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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 33757
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Abend, wir haben für Mitte August eine Safari in

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Abend, wir haben für Mitte August eine Safari in Tansania mit einem Badeurlaub auf Sansibar bei einem Internetanbieter gebucht. Eine entsprechende Anzahlung wurde geleistet; wir würden die Reise nun gerne aufgrund von Corona stornieren und die Anzahlung zurückverlangen. Das Unternehmen bietet uns allerdings nur folgende Möglichkeiten:
JA: In welchem Bundesland leben Sie?
Customer: NRW
JA: Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Customer: folgende Möglichkeiten: umbuchen auf einen späteren Zeitpunkt für 150 € pro Person, Gutschein über die geleistete Anzahlung (muss von der Geschäftsführung extra genehmigt werden), Stornierung lt. AGB, da sind dann 20% des Reisepreises, oder warten bis 14 Tage vor Reiseantritt und hoffen, dass eine Reisewarnung gilt...dafür müssten wir aber den Restbetrag bezahlen und hoffen diesen dann zurück zu bekommen, die Reise hat einen Wert von knapp 24.000 Euro

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Keine Stornoigebühren müssen Sie dann zahlen, wenn Sie die Reise nach § 651h III BGB aus wichtigem Grund stornieren können beziehungsweise die Reise vom Veranstalter storniert wird.

Eine Stornierung aus wichtigem Grund ist dann möglich, wenn im Reisezeitraum außergewöhnliche Umstände vorliegen die die Durchführung der Reise beeinträchtigen. Solche Umstände sind der noch bis 14 Juni geltenden gobalen Reisewarnung zu sehen. Es wäre daher eine Möglichkeit zunächst abzuwarten bis die Reisewarnung auf den Monat August ausgedehnt wird und Sie dann kostenfrei stornieren können. Allerdings müssen Sie sich, wie Sie richtig darlegen bis dahin vertragstrei verhanlten.

Eine andere Möglichkeit ist es sofort nach § 651h III BGB zu stornieren und sich dabei auf die Aussage der Verbraucherzentralen zu berufen. Die Verbraucherzentralen haben ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, dass besagt, dass aufgrund diverser Äußerungen verschiedener Politiker bereits jetzt diese außergewöhnlichen Umstände für die Reisezeit bis Ende August vorliegen.

Da es zu diesem Rechtsgutachten allerdings noch keinerlei Rechtsprechung gibt, wäre eine solche Stornierung mit einem Risiko, wahrscheinlich mit einem Rechtsstreit verbinden.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
In den AGBs steht: Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliefert AUFSAFARI den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann AUFSAFARI eine angemessene Entschädigung verlangen, soweit der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist. Eine Entschädigung kann nicht verlangt werden, soweit am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beinträchtigen; Umstände sind unvermeidbar und außergwöhnlich, wenn sie nicht der Kontrolle von AUFSAFARI unterliegen und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären....in Tansania gilt nach wie vor eine Quarantäne für Einreisende...eine Safari mit Mundschutz stellt für uns ebenfalls eine Beeinträchtigung dar, Fakt ist doch, dass die Reise nicht wie gebucht durchgeführt werden kann...wir müssten die Restzahlt am 13.6.leisten, außerdem gilt ab diesem Datum eine Stornogebühr von 70 %, die Reisewarnung geht nur bis 14.6. das ist ein ziemliches Dilemma!

Sehr geehrter Ratsuchender,

die von Ihnen genannten Bedingungen geben im Wesentlichen den Inhalt des § 651h BGB wieder.

Sie stehen ind er Tat vor einem Dilemma.

1. Möglichkeit Sie warten bis über den 14.06. zu und hoffen auf eine Verlängerung der Reisewarnung und müssen die Restzahlung leisten. Insolvenzrisiko

2. Möglichkeit Sie stornieren vorher mit Berufung auf das Rechtsgutachten und haben dann das Risiko eines Rechtsstreites

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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