt vom Vater wird höher sein, als der Betrag den ich zahlen muss, da sein Einkommen höher ist. Wenn wir den kompletten Bedarf (jeder anteilig) nach der Düsseldorfer Tabelle beispielsweise auf ein "Kinderkonto" zahlen, können wir hiervon alle Kosten bezahlt werden und somit wäre das dann in Ordnung oder? Ausgleichszahlung bleibt erstmal unberücksichtigt.Vielen Dank

Ja, dies würde natürlich auch gehen, in den Vereinbarungen sind Sie grundsätzlich frei. Alternativ und oftmals, eben wie dargestellt, praktiziert, ist es so, dass jeder seine Kosten trägt und derjenige eben einen Unterhaltsausgleichsbetrag an denjenigen mit geringerem Einkommen zahlt. Die fusioniert allerdings möglicherweise dann nicht, wenn höhere Kosten gemeinsam getragen werden müssen. Dann macht sogar Ihre Lösung mehr Sinn.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Rechtsanwalt Christian Joachim und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.