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S. Grass
S. Grass, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 9223
Erfahrung:  Mehrjährige Berufserfahrung
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S. Grass ist jetzt online.

Guten Abend, am 13.12.2018 hatten wir einen Wurf Australian

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend,
am 13.12.2018 hatten wir einen Wurf Australian Shepherd Welpen, wobei laut Tierarzt die Hunde alle gesund waren und die Elterntiere beide keine MDR Erbkrankheit haben. Im Oktober 2019 haben wir einen der Rüden dann an ein junges Paar für 1000€ vermitteln können. Wobei zu dem Zeitpunkt noch keine Anzeichen von einer Erkrankung zu sehen waren. Kurz nach seinem ersten Geburtstag bekamen wir dann die Nachricht, dass er Epilepsie hat. Nach einigen Monaten entschied sich das Paar dann im März den Hund wieder zurückzugeben. Der Hund litt zu diesem Zeitpunkt unter häufigen epileptischen Anfällen. Zu dem Zeitpunkt verlangte die Käuferin kein Geld zurück, wollte jedoch das Vorkaufsrecht, falls der Hund wieder gesund und vermittelbar sein sollte. Im Verkaufsvertrag steht zum einen drin, dass „Gezahlte Schutzgebühren oder Aufwandsentschädigungen an den bisherigen Eigentümer bei Rückgabe des Tieres nicht rückzahlbar sind“ und zum anderen, dass „Maßgebend für den Rückkaufswert die weitere Vermittelbarkeit sowie der psychische und physische Zustand des Hundes ist“. Nach Untersuchungen bezüglich der Blutwerte kam raus, dass die Entzündungswerte des Hundes zwar erhöht sind, aber keine Stoffwechselerkrankungen vorliegen. Jedoch hat sich die Lage auch nach intensiver Therapie in Bezug auf die Epilepsie nicht wesentlich geändert. Nun hat sich die Käuferin entschieden den Hund endgültig nicht zu nehmen und fordert mindestens 500€ zurück und behauptet, dass sich leichte Unruhe des Hundes schon im November zeigte, wovon sie uns als Züchter aber nie unterrichtet hat. Hat die Käuferin nun einen Anspruch darauf Geld zurückzubekommen und in welcher Höhe und Form?
Vielen Dank ***** ***** freundlichen Grüßen
JA: Wird der Verkauf direkt über den Eigentümer getätigt?
Customer: Ja
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: Nein, das wäre die aktuelle Lage

Sehr geehrter Fragesteller,

wurde bei dem Kaufvertrag die Gewährleistung ausgeschlossen ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Im Vertrag steht folgendes "Die Übernahme des Tieres durch den Empfänger erfolgt wie besichtigt, ohne Gewährleistungsverpflichtung seitens des bisherigen Eigentümers"

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben und den Nachtrag.

Das ist sehr gut !

Der Gewährleistungsausschluß bedeutet, dass das Tier bei einem Mangel, also bei einer Erkrankung, nicht gegen Zahlung des Kaufpreises zurückgegeben werden kann. In diesem Fall ist es auch völlig irrelevant, wann der Mangel aufgefallen ist.

Auch die Lösung vom Vertrag aufgrund einer Vertragsanfechtung wegen Täuschung käme nicht in Betracht. Hierzu müsste man Ihnen vorwerfen können, von der Erkrankugn gewusst, diese aber verschwiegen zu haben. Da dies nicht vorliegt scheidet auch die Anfechtung aus.

Letztlich bleibt es dabei, dass der Vertrag bindend ist. Wenn die Käuferin das Tier in Absprache mit Ihnen zurückgibt kann sie dies zwar tun, den Kaufpreis zurückfordern kann sie nicht, da es hierfür an der rechtlichen Grundlage fehlt.

Ich hoffe, Ihnen einen Überblick über die Rechtslage und die Möglichkeiten gegeben zu haben und darf Sie, sofern keine Fragen mehr bestehen, bitten, die Antwort zu bewerten. vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Vielen Dank für die Antwort! Hat die Käuferin die Möglichkeit einem eine Täuschung zu unterstellen, wenn die ersten Anzeichen für einen epileptischen Anfall mehrere Wochen (min. 4 Wochen) nach Übergabe erst auftraten?

Sehr geehrter Fragesteller,

unterstellen kann man natürlich alles. Allerdings muss die Käuferin nicht nur behaupten, dass eine Täuschung vorliegt, sondern dies auch beweisen.

Bewiesen wäre eine Täuschung durch Sie dann, wenn es der Käuferin gelingt, nachzuweisen, dass das Tier bereits bei Übergabe krank war und Sie hiervon wussten. Hiergegen spricht aber das Untersuchungsergebnis des Tierarztes.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

S. Grass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Vielen Dank für die Auskunft. Sie haben uns sehr weitergeholfen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend. Mit freundlichen Grüßen M. Kleimenhagen

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne ! das freut mich zu hören.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und alles Gute !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass